Düsseldorf (ots) - Der Präsident des Sozialverbandes VdK, Walter Hirrlinger, hat die Warnung des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog vor einer "Rentner-Demokratie" scharf zurückgewiesen. Er habe "überhaupt kein Verständnis", dass das frühere Staatsoberhaupt auf diese Weise "Emotionen hochputscht", sagte Hirrlinger der "Westdeutschen Zeitung" (Samstag/Düsseldorf).
Herzog hatte die außerplanmäßige Rentenerhöhung kritisiert und vorhergesagt, dass am Ende die Älteren die Jüngeren "ausplündern". Hirrlinger sagte, er sei über diese Aussagen Herzogs schwer enttäuscht: "Wo wären wir heute, wenn die Älteren unseren Staat nicht aufgebaut hätten? Das wird gerne vergessen." Die Aussetzung des Riester-Faktors sei angesichts der hohen Inflation nur "ein Tropfen auf dem heißen Stein". Hirrlinger appellierte an die Bundesregierung, den ausgefallene Rentendämpfung nach 2011 nicht nachzuholen.