Berlin (ots) - "Die deutsche Bioethanolwirtschaft steht für Klimaschutz mit Bioethanol aus in der EU nachhaltig erzeugten Rohstoffen" erklärte Dietrich Klein, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft (LAB e.V.) am 17. März 2008 in Berlin. Die in dem Entwurf der Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung und dem Vorschlag der EU- Kommission für eine Richtlinie Erneuerbare Energien vorgesehenen Nachhaltigkeitsanforderungen an die Rohstoffe würden von den deutschen Unternehmen schon jetzt eingehalten.
Zu der aktuellen Diskussion um die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien bei importierten Biokraftstoffen forderte Klein: "Bioethanol darf weltweit nur nachhaltig erzeugt werden." Auch die Konsequenzen direkter und indirekter Landnutzungsänderungen sowie in der EU verbotener landwirtschaftlicher Praktiken müssten berücksichtigt werden. Importiertem Bioethanol könne zwar nicht von vornherein Nachhaltigkeit abgesprochen werden. Notwendig sei aber ein klarer und überprüfbarer Nachweis, dass die Nachhaltigkeitsregeln im Ursprungsland tatsächlich eingehalten werden. Klein stellte fest: "Falls importiertes Bioethanol ohne Rücksicht auf die Nachhaltigkeit verwendet werden sollte, haben betroffene Unternehmen ein Problem." Dies würde Zweifeln an der Glaubwürdigkeit von Erklärungen und Grundsätzen solcher Unternehmen zu ihrer Nachhaltigkeitspolitik Vorschub leisten.
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