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Präventionskampagne Haut: Kein Joghurt bei Sonnenbrand / Drei Haut-Mythen und was wirklich an ihnen dran ist

Geschrieben am 14.04.2008 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - "Schokolade macht Pickel", "Ohne Pflaster heilen
Wunden schneller", "Joghurt hilft bei Sonnenbrand", wer kennt diese
Volksweisheiten nicht, aber was stimmt wirklich? Die
Präventionskampagne Haut der gesetzlichen Kranken- und
Unfallversicherung schafft Klarheit.

"Schokolade macht Pickel"

Eins ist Fakt: Schokolade schmeckt! Aber dass durch sie Pickel
entstehen, ist falsch! Ein Zusammenhang zwischen Schokoladenkonsum
und unreiner Haut ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Pickel
entstehen durch verstopfte Hautporen und eine überschüssige
Talgproduktion. Akne hat mit falscher Ernährung nichts zu tun. "Für
Pickel ist eher der Hormonhaushalt verantwortlich", sagt Dr. Beatrix
Grohn vom BKK Bundesverband. "Allerdings kann sich ungesunde
Ernährung wie zu viel Fett, Zucker und Alkohol sowie zu wenig
Vitamine und Mineralstoffe negativ auf das Hautbild auswirken. Aber
das ist nur ein Einflussfaktor auf eine gesunde Haut." Die Expertin
der Präventionskampagne Haut rät daher neben einer gesunden Ernährung
zu viel frischer Luft, ausreichend Schlaf und zur täglichen Pflege
der Haut für einen frischen Teint. Stress, Rauchen und ausgiebige
Sonnenbäder sollten dagegen vermieden werden.

"Ohne Pflaster heilen Wunden schneller"

Auch dieser Mythos stimmt nicht. "Eine echte
Wundheilungsbeschleunigung gibt es nicht, weder an der frischen Luft,
noch unter einem Pflaster", so Dr. Grohn. "Wunden heilen bereits
kurze Zeit nach Entstehen von selbst. Die körpereigenen Abwehr- und
Selbstheilungsfunktionen sorgen im Normalfall für ein schnelles
Abheilen." Bei kleinen Wunden ist ein Pflaster nicht zwingend
notwendig. Allerdings schützen Wundauflagen vor physikalischen,
chemischen und mechanischen Einflüssen von außen. Oft sind
Wundschnellverbände antibakteriell beschichtet und verhindern somit
eine weitere Infektion der Wunde. Größere Wunden, bzw. chronische,
schlecht heilende Wunden, schließen sich sogar unter speziellen
feuchten Wundverbänden besonders gut. Für eine schnelle Wundheilung
ist ein starkes Immunsystem Grundvoraussetzung. Eine Impfung gegen
Wundstarrkrampf (Tetanus) ist zur Vorbeugung von Wundinfektionen
ebenfalls sehr ratsam.

"Joghurt hilft bei Sonnenbrand"

Sicherlich kann Joghurt durch seine kühlende Wirkung kurzzeitig
gegen die Schmerzen helfen, doch Vorsicht! Joghurt bei Sonnenbrand -
das kann auch übel ausgehen. Die verbrannte Haut ist durch die Sonne
sehr ausgetrocknet und anfällig. "Joghurt enthält keine
heilungsfördernden Inhaltsstoffe", erklärt Dr. Grohn. "Im Gegenteil,
die darin vorhandenen Keime können eine Entzündung noch verstärken
und sogar allergische Reaktionen hervorrufen." Besser: Ein Brand- und
Wundgel mit kühlender Wirkung und zellerneuerndem Panthenol oder bei
leichten Sonnenbränden ein gut verträgliches Aftersun Produkt
verwenden. Oder noch besser: Intensive Sonnenbestrahlung meiden und
mit angemessener Kleidung und Sonnenschutzcreme vorbeugen, damit erst
gar kein Sonnenbrand entstehen kann.

Die Präventionskampagne Haut

Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von
gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Insgesamt werben rund
100 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger unter dem Motto
"Deine Haut. Die wichtigsten 2m² Deines Lebens." dafür, das größte
Organ des Menschen zu schützen. Das Ziel der Kampagne lautet:
"Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!"

Weitere Informationen zur Präventionskampagne: www.2m2-haut.de

Originaltext: Präventionskampagne Haut
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/64792
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_64792.rss2

Pressekontakt:
Gregor Doepke
DGUV Kommunikation
Tel.: 030 288763-760
Fax: 030 288763-771
E-Mail: presse@dguv.de
 
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