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Weser-Kurier: Vorab-Meldung: Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel im Bremer "Weser-Kurier" (www.weser-kurier.de) zum Steuerstreit in der Union:
Geschrieben am 16.05.2008 - [Nächster Artikel] |
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Bremen (ots) - Unterstützung erhält die CSU im aktuellen Steuerstreit vom Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel. Das Ziel einer Nullverschuldung "darf nicht dazu missbraucht werden, ungerechte und leistungsfeindliche Mehrbelastungen bei Lohnerhöhungen im unteren Bereich der Lohnsteuerzahler zu tabuisieren", betont der Wissenschaftler heute gegenüber der online-Ausgabe des "Weser-Kurier" (www.weser-kurier.de). Die derzeitige Ungerechtigkeit belegt Hickel mit einem Rechenbeispiel: Wachse das zu versteuernde Jahreseinkommen von 10.000 auf 11.000 Euro, also um zehn Prozent, steige die Steuerbelastung von 4,0 auf 5,4 Prozent. Absolut seien das aber mehr als 50 Prozent, da statt 398 Euro nun 598 einbehalten würden. Dadurch würde schon eine Lohnerhöhung, die lediglich die Inflationsrate ausgleiche, wegen der Ausrichtung am Nominaleinkommen zu einer steigenden Steuerlast führen - und im Ergebnis den Reallohn schmälern. "Diese Mehrbelastung steht im Widerspruch zu einer leistungsorientierten Netto-Entlohnung", kritisiert Hickel. Die von der CSU vorgeschlagen Maßnahmen "weisen in die richtige Richtung", meint der Wissenschaftler, macht aber eine Einschränkung: Der Selbstfinanzierungseffekt, auf den die CSU setze, sei "in diesem Ausmaß nicht nachweisbar". Zur Gegenfinanzierung schlägt Hickel unter anderem "die Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 45 Prozent sowie die Wiederbelebung der Vermögensteuer" vor.
Originaltext: Weser-Kurier Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30479 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_30479.rss2
Pressekontakt: Weser-Kurier Produzierender Chefredakteur Telefon: +49(0)421 3671 3200 chefredaktion@btag.info
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