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Berenberg Bank/HWWI: Deutschland bei Innovationsfähigkeit (noch) vorn, aber Akademikerquote zu gering

Geschrieben am 13.03.2008 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Deutschland ist aktuell eine der international
wettbewerbsfähigsten Industrienationen. In der von der Berenberg Bank
und dem HWWI erstellten Studie "Strategie 2030 - Wissen" sehen die
Forscher die Innovationskraft Deutschlands auf Platz vier in Europa.

Im Berenberg/HWWI-Ranking zur Innovationsfähigkeit europäischer
Staaten, das die Ausstattung mit Arbeitskräften im Bereich Forschung
und Entwicklung, die Patentanmeldungen und die Exporte von
Hochtechnologie einbezieht, rangiert Deutschland nach Schweden,
Finnland und Dänemark auf Platz vier. Beim Anteil der Arbeitskräfte,
die über ein Studium verfügen, liegt Deutschland allerdings nur auf
EU- und OECD-Durchschnitt. Die Befunde der aktuellen
OECD-Bildungsstudie zeigen, dass Deutschland bei der Qualifizierung
der Arbeitnehmer im Fachhochschul- und Hochschulbereich deutlich
unterhalb des OECD-Durchschnitts rangiert. Lediglich 19,9% eines
Jahrgangs schlossen 2005 mit einem akademischen Grad ab - in der OECD
lag der Durchschnitt bei immerhin 36,4%. Damit droht Deutschland beim
Anteil der Arbeitskräfte mit Studium langfristig zurückzufallen.

"Das rapide Wachstum führender Volkswirtschaften im vergangenen
Jahrhundert ist wesentlich auf gestiegenes Wissen und seine
zunehmende Verbreitung zurückzuführen", so HWWI-Direktor Prof. Dr.
Thomas Straubhaar. Auch künftig komme dem Wissen, dessen Mehrung sich
wirtschaftlich in technischem Fortschritt und Innovationen ausdrückt
und dessen Verbreitung sich im Anteil (hoch-)qualifizierter
Arbeitskräfte spiegelt, eine Schlüsselposition für den weiteren
ökonomischen Erfolg der führenden Industrienationen zu.

"Der weltwirtschaftliche Wettbewerb bzw. die zunehmende
internationale Arbeitsteilung sorgen dafür, dass in Wohlfahrtsstaaten
wie Deutschland die vergleichsweise hohen Lohn- und Sozialstandards
nur dann zu halten sind, wenn das Ausbildungsniveau der Arbeitnehmer
im internationalen Vergleich hochgehalten wird und weiterhin
innovative Leistungen auf den Weltmärkten angeboten werden", so
Straubhaar.

"Know-how und Innovationen werden in den nächsten Jahrzehnten in
zunehmendem Maße zu entscheidenden Produktionsfaktoren der
Dienstleistungsgesellschaft. Damit wird Wissen als Ressource
erheblich an Stellenwert gewinnen", ist auch Cornelia Koller,
Volkswirtin der Berenberg Bank, überzeugt.

Immaterielle Vermögenswerte haben im Zuge des Strukturwandels zur
Wissens- und Technologiegesellschaft bereits in den letzten Jahren an
Bedeutung gewonnen. Sie müssen geschützt und bewertet werden, und sie
müssen handelbar sein, sollen sie ihre volle ökonomische Wirkung
entfalten. Eine wichtige Rolle spielen dabei Patente, denn sie
schützen Wissen und machen es vergleichbar. "Dies wird nicht nur aus
Unternehmenssicht, sondern auch für den Anleger - z. B. in Form von
Patentfonds - von wachsendem Interesse sein", so Koller.

Originaltext: Berenberg Bank
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/56380
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_56380.rss2

Pressekontakt:
Karsten Wehmeier
Direktor Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
 
BERENBERG BANK
Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG
Neuer Jungfernstieg 20
20354 Hamburg
Germany
 
Telefon + 49 40 350 60 - 481
Telefax + 49 40 350 60 - 907
E-Mail karsten.wehmeier@berenberg.de
www.berenberg.de
 
Sitz: Hamburg - Amtsgericht Hamburg HRA 42659
 
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