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GTÜ-Mängelstatistik 2007: Keine Entwarnung bei Altfahrzeugen / Gesamtmängelentwicklung leicht rückläufig - dennoch acht Millionen Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln unterwegs

Geschrieben am 04.04.2008 - [Nächster Artikel]

Leipzig/Stuttgart (ots) - Rund 53 Prozent der von der GTÜ im Jahr
2007 untersuchten Pkw wiesen Mängel auf. Bei 17 Prozent wurden sogar
erhebliche Mängel festgestellt. Nur knapp 47 Prozent gingen ohne
Mängel durch die Hauptuntersuchung. Zu diesem Ergebnis kommt die
Mängelstatistik der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung,
Deutschlands größter amtlich anerkannter Überwachungsorganisation
freiberuflicher Kfz-Sachverständiger.

"Das Ergebnis ist umso erschreckender, wenn man berücksichtigt,
dass viele Fahrzeuge vor der Hauptuntersuchung bereits repariert
werden. Der Zustand der Fahrzeuge vor der Erstuntersuchung ist damit
bestimmt wesentlich schlechter. Dies unterstreicht die Bedeutung der
Hauptuntersuchung für die Verkehrssicherheit", sagt
GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi.

Bei einem Gesamtfahrzeugbestand von rund 42 Millionen Pkw steht
hinter durchschnittlich 17 Prozent der Personenwagen mit erheblichen
Mängeln die stattliche Zahl von rund acht Millionen Fahrzeugen. Jedes
sechste Auto ist somit mit gravierenden Mängeln unterwegs und erhöht
das Unfallrisiko erheblich.

Besonders auffällig sind ältere Fahrzeuge über 9 Jahre, deren
Bestand weiter zunimmt. Hier weisen 72 Prozent der Pkw Mängel auf, 24
Prozent sogar erhebliche Mängel. Ursache hierfür dürfte sein, dass
aus Kostengründen immer weniger Autos dieser Altersklasse zur
Inspektion in die Werkstatt gebracht werden. Unterlassene Reparatur-
und Wartungsarbeiten führen dazu, dass auch die Anzahl der
festgestellten Mängel pro Auto stark ansteigt. Die GTÜ fordert
deshalb mit Nachdruck, Fahrzeuge, die älter als 9 Jahre sind, aus
Gründen der Verkehrssicherheit einer jährlichen Hauptuntersuchung zu
unterziehen.

An erster Stelle der aktuellen GTÜ-Statistik stehen nach wie vor
Mängel an der Beleuchtung/Elektrik mit 21,9 Prozent (Vj. 20,8). Den
zweiten Platz teilen sich Achsen/Räder und Bremsanlagen mit jeweils
18,8 Prozent (Vj. 17,3 bzw. 18,8). Platz drei belegen
Umweltbelastungen, wie Motorabgase, Ölverluste, Lärmentwicklung etc.
mit 15,8 Prozent (Vj. 15,4) und Platz vier geht an
Fahrgestelle/Rahmen/Aufbau mit 11,0 Prozent (Vj. 10,6).

Der GTÜ-Mängelvergleich macht die Schere zwischen neuen und alten
Fahrzeugen deutlich. Während in der Fahrzeugklasse bis 3 Jahre die
GTÜ-Prüfer an 100 Pkw nur 24 (Vj. 27) Mängel fanden, entdeckten sie
in der Altersgruppe über 9 Jahre 221 (Vj. 227) Mängel. Das ist mehr
das Neunfache an Mängeln.

Bei Abdruck Belegexemplar an die GTÜ erbeten.

Originaltext: GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/36262
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_36262.rss2

Pressekontakt:
GTÜ Gesellschaft für
Technische Überwachung mbH
Vor dem Lauch 25
70567 Stuttgart

Hans-Jürgen Götz
Fon: 0711 97676-620
Fax: 0711 97676-609
E-Mail: goetz@gtue.de
Web: www.gtue.de
 
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