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NE-Metallindustrie - Problemlöser bei Klima-Herausforderungen / Metallurgie-Tag in Goslar / Erstmalige Verleihung des Kaiserpfalz-Preises

Geschrieben am 15.03.2008 - [Nächster Artikel]

Goslar (ots) - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel will sich für
die internationale Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven
Industrien in Deutschland einsetzen. Auf dem Metallurgie-Tag in
Goslar erklärte Gabriel am Freitag: "Solange es kein funktionierendes
globales Klimaschutzabkommen gibt, brauchen wir beim Emissionshandel
Sonderregelungen für die energieintensive Industrie in Deutschland.
Dazu gehört die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten und der
Ausgleich von Strompreisbelastungen." Gabriel forderte zudem "eine
offensive Diskussion über die Balance zwischen Ökologie und
Ökonomie". Den gleichzeitigen Ausstieg aus der Nutzung von Kernkraft
und Kohle bei der Stromerzeugung hält der Minister für nicht machbar.

Die deutsche NE-Metallindustrie hat sich infolge des geologisch
bedingten Mangels an heimischen Erzvorkommen frühzeitig auf das
Metallrecycling spezialisieren müssen "und ist hier global
Vorreiter", erklärte der Geschäftsführer der in Goslar ansässigen
internationalen Recylex-Gruppe, Dr. Reimund Westphal. Für den
Initiator des Metallurgie-Tages sind Metalle und die Metallurgie als
angewandte Wissenschaft unabdingbare Begleiter der modernen
Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Elektrotechnik, der
Pharmazie, der Kommunikations- und Energietechnik sowie der
Lebensmitteltechnik und des Schiffbaus. "Ohne die Beiträge der
Metallurgie wäre das technisch geprägte moderne Leben undenkbar,"
erklärte Westphal, dessen Unternehmen zu den führenden
Recycling-Unternehmen in der Nicht-Eisen-Metallindustrie zählt.

Für Ulrich Grillo, den Präsidenten der WirtschaftsVereinigung
Metalle (WVM), ist "der Erzeugungsverbund aus primären und sekundären
Rohstoffen in höchstem Maße energie- und ressourceneffizient". Die
Wiederverwertung von Nicht-Eisen-Metallen in Deutschland spart
jährlich rund 8,4 Millionen Tonnen energiebedingte CO2-Emissionen
ein. Hinzu kommt die Vermeidung prozessbedingter Emissionen. Damit
reduziert das Metall-Recycling den jährlichen nationalen
Kohlendioxidausstoß um rund 1 Prozent. Darüber hinaus wurden nach
Berechnungen der Branche 2005 die Gewinnung und Einfuhr von 132
Millionen Tonnen metallhaltiger Erze eingespart.

Der gesamte Produktionsverbund der deutschen NE-Metallindustrie
leidet zunehmend unter dem Mangel an kostengünstigem Grundlaststrom.
"Strom ist für die Metallerzeugung ein Rohstoff und damit ein
entscheidender Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der
deutschen NE-Metallindustrie," erklärte WVM-Hauptgeschäftsführer
Martin Kneer auf dem Goslarer Metallurgie-Tag.

Anlässlich des Metallurgie-Tages in Goslar wurde erstmals der
"Kaiserpfalz-Preis für Metallurgie" verliehen. Den von der Wirtschaft
finanzierten und mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreis für
herausragende Leistungen auf dem Gebiet der anwendungsorientierten
Forschung erhielt ein Team von Wissenschaftlern der RWTH Aachen. Die
Preisträger arbeiten unter der Leitung von Prof. Bernd Friedrich am
Institut für metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling an der
Metallrückgewinnung aus verbrauchten Gerätebatterien.

Originaltext: WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/50617
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_50617.rss2

Weitere Informationen:
WirtschaftsVereinigung Metalle
- Hauptstadtbüro -
Martin Kneer
Wallstr. 58
10179 Berlin
Tel. 030/72 62 07-115
Fax 030/72 62 07-199
E-Mail: Kneer@wvmetalle.de
http://www.wvmetalle.de
 
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