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Geschrieben am 31.03.2008 - [Nächster Artikel]

Air Berlin-Vorstand zieht Bilanz des ereignisreichen Jahres 2007 –

Jetzt ist Ergebnis-Optimierung angesagt



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ots.CorporateNews übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer
europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt der Mitteilung ist das Unternehmen
verantwortlich.
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Luftfahrt/Jahresergebnis 2007

Berlin (euro adhoc) - Trotz des gesunkenen Gewinnes bewertet der
Vorstand der Air Berlin PLC die Ergebnisse des Jahres 2007 positiv.
Die Airline sei sowohl organisch als auch durch Übernahmen und
Partnerschaften beträchtlich gewachsen und habe ihren Platz als Nr. 2
im deutschen Markt gefestigt. 2008 soll nun das Jahr der
Profit-Optimierung werden.

Auf der Bilanz-Pressekonferenz am Montag in Berlin bezeichnete der
Vorstandsvorsitzende Joachim Hunold 2007 als das "Jahr des
Wachstums". Als "Meilensteine in der Unternehmensgeschichte" nannte
er den Abschluss der Integration der im Jahr zuvor gekauften
Münchener Fluggesellschaft dba, die Übernahmen der Düsseldorfer LTU
und der Schweizer Belair sowie die Kooperation mit der Dortmunder
Luftfahrtgesellschaft Walter. Air Berlin habe den 100. Jet in Dienst
gestellt, bei Boeing 25 umweltfreundliche "Dreamliner" bestellt, in
Berlin und Düsseldorf eigenständige Technik-Gesellschaften gegründet,
eine Kapitalerhöhung und eine Wandelanleihe platziert, das
Topbonus-Programm erweitert und ein neues Interkontinental-Produkt
kreiert. Die einstige Charterfluggesellschaft habe die Zahl der
beförderten Passagiere seit 2005 nahezu verdoppelt und sei weiter in
den Bereich der Premium Carrier vorgedrungen. "Wir haben viel
erreicht", lautete Hunolds Fazit.

Allerdings habe man in 2007 auch größere Hindernisse überwinden
müssen. Wie Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer erklärte, musste man durch
Sondereffekte Ergebnis-Belastungen in Höhe von ca. 70 Millionen Euro
in Kauf nehmen. Als Gründe dafür nannte er den verzögerten Start der
LTU-Integration, technische Probleme bei der Systemintegration und
der Kapazitätssteuerung sowie die extreme, wetterbedingte
Nachfrageschwäche im April und den daraus resultierenden Yieldverfall
in den folgenden beiden Monaten.

Umsatzsteigerung um 61 Prozent

Der Umsatz stieg 2007 um 61 Prozent von 1,58 auf 2,54 Milliarden
Euro, das EBITDAR (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und
Leasingkosten) um 48 Prozent von 257 auf 379 Millionen Euro. Das EBIT
(operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verringerte sich wegen
der Einmalaufwendungen um 67 Prozent von 64 auf 21 Millionen Euro,
der Nettogewinn beläuft sich auf 21 Millionen Euro. In einer ad
hoc-Meldung vom 12. März 2008 hatte ihn das Unternehmen noch mit 11
Millionen Euro beziffert.

Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass Air Berlin in 2006 einen
steuerlichen Vermögensgegenstand aktiviert und somit einen latenten
Steuerertrag realisiert hatte. Im Rahmen der
Jahresabschlusserstellung für 2007 hat sich nun herausgestellt, dass
die Aktivierung nach IFRS rückwirkend in 2006 angepasst werden muss.
Das Steuerergebnis 2006 und damit auch das Nachsteuerergebnis fallen
somit um 10 Millionen Euro geringer aus (Nachsteuerergebnis von 40,1
Mio. Euro statt der ursprünglich veröffentlichten 50,1 Mio. Euro).
Als Folgeeffekt erhöhen sich für das Jahr 2007 das Steuerergebnis und
das Nachsteuerergebnis um den gleichen Betrag. Das Nettoergebnis für
2007 beträgt 21 Millionen Euro oder 0,33 Euro pro Aktie nach 0,76
Euro pro Aktie im Jahr zuvor. Die operativen Ergebnisse beider Jahre
bis einschließlich zum Vorsteuergewinn bleiben von dieser nicht
liquiditätswirksamen Periodenverschiebung unberührt.

Kostengünstiger Internet-Vertrieb

Mit einem Anteil von 63 Prozent am Umsatz sei der Einzelplatzverkauf
um drei Prozentpunkte gestiegen, das Chartergeschäft hingegen habe
sich trotz starken linearen Wachstums von 40 auf 37 Prozent
verringert. Als besonders erfreulich, weil kostengünstig für das
Unternehmen, bewertete Hüttmeyer den inzwischen 46-prozentigen Anteil
des Internetverkaufs. Nicht zuletzt durch die gelungene Integration
des "Redpoints"-Programmes von LTU habe das Vielflieger-Programm
"Topbonus" jetzt 1,3 Millionen Mitglieder. Die Zahl der
Firmenverträge erhöhte sich um 49 Prozent von 330 auf 493.

Der Anteil der direkten operativen Kosten konnte um 3,2 Prozentpunkte
von 61,3 auf 58,1 Prozent gesenkt werden, u.a. durch Verringerung der
Flughafengebühren von 26,2 auf 23,5 Prozent und Einsparungen beim
Catering von 3,8 auf 3,4 Prozent. Der Treibstoffanteil erhöhte sich
nur geringfügig von 22 auf 22,1 Prozent. Trotz gestiegener Personal-
und Technikkosten und trotz des Integrationsaufwandes konnten die
Stückkosten (CASK) mit 3,54 Eurocent (gegenüber 3,50 im Vorjahr)
annähernd konstant gehalten werden. Die Flotte wuchs, hauptsächlich
getrieben durch die Übernahmen von LTU und Belair, von 88 auf 124
Flugzeuge. Der Eigenkapitalanteil erhöhte sich von 23 auf 28 Prozent.
Am 31. Dezember 2007 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in
Höhe von 469 Millionen Euro (+105 %).

Potenzial für Ergebnisverbesserungen

Zum Optimierungsprogramm für das Jahr 2008 gehören nach Aussage von
CEO Joachim Hunold die Streichung unrentabler Strecken, die
Reduzierung von Frequenzen auf Strecken, die auch von anderen
Unternehmen der Gruppe bedient werden, die Zusammenführung des
Yield-Managements unter einem Dach, der Austausch der Fokker 100
gegen Turbopropmaschinen des Typs Q400 sowie die Reduzierung der
Inanspruchnahme kurzfristiger Wet Leases. Der Vertrieb soll durch
eine einheitliche Struktur für alle Gesellschaften der Air
Berlin-Gruppe effizienter und durch weltweiten Verkauf von Tickets
verstärkt, die Preisstrukturen von Air Berlin und LTU vereinheitlicht
und die Gebührensätze dem Wettbewerbsniveau angepasst werden. Ferner
sei eine Angleichung der Tarifverträge innerhalb der Gruppe geplant.

Unter dem Strich sieht der Air Berlin-Vorstand für 2008 ein Potenzial
von 100 Millionen für Ergebnisverbesserungen. Damit könnten auch
inflations- und wachstumsbedingte Kostensteigerungen aufgefangen
werden. Die Flotte soll bis Ende 2008 nur moderat auf 134 Maschinen
wachsen; im Jahresmittel wolle man 127 Flugzeuge einsetzen. Die
Treibstoffkosten seien für 2008 zu durchschnittlich 74 Prozent
gesichert.


Ende der Mitteilung euro adhoc
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ots Originaltext: Air Berlin PLC & Co Luftverkehrs KG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Rückfragehinweis:

Pressekontakt:

Peter Hauptvogel

Direktor Kommunikation Air Berlin

Tel.: +49 30 3434 1500

Fax: +49 30 3434 1509

Mail: abpresse@airberlin.com

Branche: Luftverkehr
ISIN: GB00B128C026
WKN: AB1000
Index: SDAX, Classic All Share, Prime All Share
Börsen: Börse Frankfurt / Regulierter Markt/Prime Standard
Börse Berlin / Freiverkehr
Börse Hamburg / Freiverkehr
Börse Stuttgart / Freiverkehr
Börse Düsseldorf / Freiverkehr
Börse München / Freiverkehr
 
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