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Pharmavertrieb: Ideen abseits der Rabatte / 10. EUROFORUM-Jahrestagung: "Arzneimittelvertrieb" 01. und 02. Juli 2008, Köln, Dorint Hotel an der Messe

Geschrieben am 14.04.2008 - [Nächster Artikel]

Düsseldorf (ots) - Die Gesundheitsreform hat die Spannung im
Arzneimittelmarkt verschärft: Erhöhter Kostendruck, der Trend zu
Einzelverträgen und die Aussicht auf Kosten-Nutzen-Bewertungen
zwingen Pharmahersteller zum Umdenken. Statt Massenmarketing sind
neue Vertragsformen gefragt, statt eines großflächigen
Pharmaaußendienstes spezialisierte Key-Account-Modelle.

Welche Vertriebsstrukturen sich für die künftigen
Versorgungsformen eignen, diskutieren auf der 10.
EUROFORUM-Jahrestagung "Arzneimittelvertrieb" (1. und 2. Juli 2008,
Köln) Experten aus Politik, Pharmaindustrie, Apotheken und
Wissenschaft.

Partnerschaften gab es in der Pharmabranche schon immer, neu sind
die für die Branche außergewöhnlichen Vertragsformen: So hat die DAK
einen Risk-Share-Vertrag entwickelt, der Pharmafirmen eine
Geld-zurück-Garantie einräumt. Zu Erfolgsfaktoren und Erfahrungen mit
einem solchen Modell nimmt DAK-Expertin Kristina Braasch, Leiterin
Arzneimittel, Stellung. Auch die Deutsche BKK formuliert ihre
Erwartungen an Risk-Sharing-Modelle, Verträge über patentgeschützte
Arzneimittel und Mehrwertverträge. Aus Herstellersicht schildert
Henning Anders von AstraZeneca Trends in neuen Versorgungsformen und
erläutert, wie sich die Industrie daran beteiligt.

"Auch wenn sich die Rahmenbedingungen für die pharmazeutische
Industrie nicht gerade verbessern, stehen wir weiter fest an der
Seite der Ärzte und Patienten in Deutschland", so Kimberly Lei,
Geschäftsführerin von Lilly Deutschland. (Lilly Deutschland, 1.
Februar 2008) Wie das Unternehmen mitteilte, würde es sich weiter
dafür stark machen, dass Patienten in Deutschland Zugang zu ihren
medizinischen Innovationen hätten und verwies auf kürzlich
abgeschlossene Rabattverträge über das Schizophrenie-Medikament
Olanzapin. Hilmar Bohn, Direktor Finanzen der Lilly Deutschland GmbH,
berichtet auf der EUROFORUM-Tagung, warum sein Unternehmen
Rabattverträge abschließt und wie Versorgungsverträge zur Sicherung
von Marktanteilen beitragen.

Vertreter der Pharmaverbände rechnen damit, dass der Anteil der
Direktverträge zwischen Apotheken und Herstellerfirmen deutlich
steigen wird. Nach Angaben des Handelsblatts machten im Jahr 2007
Direktbelieferungen an die öffentlichen Apotheken 16 Prozent des
Marktes aus, während 84 Prozent des Apothekeneinkaufs über den
Großhandel abgewickelt wurden. (Handelsblatt, 28. Februar 2008) Die
Entwicklungen in der Apothekenlandschaft mit neuen Vertriebskanälen
wie Drogerien und Supermärkten sowie die Zukunft der Apotheke
erörtern Vertreter der ABDA, der Sanicare Apotheke, des
Bundesverbands der Arzneimittel-Importeure (BAI) und des IMG
Instituts für innovatives Marketing im Gesundheitswesen.

Über Herausforderungen im Klinikvertrieb und über rechtliche
Spannungsfelder im Bereich der Klinikpharmazie sprechen Franz Merl,
Leiter Marketing & Vertrieb Klinik bei Boehringer Ingelheim, und
Holger Hennig, erster Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher
Krankenhausapotheker e.V. (ADKA).

Einen Überblick über die grundsätzlichen neuen Rahmenbedingungen
gibt Eike Hovermann, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des
Deutschen Bundestags.

Das vollständige Programm ist im Internet abrufbar unter:
http://www.euroforum.com/ots-Arzneivertrieb08

Originaltext: EUROFORUM Deutschland GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6625
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6625.rss2

Pressekontakt:
Romy König
Presseabteilung
EUROFORUM Deutschland GmbH
Westhafenplatz 1
60327 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0) 69/244-327-3391
Fax: +49 (0) 69/244-327-4391
Mailto:romy.koenig@informa.com
www.euroforum.com
 
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