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Lebensmittelhandel und Drogeriemärkte erneut Wachstumstreiber

Geschrieben am 15.07.2008 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - .
- Gesamtmarkt legte um 3,1 Prozent auf 148,1 Mrd. Euro Umsatz zu
- Supermärkte gewinnen als Nahversorger an Bedeutung
- Thema "Gesunde Ernährung" wird für die Deutschen immer wichtiger

Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte konnten ihr
Wachstumstempo im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr noch leicht
steigern, laut den so-eben erschienenen Nielsen-Universen 2008. Die
Ursache für das Umsatzplus ist allerdings weni-ger in einer
gestiegenen Konsumlaune der Verbraucher zu suchen als vielmehr in den
Preissteige-rungen in der zweiten Jahreshälfte.

Der Gesamtmarkt (Lebensmitteleinzelhandel ab 100 qm inkl. Aldi,
Lidl, Norma und Drogeriemärkte) verzeichnete 2007 ein Umsatzwachstum
von 3,1 Prozent (Vorjahr +2,3%). Dabei setzten sich die
Verbrauchermärkte (+3,1%) und die Discounter (+6,3%) erneut an die
Spitze der Entwicklung. Ex-pansion über die Verkaufsfläche lautete
wie schon in den Vorjahren auch 2007 die Devise bei den
Verbrauchermärkten; die Discounter dagegen generierten auch auf
bestehender Fläche wieder Um-satzzuwächse. Drogeriemärkte konnten
ihre Umsätze ebenfalls auf den vorhandenen Verkaufsflä-chen weiter
steigern, blieben aber mit einem Plus von 4,3 Prozent knapp unter der
Steigerungsrate des Vorjahres.

Eine besondere Betrachtung verdienen die Supermärkte: Hier wurden
erneut in deutlichem Umfang Verkaufsstellen abgebaut (-8,5%), die
Umsätze pro Quadratmeter jedoch erkennbar gesteigert. Dies ist ein
deutliches Zeichen dafür, dass Verbraucher wieder vermehrt
Nachbarschaftsgeschäfte nut-zen. Die Vertriebsschiene profitiert
somit also nicht zuletzt von den stark gestiegenen Kraftstoffprei-sen
und zugleich vom knapper werdenden Zeitbudget der Verbraucher.

Auch im Jahr 2007 war der Handel eine werbeintensive Branche: Die
Werbeaufwendungen in den klassischen Medien stiegen laut Nielsen
Media Research um 4,7 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Das Wachstum
der Handelsorganisationen beruht dabei im Wesentlichen auf dem LEH
und Tech-nikkaufhäusern. Die Discounter hingegen reduzierten ihre
Werbeinvestitionen um 137 Millionen Eu-ro.

Verbraucher gehen immer öfter zum Discounter
Bei den Vertriebstypen verzeichnen die Discounter nach wie vor die
größte Akzeptanz unter den Verbrauchern. 98 Prozent aller deutschen
Haushalte kauften 2007 bei Aldi, Lidl & Co. Güter des täglichen
Bedarfs für durchschnittlich 1.257 Euro (Jahreswert pro Haushalt).
Große Verbraucher-märkte kommen dagegen nur auf Durchschnittsumsätze
von 843 Euro pro Jahr und Haushalt. Die hohen Gesamtausgaben im
Discount-Bereich resultieren vor allem aus einer extrem hohen
Ein-kaufsfrequenz von durchschnittlich mehr als einem Einkaufsakt pro
Woche - bei weiter steigender Tendenz. Die Käuferreichweite scheint
beim Discountunternehmen Aldi indes kaum noch steigerbar; deutliche
Zuwächse verzeichneten dagegen alle anderen Discounter. Dies
verdeutlichen Zahlen aus dem Nielsen Haushaltspanel.

Insgesamt zeigt sich, dass vom Single bis zum "vollen Nest" alle
Verbrauchergruppen aufgrund von Preissteigerungen 2007 im
Durchschnitt 2,5 Prozent mehr für alltägliche Konsumgüter aufwenden
mussten als im Vorjahr. Besonders betroffen von der allgemeinen
Verteuerung waren junge Singles (+7,2%) sowie Alleinstehende
mittleren Alters (+3,9%). Gleichzeitig findet man in diesen
Konsumen-tengruppen im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt
allerdings deutlich weniger Schnäppchen-jäger und eine verstärkte
Affinität zu Convenience-Produkten.

Trend zu gesunder Ernährung hält an
Das Haushaltspanel reflektiert darüber hinaus weitere
Verbrauchertrends und -einstellungen, die als Basis für
Sortimentsentscheidungen in LEH und Drogeriemärkten dienen. So wird
für die Deutschen das Thema gesunde Ernährung immer wichtiger. 2007
bekannten bereits 53 Prozent der befragten Haushalte, sehr darauf zu
achten (Vorjahr: 49%). Jeder dritte Verbraucher bevorzugt beim
Einkauf inzwischen Produkte mit gesundheitsförderndem Zusatznutzen.
Konservierungsstoffe sind bei 36 Prozent der Befragten unbeliebt.
Gleichzeitig bekennt sich mit 16 Prozent der Haushalte eine wieder
leicht wachsende Minderheit zu Fast-Food-Angeboten wie Döner,
Hamburger und Pommes.

Insgesamt wächst auch das ökologische Bewusstsein. Jeder vierte
gab 2007 an, lieber naturreine Produkte zu kaufen und auch bereit zu
sein, dafür mehr auszugeben. Im Vorjahr hatte dieser Aus-sage nur
jeder fünfte Konsument zugestimmt. Für die Deutschen hat das
Öko-Siegel allerdings nicht weiter an Bedeutung gewonnen - hier
achtet wie schon im Jahr zuvor nur jeder fünfte beim Einkauf darauf,
ob das Produkt aus ökologischer Erzeugung stammt.

Die Nielsen Universen 2008 können per Telefon/Fax bei Nielsen in
Frankfurt (Tel.-Nr. 069/7938-510, Fax 069/7938-8510) bestellt werden.
Die Schutzgebühr beträgt pro gedrucktem Exemplar EUR 5,-. Zudem sind
die Universen im PDF-Format kostenlos unter www.acnielsen.de im
Bereich "Trends & Insights - Gratispublikationen" abrufbar.

Originaltext: The Nielsen Company
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/53252
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_53252.rss2

Pressekontakt:
Marie-Luise Sebralla
Manager Client Communications

A.C. Nielsen GmbH
Insterburger Str. 16
D-60487 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0) 69 / 7938-630
E-Mail: marie-luise.sebralla@nielsen.com
 
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