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BVDW veröffentlicht Usability-Leitfaden für Online-Shops

Geschrieben am 27.03.2008 - [Nächster Artikel]

Düsseldorf (ots) - Die Fachgruppe E-Commerce im Bundesverband
Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat einen Leitfaden für die
benutzerfreundliche Gestaltung von Online-Shops veröffentlicht.
Unbestritten zählt die Usability zu den Erfolgsfaktoren im
Online-Handel und wirkt sich unmittelbar positiv auf die Umsätze der
Shops aus. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass bei unzureichender
Benutzungsfreundlichkeit Umsatzeinbußen hingenommen werden. Der nun
veröffentlichte Leitfaden schafft Abhilfe. Er benennt die wichtigsten
Kriterien, führt Best-Practice Beispiele an und stellt die
unterschiedlichen Methoden zur Analyse der Usability dar. Nach den
Praxishilfen zu den Themen Web 2.0, E-Mail-Marketing und Payment
stellt die Fachgruppe nun ein weiteres detailliertes Standardwerk zur
Verfügung.

Rund 19 Milliarden Euro hat der Online-Handel im letzten Jahr im
Geschäft mit dem Endverbraucher umgesetzt. Wie viel Umsatz die
Online-Shops aufgrund unübersichtlicher und schlecht strukturierter
Websites verschenkt haben, bleibt im Dunkeln. Fakt aber ist, dass
trotz eines zunehmend professionellen E-Commerce-Marktes immer noch
viele Internetshops an mangelnder Benutzungsfreundlichkeit
(Usability) leiden. "All zu oft scheitern Online-Kunden immer noch an
zentralen Shopfunktionalitäten, weil der Warenkorb oder der Weg zur
Kasse nicht gefunden wird oder Produkte im Warensortiment gut
versteckt oder unzureichend beschrieben werden", so Roland Fesenmayr
(OXID eSales AG), Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce im BVDW. Der
nun veröffentlichte Leitfaden soll Shopbetreiber bei der
schrittweisen Verbesserung der Usability ihrer Shop-Angebote
anleiten.

Schlechte Usability = schlechte Konversion

"Eine mangelhafte Umsetzung macht sich unmittelbar bei den
Kaufabbrüchen bemerkbar oder den schlechten Konversionsraten", weiß
Dirk Rosenbaum, Leiter des Arbeitskreises Erfolgsfaktoren im
E-Commerce, aus der Praxis zu berichten. "Eine gute Usability ist
daher ein entscheidender Wettbewerbsfaktor." Unter Usability wird
gemeinhin verstanden, dass ein Benutzer ein Produkt effektiv,
effizient und zufrieden stellend benutzen kann. Letztlich sorgt das
Zusammenspiel verschiedener Faktoren für eine gute Usability. Ein
geringer Aufwand bei der Bestellung ist dabei ebenso wichtig wie der
Spaßfaktor und das subjektiv wahrgenommene Vertrauen bei der Nutzung.
"Wer die eigentliche Nutzung durch unnötige Hürden erschwert, nimmt
in Kauf, dass Nutzer zum Wettbewerber wechseln, weil sie sich im
dortigen Webangebot schlicht besser aufgehoben fühlen", skizziert
Daniel R. Schmeisser (phaydon) die Folgen. Schmeisser hat gemeinsam
mit Dirk Rosenbaum, Tim Bosenick und Ulf Schubert (beide SirValUse
Consulting GmbH) den Leitfaden federführend entwickelt.

Usability steigert Umsätze

"Don't make me think!", so formulierte Steve Krug schon anno 2000
eine wichtige Regel in der Entwicklung von benutzerfreundlichen
Anwendungen. Käufer sollen sich demzufolge intuitiv in Online-Shops
zurechtfinden, ohne dabei groß nachdenken zu müssen. Diese Regel hat
nach wie vor Bestand. So listet der Usability-Leitfaden nicht nur die
wichtigsten Kriterien für benutzungsfreundliche E-Commerce-Angebote
auf, sondern veranschaulicht mit Hilfe von Fallbeispielen auch die
positiven Wirkungen von Usability-Maßnahmen auf Umsatz,
Neukundengenerierung, Kundenzufriedenheit und -bindung. Zum Teil
konnten E-Commerce-Websites durch Usability-Optimierungen
Umsatzzuwächse von mehr als 200 Prozent realisieren. Das zeigt das
Potenzial, das mit einer Verbesserung der Usability einhergeht. Über
die konkreten Methoden, mit denen die Benutzungsfreundlichkeit
analysiert werden kann, klärt der Leitfaden ebenfalls auf. Das
Standardwerk wird durch eine umfangreiche Literatur- und Linkliste
abgerundet.

Der Arbeitskreis konnte mit Nicole Oberg (phaydon |
research+consulting GmbH & Co. KG), Dr. Burkhard Schäfer (OMIKRON
Data Quality GmbH) und Karolin Wisch (SirValUse Consulting GmbH)
versierte Autoren gewinnen. Der Leitfaden ist kostenlos unter >
http://www.bvdw.org/fachgruppen/e-commerce.html erhältlich.

Über den BVDW:

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ist die
Interessenvertretung aller am digitalen Wertschöpfungsprozess
beteiligten Unternehmen.

Der BVDW steht im ständigen Dialog mit Politik, Öffentlichkeit und
anderen Interessengruppen (Verbraucherorganisationen, andere
Branchenverbände etc.), um ergebnisorientiert, praxisnah und effektiv
die dynamische Entwicklung der Branche zu unterstützen.

Zudem bietet der BVDW ein Expertennetzwerk, das Unternehmen und
Interessierten innerhalb wie außerhalb der Branche schnell und
gezielt Antworten auf konkrete Fragestellungen rund um die Lösungen
der Digitalen Wirtschaft liefert.

Der BVDW bietet ein umfangreiches Service- und
Informationsportfolio für seine Mitgliedsunternehmen. Er hat sich zur
Aufgabe gemacht, Effizienz und Nutzen digitaler Technologien
transparent zu machen und so den Einsatz in der Gesamtwirtschaft,
Gesellschaft und Administration zu fördern.

Über die Fachgruppe E-Commerce:

Die Fachgruppe versteht sich als Interessenvertretung der gesamten
E-Commerce-Anbieter. Sie bringt Öffentlichkeit und Politik kritische
Themen nahe und erarbeitet Stellungnahmen zu aktuellen Fragen.

Die Fachgruppe E-Commerce hat sich zur Aufgabe gemacht, das
Potenzial des Themas E-Commerce in der Öffentlichkeit entsprechend
darzustellen. Neben der Präsentation des Electronic-Commerce-Marktes
und der Erarbeitung von Standardisierungen für alle beteiligten
Marktteilnehmer sollen auch rechtliche Grundlagen geschaffen werden,
mit denen der Ausbau des E-Commerce-Angebots in Deutschland
unterstützt wird. Hierzu zählt vor allem der Abbau von Hemmnissen
hinsichtlich der Transaktionen mit Kunden und Geschäftspartnern im
(nicht-)europäischen Ausland sowie das Aufzeigen von
Best-Practice-Beispielen für den Mittelstand.

Darüber hinaus hat sich die Fachgruppe zum Ziel gesetzt, den Markt
für Electronic Commerce transparent darzustellen, Marktabschätzungen
sowie Eingrenzungen und Definitionen der Geschäftsbereiche zu
entwickeln. Zudem werden Standards und Checklisten für die
Unternehmenspraxis und Durchführung von E-Commerce erarbeitet.

Originaltext: BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6862
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6862.rss2

Pressekontakt:
Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.
Kaistraße 14, 40221 Düsseldorf
Christoph Salzig, Pressesprecher
Tel. 0211 600456 -26, Fax: -33
Mobil 0177 8528616
mailto: salzig@bvdw.org
 
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