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Großer Handlungsbedarf im betrieblichen Gesundheitsmanagement in Deutschland - Führungskräfteeinbindung, Demographie, Mitarbeiterorientierung

Geschrieben am 16.04.2008 - [Nächster Artikel]

Königswinter / Petersberg (ots) - Deutschland ist im betrieblichen
Gesundheitsmanagement noch Entwicklungsland, so das Ergebnis einer
SKOLAMED Studie. Hohes Entwicklungspotential in Größenordnungen von
30 bis 50 Prozent besteht für die Unternehmen vor allen Dingen auf
den Gebieten Führungsverhalten und Führungskräfteeinbindung,
Auswirkungen des demographischen Wandels, Mitarbeiterorientierung,
Gesundheitsberichterstattung und Wirtschaftlichkeitsberechnungen von
Gesundheitsmaßnahmen sowie im Bereich der betriebsinternen
Gesundheitskommunikation. 50 Prozent der Unternehmen geben an, nicht
zu wissen, wie viel Euro pro Mitarbeiter sie in das betriebliche
Gesundheitsmanagement investieren. Die anderen Unternehmen beziffern
im Gros ihren Einsatz mit maximal bis zu 30 Euro pro Mitarbeiter und
Jahr. "Man verschließt hier die Augen vor den anstehenden Problemen
und es ist auch schlicht und ergreifend zu wenig Geld, das investiert
wird, um sich den Aufgaben der Zukunft gerade auch vor dem
Hintergrund des demographischen Wandels mit immer älter werdenden
Belegschaften und wachsendem Fachkräftemangel zu stellen", so Malte
Klemusch von SKOLAMED, das die Untersuchung bei über 300 Unternehmen
aller Branchen und Unternehmensgrößen durchgeführt hat.

Bundesweit verschieben sich im Rahmen der demographischen Wandlung
der Gesellschaft über alle Branchen hinweg gesehen in den nächsten 10
Jahren auch die Mitarbeiteraltersstrukturen massiv. Das heißt in
jedem Betrieb in Deutschland werden durchschnittlich 35 Prozent der
Mitarbeiter innerhalb von 10 Jahren von der Lebens- bzw.
Arbeitsdekade 40. bis 50. Lebensjahr in die Dekade 50 plus wandern.
Allein diese Verschiebung bedeutet durch statistisch belegte,
altersspezifisch bedingte sieben Krankheitstage mehr pro Mitarbeiter
und Jahr für ein Unternehmen mit rund 800 Mitarbeitern, Mehrkosten
von rund 2,8 bis 3 Millionen Euro. Einzige Ausnahme im
demogra-phischen Branchenvergleich bildet hier die IT - Branche mit
einem relativ ausgeglichenen Mix in der Altersstruktur der
Beschäftigten. Hochgerechnet auf die gesamte Volkswirtschaft ergeben
sich hier Milliardensummen an denen mit lebensarbeitszeitbegleitenden
Gesundheitskonzepten eine sinnvolle Kostenreduktion geleistet werden
könnte.

Auch um die Beteiligung und Einbindung der Führungskräfte in das
betriebliche Gesundheitsmanagement ist es relativ schlecht bestellt.
Nur knapp 60 Prozent der an der SKOLAMED - Untersuchung beteiligten
Unternehmen geben an, ihre Führungskräfte in das betriebliche
Gesundheitsmanagement mit einzubeziehen. "Das ist einfach zu wenig,
gerade wenn man weiß, dass Führungskräfte der entscheidende Faktor
für das Gelingen oder Scheitern eines effektiven und nachhaltigen
betrieblichen Gesundheitsmanagements sind und nur ein Anteil von 15
Prozent der Führungskräfte das betriebliche Gesundheitsmanagement
auch aktiv unterstützt" so SKOLAMED - Sprecher Klemusch weiter. Hier
gilt es, die unternehmenspoltischen Voraussetzungen und Strukturen zu
schaffen, die die Führungskräfte diesbezüglich in die Pflicht nehmen.

Die SKOLAMED Untersuchungsergebnisse belegen weiterhin, dass
Industrieunternehmen und Versicherungen im Branchenvergleich mit rund
43 Prozent Potentialausschöpfung im Gesamtergebnis noch am besten
abschneiden. Das Schlusslicht bildet der Handel mit 26 Prozent, dicht
gefolgt vom Dienstleistungsbereich mit 30 und dem Öffentlichen Dienst
mit 34 Prozent. 67 Prozent der Unternehmen führen überhaupt keine
Wirtschaftlichkeitsberechnungen über Erfolg und Misserfolg von
Maßnahmen im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements durch.
Auch ein deutliches Zeichen dafür, welchen Stellenwert das
betriebliche Gesundheitsmanagement im Rah-men des betrieblichen
Qualitäts- und Riskmanagements aller Branchen momentan noch einnimmt.

Viele Unternehmen wissen zwar zwischenzeitlich, dass sie etwas auf
dem Gebiet des betrieblichen Gesundheitsmanagements tun müssen,
wissen aber nicht, wo und wie sie ansetzen können. Um hier eine
Hilfestellung zu geben, hat SKOLAMED für das Internet ein
Online-Instrument in Form eines Fragenkatalogs entwickelt, dass den
Istzustand des Gesundheitsmanagements im Unternehmen abbildet sowie
daraus abgeleitet, das noch vorhandene aber nicht ausgeschöpfte
Gesundheitspotential des jeweiligen Unternehmens auch im Vergleich zu
allen teilnehmenden Unternehmen definiert. Geeignet ist dieses
Instrument für alle Branchen und Unternehmensgrößen. Es kann genutzt
werden, ohne dass sich die Unternehmen beim Ausfüllen des
Fragenkatalogs identifizieren müssen. Kosten entstehen ebenfalls
keine. Der Fragebogen stellt sich in den Dienst der Sache, um
Unternehmen und hier speziell den Personalabteilungen, einen
Anhaltspunkt und eine Planungsgrundlage zur Integration des
betrieblichen Gesundheitsmanagements in das Qualitäts- und
Risk-management zu geben.

Die Gesundheitspotentialanalyse ist im Internet unter
http://www.skolamed.de/bgm zu erreichen. Hier findet sich auch eine
Musterauswertung, die im vorhinein Aufschluss über die Qualität des
zu erwartenden Ergebnisses gibt.

Herausgeber

SKOLAMED GmbH - Petersberg - 53639 Königswinter - Malte Klemusch -
Telefon (02223) 2983-10 - Fax (02223) 2983-20 - skola@skolamed.de -
www.skolamed.de

Originaltext: SKOLAMED
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/44085
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_44085.rss2

Pressekontakt:
SKOLAMED GmbH - Petersberg - 53639 Königswinter - Malte Klemusch -
Telefon (02223) 2983-10 - Fax (02223) 2983-20 - skola@skolamed.de
 
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