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Deutscher Fachjournalisten-Verband veröffentlicht Studie zu Arbeitsbedingungen, Auftragslage und Selbstverständnis freier Journalisten in Deutschland

Geschrieben am 10-06-2008

Berlin (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -

Der "typische" freie Journalist in Deutschland ist 47 Jahre alt
und männlich. Dies ergab eine Studie des Instituts für
Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians
Universität München, die im Auftrag des Deutschen
Fachjournalisten-Verbandes (DFJV) durchgeführt wurde.

In der Studie antworteten 1630 Journalisten unter anderem zu
Fragen zur Berufsstruktur, Arbeitszufriedenheit, Rechercheverhalten
und Auftragsentwicklung. Dabei erzielte die Befragung folgende
Ergebnisse:

Recherche: Google schlägt Pressesprecher

Das Internet ist bei der Recherche mittlerweile neben persönlichen
Kontakten das wichtigste Rechercheinstrument. Dabei spielt die
Suchmaschine Google eine herausragende Rolle. Sie ist mittlerweile
die zweitwichtigste Quelle - deutlich vor Pressesprechern und
PR-Material. Nur jeder sechste Befragte gab an, dass er Google für
eher unwichtig halte. (vgl. Abbildung)

Berufsstruktur und Selbstverständnis:

Im Durchschnitt verdient ein freier Journalist 2.478 Euro im Monat
brutto. Das Gehaltsgefälle zwischen den freien Journalisten ist dabei
verhältnismäßig stark. So verdienen 28,8 Prozent der Befragten nur
bis zu 1.000 Euro brutto durch ihre journalistische Tätigkeit, 27,1
Prozent verdienen bis zu 2.000 Euro, während weitere 30 Prozent
angaben, bis zu 4.000 Euro zu verdienen.

Fast jeder zweite freie Journalist übt daher neben seiner
Tätigkeit als Journalist eine Nebentätigkeit aus, um seinen
Lebensunterhalt bestreiten zu können. Als Nebentätigkeit haben die
Studienteilnehmer dabei am häufigsten das Berufsfeld "PR/Werbung"
angegeben.

67,1 Prozent der freien Journalisten haben kein vertraglich
geregeltes Arbeitsverhältnis zu ihren Auftraggebern und arbeiten rein
freiberuflich. 24,7 Prozent arbeiten als "feste Freie", und 8,2
Prozent gaben an, als Pauschalisten zu arbeiten.

Immerhin 60,5 Prozent haben sich bewusst dazu entschieden, als
freier Journalist zu arbeiten. 23 Prozent gaben an, aus betrieblichen
Gründen, oder weil eine Festanstellung nicht möglich war, als freier
Journalist zu arbeiten. Im Durchschnitt arbeiten Freie für circa 5
verschiedene Auftraggeber.

Ein freier Journalist arbeitet im Schnitt 38 Stunden in der Woche
journalistisch. Die Schwankungen in diesem Bereich sind allerdings
sehr hoch: Während 21 Prozent der Befragten angaben, bis zu 20
Stunden in der Woche journalistisch zu arbeiten, arbeiteten
andererseits 19,1 Prozent über 50 Stunden in der Woche. Zwei Drittel
der freien Journalisten arbeiten jeden Monat an mindestens zwei
Wochenenden.

Selbstverständnis:

Bei den freien Journalisten dominiert als Selbstverständnis das
Ideal des neutralen Vermittlers; politisches Engagement spielt eine
deutlich geringere Rolle. Dabei wird ihr Selbstverständnis vor allem
vom Alter und vom Tätigkeitsfeld beeinflusst. Je jünger die Befragten
sind, desto stärker ist ihre Unterhaltungsorientierung. Ältere
Journalisten wollen dagegen eher Kritik üben oder zumindest neutral
vermitteln.

"Die Befragung der freien Journalisten zeigt zwar erfreuliche
Tendenzen, doch es gibt nach wie vor viel zu viele unerfreuliche
Entwicklungen, wie Honorardumping, Knebelverträge und mangelnde
rechtliche Absicherung, die die Arbeitsbedingungen für freie
Journalisten nach wie vor schwierig gestalten", kommentierte Prof.
Dr. Siegfried Quandt, Präsident des DFJV, die Ergebnisse der Studie.

Die komplette Studie kann unter www.journalistenspiegel.de
abgerufen werden

Über den DFJV

Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) ist der Berufsverband
für Journalisten, die sich auf ein Ressort oder ein Themengebiet
spezialisiert haben. Dabei versteht er sich zugleich als Sprachrohr,
Anwalt, Berater und Dienstleister für Journalisten. So bietet er
seinen über 8.500 Mitgliedern unter anderem Leistungen wie Beratung,
Rechtsschutz, Networking und ein Auftrags- und Jobportal. Er
veranstaltet den jährlichen Deutschen Fachjournalisten-Kongress und
gibt die Publikation "Fachjournalist" heraus. Aufgrund der
ausgeprägten Serviceorientierung und des breiten Angebotes
verzeichnet der DFJV ein hohes Mitgliederwachstum und gehört zu den
Verbänden mit der höchsten Mitgliederzufriedenheit in Deutschland.

Mehr Informationen unter: www.dfjv.de

Originaltext: DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/50854
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_50854.rss2

Pressekontakt:
Thomas Dreesen
Vorstand
DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG
Hegelplatz 1
10117 Berlin
Tel. 030 / 81 00 36 883
Sek. 030 / 81 00 36 880
Fax: 030 / 81 00 36 889
Mail:t.dreesen@dfjv.de
http://www.DFJV.de


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