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Umfrage unter Privatanlegern: Steuerliche Aspekte spielen bei Investmententscheidungen eine untergeordnete Rolle - Sicherheit und Rendite stehen an erster Stelle

Geschrieben am 14.03.2008 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) -

- Querverweis: Das Ergebnis der Umfrage inklusive Grafiken liegt
in der digitalen Pressemappe zum Download vor und ist unter
http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -

Auch wenn die aktuellen Werbekampagnen, die die Abgeltungsteuer
thematisieren, und die Diskussion über Vermögenstransfers ins Ausland
anderes vermuten lassen, so spielen steuerliche Aspekte für die
meisten Deutschen bei der Geldanlage eine eher untergeordnete Rolle.
Mit Abstand am wichtigsten ist für die Bundesbürger dagegen die
Sicherheit des Investments. Dies ergab eine repräsentative Umfrage,
die TNS Infratest im Auftrag der DZ BANK AG durchgeführt hat.

Insgesamt nahmen an der Umfrage 1030 Wertpapierbesitzer teil.
Davon erklärten weniger als ein Drittel, steuerliche Aspekte wie z.B.
die Abgeltungssteuer seien für sie bei der Geldanlage "sehr wichtig".
Damit ist für die Anleger kein anderes der sechs zur Auswahl
gestellten Kriterien weniger relevant. Besonders geringe Bedeutung
messen diejenigen mit einer höheren Bildung dem steuerlichen Aspekt
bei. So erklärten lediglich 23 Prozent der Befragten mit Abitur oder
Universitätsabschluss, dieser sei für sie bei der Geldanlage sehr
wichtig.

Ihren Fokus richten die Deutschen dagegen auf die Sicherheit und
die Rendite des Geldanlageproduktes - und darauf, ob dieses einfach
und verständlich ist. So erklärten insgesamt 82 Prozent der
Befragten, die Sicherheit des Investmentproduktes sei für sie "sehr
wichtig" oder "wichtig". Für 77 Prozent der Anleger steht zusätzlich
die Rendite der Anlage im Zentrum ihrer Investmententscheidung. Ein
gleich hoher Prozentsatz votierte in der Befragung zudem dafür, dass
die Produkte einfach und verständlich sein müssen.

Die Anlagepräferenzen von Männern und Frauen unterscheiden sich im
Übrigen nur in einem Punkt grundlegend: der Sicherheit. Diese ist für
89 Prozent der Frauen von wesentlicher Bedeutung, aber nur für 77
Prozent der Männer. Die steuerliche Relevanz der Geldanlage schätzen
beide Geschlechter dagegen gleichermaßen als weniger wichtig ein.

"Die Ergebnisse der Studie bestätigten unsere eigenen Analysen in
der Produktentwicklung", kommentiert Peter Schirmbeck, der für die
Zertifikate-Marke AKZENT Invest verantwortliche Bereichsleiter der DZ
BANK. "Die Anleger ziehen bei einem Investment zu Recht eine Mischung
aus Sicherheit und guter Rendite gegenüber einer womöglich nur
kurzfristig greifenden Steueroptimierung vor."

Zu den Produkten, die die Erwartungen der Investoren erfüllen,
zählen Garantiezertifikate. Diese beurteilten 20 Prozent der
Befragten als "attraktiver" und weitere 20 Prozent als "genauso
attraktiv" wie andere Anlageformen. Ein möglicher Grund für diesen
vergleichsweise niedrigen Anteil ist, dass sich laut
Selbsteinschätzung bislang erst 14 Prozent der Deutschen zumindest
"recht gut" mit Zertifikaten auskennen, 68 Prozent kennen sie dagegen
"nur dem Namen nach" und 17 Prozent gar nicht. "Wichtig ist deshalb,
dass wir das Wissen über Zertifikate breiter in der Bevölkerung
verankern, denn immerhin sind sie gerade für Privatanleger eine sehr
attraktive Alternative zu Direktanlagen", erklärt Schirmbeck.

Erstmals ermittelter Anleger-Index leicht negativ

Im Rahmen der Umfrage ermittelte die DZ BANK auch, wie die
deutschen Privatanleger die Lage am Aktienmarkt einschätzen - und
fasste die dabei gewonnen Ergebnisse in dem ab sofort regelmäßig
erhobenen Stimmungsbarometer "Anleger-Index" zusammen. Dieser liegt
aktuell zwar leicht im negativen Bereich, allerdings gingen 40
Prozent der Befragten davon aus, dass der Deutsche Aktienindex (Dax)
in den nächsten sechs Monaten steigen wird. Weiter 25 Prozent
erwarteten gleich bleibende Aktienkurse und lediglich ein weiteres
Viertel votierte für fallende Notierungen. Am optimistischsten
zeigten sich dabei die Aktienbesitzer unter den Befragten. Hier
erwarteten 47 Prozent steigende und lediglich 23 Prozent fallende
Notierungen. Weit pessimistischer zeigten sich dagegen
Zertifikate-Besitzer. Bei diesen setzten lediglich 33 Prozent auf
steigende Kurse, aber 35 Prozent auf nachgebende Notierungen.

Ein ähnlich differenziertes Bild ergab sich auch bei der Frage,
wie sich das Risiko an den Aktienmärkten innerhalb des nächsten
halben Jahres entwickeln werde. Denn auch hier waren die
Zertifikate-Besitzer am vorsichtigsten. So vertraten 63 Prozent von
ihnen die Auffassung, dass die Risiken steigen werden. Unter allen
Befragten waren dagegen "nur" 50 Prozent dieser Meinung, 37 Prozent
gingen von gleich bleibenden Risiken aus und lediglich 8 Prozent
erwarteten niedrigere Risiken.

Der von der DZ BANK ermittelte Anleger-Index ergibt sich aus der
Relation der Chancen- und Risiken-Erwartung der Befragten. Er
erreichte einen Wert von 87 und befindet sich damit im negativen
Bereich. Erst bei einem Wert von 100 würden die Anleger die Chancen
und Risiken auf dem Aktienmarkt ausgeglichen beurteilen, Werte über
100 bedeuteten dagegen höhere Chancen- als Risiko-Erwartungen.

Originaltext: DZ Bank AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/61278
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_61278.rss2

Pressekontakt:
Dr. Ilja-Kristin Seewald, Leiterin Presse, Interne Kommunikation,
Pulic Affairs der DZ BANK AG
Telefon: +49 69 7447-42894

Sylke Grußendorf, Pressesprecherin der DZ BANK AG
Telefon: +49 69 7447-2381
 
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