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Nachwuchssorgen in der IT: Bewerberlücke nicht zu schließen

Geschrieben am 16.07.2008 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Die deutsche IT-Branche wird ihre Nachwuchssorgen
nicht los. Rund 60 Prozent der führenden IT-Unternehmen suchen
gezielt nach Berufseinsteigern. Besonders groß ist der Bedarf im
Sü-den und Westen der Republik. Etwa jedes zweite Jobangebot kommt
aus Bayern oder Baden-Württemberg. Ganz weit vorn auf der Wunschliste
der Unternehmen stehen dabei Fachkräfte aus der Anwendungsentwicklung
und der IT-Beratung. Die Folge der anhaltenden Personalmi-sere: Mehr
als die Hälfte der deutschen IT-Firmen wird in ihren Geschäften
ausgebremst. Trotzdem ist der Fachkräftemangel kein Freibrief für
Jobsuchende. Die untersuchten Unter-nehmen haben klare Anforderungen
an das Fachwissen ihrer Bewerber: Jede zweite Stellenan-zeige
erfordert Java-Kenntnisse, jede dritte Erfahrungen mit Datenbanken.
BWL-Kenntnisse werden in 47 Prozent der Anzeigen verlangt. Das sind
Ergebnisse aus der Studie "IT-Jobscout 2008" des Beratungs- und
Softwarehauses PPI AG, für die 429 Stellenan-zeigen der 100 größten
deutschen IT-Unternehmen im Frühjahr 2008 ausgewertet wurden.

Jobeinsteiger mit dem Schwerpunkt Softwareentwicklung sind dabei
die großen Gewinner des letzten Jahres. Für sie stieg die Anzahl der
Jobofferten um mehr als 25 Prozent. Aktuell entfallen 38 Prozent der
ausgeschriebenen Stellen bei den führenden deutschen IT-Unternehmen
auf diesen Tätigkeits-schwerpunkt. Ebenfalls heiß begehrt sind
Absolventen für die IT-Beratung. Mehr als ein Drittel der
Stellenangebote richten sich an Bewerber mit entsprechenden Zielen
und Qualifikationen.

Damit spiegelt die Verteilung der Jobanzeigen entlang der
verschiedenen Einsatzgebiete recht genau die wirtschaftliche
Situation innerhalb der IT-Branche wider. Denn nach Angaben des
Branchenver-bands BITKOM werden in diesem Jahr vor allem die
Softwareanbieter und die IT-Dienstleister ein kräftiges Umsatzplus
einfahren. Dafür werden dringend neue Mitarbeiter benötigt. Schlechte
Jobaus-sichten bestehen hingegen bei Herstellern von Endgeräten sowie
Produzenten von Netzwerktechnik. Sie bewerten ihre
Wachstumssaussichten eher zurückhaltend und suchen dementsprechend
seltener neues Personal. Auf die Hardewareentwicklung entfallen zum
Beispiel nur drei Prozent aller ausge-schriebenen Stellen. Im
Qualitätsmanagement sind es ebenfalls nur drei Prozent. Schlusslicht
ist der IT-Vertrieb mit gerade einmal einem Prozent der offenen Jobs.
Hinzu kommt: In allen drei Arbeitsfel-dern ist die Entwicklung der
Stellenangebote gegenüber dem Vorjahr sogar rückläufig.

Unabhängig vom jeweiligen Fachgebiet wird auf dem IT-Arbeitsmarkt
von den Berufseinsteigern immer häufiger der Spagat zwischen
spezialisiertem Fachwissen und übergreifenden Allrounder-Fähigkeiten
gefordert. Die Zeit der introvertierten Technik-Experten ist
eindeutig vorbei. Gefragt ist vielmehr möglichst breites Wissen und
der Blick über den fachlichen Tellerrand. So wird zum Beispiel nur in
vier Prozent der Jobangebote ein konkreter Studienschwerpunkt, wie
etwa Accounting, Controlling oder Regelungstechnik, verlangt.
Überhaupt ist ein reines Informatik-Studium häufig kein Muss. Jeweils
rund ein Viertel der Stellenanzeigen rufen explizit Betriebswirte und
Ingenieure zur Bewerbung auf. Dabei zeigt sich, dass
betriebswirtschaftliche Kenntnisse ein wichtiger Türöffner in der
IT-Branche sind. Knapp die Hälfte der untersuchten Stellenanzeigen
setzen beim IT-Nachwuchs derartiges Know-how voraus - unabhängig
davon, was die Bewerber vorher studiert oder gelernt haben. Selbst 42
Prozent der Jobofferten, die sich an reine Informatik-Absolventen
richten, fordern BWL-Kenntnisse ein.

Übergreifende Querschnittsfähigkeiten reichen allerdings für die
Mehrzahl der ausgeschriebenen Positionen nicht aus. Bewerber müssen
zusätzliches Fachwissen vorweisen. So stieg zum Beispiel die Zahl der
Stellenanzeigen, die spezielles Methodenwissen einfordern, gegenüber
dem Vorjahr an und liegt aktuell bei rund 60 Prozent. Jobangebote, in
denen konkrete Programmiersprachen verlangt werden, haben ebenfalls
zugenommen. In mehr als jeder zweiten Stellenanzeige sind
Programmierkenntnisse inzwischen Pflichtbestandteil des
Anforderungsprofils. Ist spezielles Fachwissen gefragt, sind die
Jobaussichten für Datenbank-Experten am größten. In mehr als jeder
dritten Anzeige wünschen sich die IT-Firmen Kenntnisse in diesem
Bereich - mit steigender Tendenz. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl
der Jobangebote für Datenbankprofis um rund 25 Prozent zu. Daneben
können Nachwuchskräfte auch mit Fachwissen aus den Bereichen Java,
C++ und UML punkten.

Neben diesem fachlichen Know-how, wünschen sich die IT-Unternehmen
zudem sozialkompetente Berufseinsteiger. In nahezu allen untersuchten
Stellenanzeigen (95 Prozent) werden Soft-Skills von den Bewerbern
verlangt. Ohne ein entsprechendes Maß an Sozialkompetenz haben
IT-Einsteiger demnach schlechte Aussichten auf ihre Wunschposition.
Gefragt ist vor allem Teamgeist. Personaler fordern in 73 Prozent der
Jobangebote diese Eigenschaft explizit ein. Das gilt selbst für
Anwendungsentwickler. Auch in diesem Tätigkeitsfeld wird in drei von
vier Stellenanzeigen ausgeprägte Teamfähigkeit verlangt. An zweiter
und dritter Stelle wünschen sich Unternehmen eine hohe
Kommunikationsbereitschaft (55 Prozent) und eine ausgeprägte Kunden-
und Serviceorientierung (45 Prozent).

Hintergrundinformationen
Der "IT-Jobscout Mai 2008" zeigt Trends bei den Anforderungen an
Studenten und Absolventen auf, die sowohl bei der Gestaltung des
Studiums, als auch bei der Suche nach einem Job wertvolle
Orien-tierungshilfe leisten. Hierfür wurden im April und Mai 2008
insgesamt 429 Online-Stellenangebote der deutschen
Top-100-Großunternehmen der IT-Branche mit mehr als 750 Beschäftigten
analysiert. Ge-genstand der Untersuchung waren Job-Angebote, die sich
an Einsteiger mit Hochschul- oder Fach-hochschulabschluss oder mit
höchstens zwei Jahren Berufserfahrung richten. Dabei liefert
besonders der Vergleich mit Resultaten aus dem IT-Jobscout aus dem
Vorjahr interessante Ergebnisse.

PPI Aktiengesellschaft
Die PPI Aktiengesellschaft ist seit über 20 Jahren an den Standorten
Hamburg, Kiel und Frankfurt er-folgreich für die Finanzbranche tätig.
2007 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 236 Mitarbei-tern
über 30,5 Millionen Euro Umsatz in den drei Geschäftsfeldern
Consulting, Software Factory und Electronic-Banking-Produkte. Im
E-Banking liegt der Schwerpunkt auf sicheren und wirtschaftlichen
Standardprodukten für die Kommunikation zwischen Firmenkunden
beziehungsweise Privatkunden und ihrer Bank. In der
Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche
Vorge-hensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute
Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der
strategischen über die bankfachliche bis zur IT-Beratung.

Originaltext: PPI AG Informationstechnologie
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65143
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65143.rss2

Pressekontakt:
Andreas Gutjahr
Faktenkontor GmbH
Tel: +49 (0)40 22703-5470
Fax: +49 (0)40 22703-1470
E-Mail: andreas.gutjahr@faktenkontor.de
 
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