Bonn (ots) - Nach offiziellen Angaben hat die saudische Regierung alle intoleranten Inhalte aus Schulbüchern entfernt. Eine amerikanische Studie belegt jetzt, dass dies nicht der Wahrheit entspricht, berichtet Hildegard Becker in einem Beitrag für das Online-Magazin "Sicherheit-heute". Schüler aller Klassen würden noch immer im Hass auf Juden und Christen, aber auch andere Moslems unterrichtet.
So verlange unter anderem ein Schulbuch für die vierte Klasse als Zeugnis "wahren Glaubens", "Polytheisten und Ungläubige zu hassen". Als Polytheisten - und damit Ketzer - werden Angehörige anderer muslimischer Glaubensrichtungen bezeichnet, als Ungläubige Juden und Christen, die an anderer Stelle mit Affen und Schweinen verglichen werden.
In Bonn war die von der saudischen Regierung errichtete König-Fahd-Akademie auch wegen gefährlicher islamistischer Inhalte ihrer Schulbücher in die Schlagzeilen geraten. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass nicht auch hier weiterhin saudische Textbücher im Unterricht verwendet werden.
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