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Shell fordert Rahmenbedingugen für CCS-Technologie / Unternehmen begrüßt Start des Pilotprojektes in Ketzin

Geschrieben am 30-06-2008

Hamburg (ots) - Shell begrüßt den jüngsten Schritt des Ketziner
Pilotprojekts CO2SINK zur Abspaltung und Speicherung von Kohlendioxid
(CCS - Carbon Capture and Storage). Shell ist an dem ersten
Forschungsprojekt in Europa beteiligt, mit dem die
CO2-Onshore-Speicherung in salzwasserführenden Gesteinsformationen
demonstriert werden soll. Mit dem Start der CO2-Injektion in Ketzin
tritt das Projekt in eine entscheidende Phase ein. Dies wird heute
mit einer offiziellen Zeremonie gefeiert, an der auch Wissenschaftler
sowie Vertreter der EU sowie von Bundes- und Landesregierung in
Brandenburg teilnehmen.

Das Ketziner CCS-Forschungsprojekt begann im April 2004. Es wird
derzeit von Professor Schilling vom GeoForschungsZentrum (GFZ)
Potsdam geleitet und von Shell, verschiedenen anderen
Industriepartnern, der Europäischen Kommission und vom
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Im
brandenburgischen Ketzin wurde dazu ein In-situ-Labor für die
CO2-Speicherung eingerichtet, das die Lücke zwischen zahlreichen
technischen Konzepten und wissenschaftlichen Studien zur geologischen
Speicherung und einem umfassenden Demonstrationsprojekt für die
Onshore-Speicherung schließen soll.

Um Vergleichsverfahren und eine Risikobewertungsstrategie zu
entwickeln, wird nach dem Injektionsprozess neben der intensiven
Überwachung des injizierten CO2 eine sorgfältige Analyse von
Gesteins- und Flüssigkeitsproben sowie von Mikroorganismen
durchgeführt. Das Ketziner Demonstrationsprojekt ist ein wichtiger
Schritt zur Nutzung der CO2-Speicherung im industriellen Maßstab, um
die atmosphärischen CO2-Emissionen zu reduzieren.

Erfahrungen mit CCS gibt es reichlich. Shell etwa nutzt die
Technologie seit Jahrzehnten in der Öl- und Gasförderung. Graeme
Sweeney, Shell Executive Vice President für Future Fuels und CO2,
erklärte: "Shell ist überzeugt, dass der breite Einsatz des
CCS-Verfahrens nach 2020 zusammen mit der Nutzung von
kohlenstoffarmen Energiequellen Bedingung dafür ist, dass wir den
Energiebedarf decken und gleichzeitig die CO2 Emissionen im Einklang
mit dem angestrebten Stabilisierungsniveau bis zur Jahrhundertmitte
senken können. Dieses Pilotprojekt ist deshalb so wichtig, weil wir
durch die Praxis lernen müssen, wie sich technologische Entwicklungen
beschleunigen und Kosten reduzieren lassen und CCS schließlich auch
zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Technologie werden kann."

Shell beteiligt sich an einer Reihe von CCS-Forschungsprojekten,
von denen CO2SINK das prominenteste ist. Shell ist überzeugt, dass
CCS unverzichtbar ist, wenn Europa seine Klimaschutz-Ziele erreichen
will und hat deshalb einen politischen Rahmen gefordert, in dem die
CCS-Verbreitung durch Marktinstrumente finanziert wird. Dazu gehören

- Ein einheitliches Emissionshandelssystem, das CO2-Emissionen mit
einer klaren Kostenstruktur belegt.

- Anrechenbarkeit von CCS beim Clean Development Mechanism (CDM)
und für bestehende Systeme wie dem Emissionsrechtehandel der EU
(ETS).

- Global bereitgestellte Mittel für die Entwicklung von sauberen
Technologien (zu denen auch CCS zählen würde).

- Anschubfinanzierung für ein Demonstrationsprojekt, um die
Entwicklung der Technologie zu beurteilen, eine Kostenübersicht
aufzustellen und Wege zur Kostenreduzierung zu finden.

Shell ist der Auffassung, dass die staatlichen Strategien, für die
Europa sich in den kommenden fünf Jahren entscheidet, die globalen
Energie-Rahmenbedingungen für das nächste halbe Jahrhundert formen
können. Nach Schätzungen von Shell würde eine Verzögerung der
weltweit laufenden CCS-Projekte um sieben Jahre bedeuten, dass 90 bis
100 Milliarden Tonnen vermeidbarer CO2-Emissionen in die Atmosphäre
gelangen, und dass sich das langfristige CO2-Stabilisierungsniveau um
10 ppm (parts per million) erhöht.

Originaltext: Shell Deutschland Oil GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/53326
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_53326.rss2

Kontakt:
Shell Pressestelle
shellpresse@shell.com
Tel. 040-6324-5290


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