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Private Sparten- und Zielgruppensender fordern Stopp der gebührenfinanzierten Marktbesetzung / Hinkende Vergleiche des ZDF-Intendanten verdecken reale Marktsituation

Geschrieben am 01.04.2008 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - "Die von ZDF-Intendant Markus Schächter
verbreiteten Vergleiche der Marktdaten der öffentlich-rechtlichen und
der privaten Fernsehangebote und -anbieter hinken gehörig und müssen
eindeutig als Versuch gewertet werden, die Öffentlichkeit und die
Medienpolitik in die Irre zu führen", so die Vorsitzenden der
Arbeitskreise der analogen und digitalen Spartensender im VPRT,
Jochen Kröhne (Get On Air) und Dr. Julian Oberndörfer (HSE24). Der
von Schächter immer wieder in den Vordergrund gestellten Angleichung
der Einnahmesituation der beiden Säulen müssten zumindest auch die
aus den Einnahmen finanzierten Programmzahlen gegenübergestellt
werden. "Den Anstalten stehen für 23 Fernsehprogramme mehr als 5 Mrd.
Euro zur Verfügung, die privaten Anbieter müssen aus rund 6 Mrd. Euro
rd. 340 Fernsehprogramme, davon alleine rd. 120 bundesweite Angebote
refinanzieren. Auch diese Zahlen finden sich in Studien der ALM/DLM,
sie passen dem Intendanten aber wohl nicht in seine Bewertungsmatrix.
Angesichts dieser Situation von einer Bedrohung der
Wettbewerbsfähigkeit der Anstalten zu sprechen, ist äußerst
unglaubwürdig."

Gerade die privaten Sparten- und Zielgruppensender seien massiv
von der Expansion, der Verspartung und der Individualisierung der
gebührenfinanzierten Angebote betroffen. Würde zudem ein
uneingeschränktes gebührenfinanziertes On-Demand-Angebot der
Sendungen, Filme oder Serien sortiert nach Genres, Sparten und
Zielgruppen den Markt überschwemmen, seien private Anbieter
existentiell bedroht. Die Medienpolitik müsse dringend die private
Anbieter- und Angebotsvielfalt zur Kenntnis nehmen und vor der
gebührenfinanzierten Marktverdrängung schützen. Der ausschließliche
Blick auf die großen privaten Senderfamilien verkürze die Bewertung
der Wettbewerbsverzerrungen in unzulässiger Weise.

Der VPRT besuche derzeit die Staatskanzleien der Länder und stelle
hier u. a. ein Studie zu den Eckdaten der programmlichen,
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leistungen des privaten
Rundfunks vor. Um die private Programmvielfalt zu erhalten und zu
fördern seien zudem Maßnahmen zur gravierenden Beschleunigung der
Digitalisierung dringend erforderlich. Die im VPRT organisierten
Sparten- und Zielgruppensender werden am Mittwoch, den 7. Mai 2008 im
Rahmen des Medientreffpunktes Mitteldeutschland ihre Leistungsdaten
und ihre Forderungen zur Entwicklung der technischen Infrastrukturen
und der Medienordnung vorstellen.

Originaltext: Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6895
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6895.rss2

Pressekontakt:
Pressesprecher
Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH,
Tel.: 030/39880-101,
Email: schultz@schultz-kommunikation.de
 
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