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Yahoo! kommentiert: Die Zukunft der Printmedien im digitalen Zeitalter

Geschrieben am 10.03.2008 - [Nächster Artikel]

München, 10. März 2008 (ots) - Inwiefern geht der Internet-Boom zu
Lasten der Printmedien? Seit Jahren bewegt diese Frage die Gemüter
der Branche. Die Jugend liest zwar immer noch - bezieht ihre Lektüre
aber mehr und mehr aus dem Netz und verbringt dort auch immer mehr
ihre Zeit. Um ihre Zukunft müssen die Verlagshäuser dennoch nicht
bangen. Wenn sie auf eine gesunde Symbiose aus Print und Online
setzen und sich starke Marktpartner suchen. Andreas Ludwig, Director
Business Development Yahoo! Deutschland, kommentiert die Zukunft von
Printmedien im digitalen Zeitalter.

Seit dem Durchbruch des Internets zum Massenmedium wurde die
Zeitungs- und Zeitschriftenbranche schon oft tot gesagt. Doch trotz
dieser düsteren Prognosen ist das deutsche Verlagswesen auch im Jahr
2008 immer noch sehr vital und erfolgreich. Ein Grund dafür ist
sicherlich, dass die Printmedien hierzulande einen extrem hohen
Stellenwert genießen. Nirgendwo sonst ist die Vielfalt an Zeitungen
und Zeitschriften so ausgeprägt. Deutschland ist ein Leseland, das
zudem lange keine ernst zu nehmende elektronische Konkurrenz hatte.
Erst Mitte der achtziger Jahre wurden - nach endlosen politischen
Diskussionen - die ersten privaten TV-Sender genehmigt. Anderswo
bestimmten deren Inhalte längst das Geschehen auf den Bildschirmen.
Den Ansturm von TV in den 90er Jahren hat Print noch relativ
unbeschadet überstanden. Nun aber übt das Web tatsächlich ernsthaften
Druck auf Printmedien aus. Insbesondere die jüngere Generation
wandert zunehmend ins Web ab und verbringt dort mehr und mehr Zeit:
Mit knapp 14 Stunden pro Woche sind die 16- bis 24-Jährigen am
meisten online (1). Bereits heute informiert sich laut einer Studie
des Marktforschungsinstituts TNS Infratest knapp ein Drittel der
Bevölkerung (32 Prozent) eher über das Internet als über
Tageszeitungen oder Zeitschriften. Vor allem für Informationen, bei
denen die Aktualität im Vordergrund steht, werden die neuen
elektronischen Wege künftig eine noch bedeutendere Rolle spielen und
langfristig hier sogar die klassischen Printmedien ablösen; dies
glauben 61 Prozent der Deutschen (2).

Das lässt die Auflagen weiter sinken und schmälert die
Vertriebserlöse. Ein Blick auf die Entwicklung des
Zeitschriftenmarkts belegt diesen Trend: Verkaufte ein IVW-gelistetes
Publikumsmagazin 1990 im Schnitt rund 194.000 Exemplare pro Ausgabe,
so waren es im vergangenen Jahr nur noch 133.700 - ein Minus von 31
Prozent. Dass die Gesamtauflage leicht gestiegen und die
Bruttoreichweite aller Zeitschriften etwa stabil geblieben ist, ist
vor allem auf das stark gewachsene Zeitschriftenangebot
zurückzuführen. 1990 gab es 565 Titel, heute sind es 899 (3) - Die
wachsende Titelvielfalt lässt sich wiederum mit dem starken Aufkommen
neuer Zeitschriften für sehr spezielle Nischen begründen. Noch heute
landen rund 47 Prozent des Nettowerbeumsatzes von 20,4 Milliarden
Euro aller erfassbaren Werbeträger bei Zeitungen, Anzeigenblättern,
Publikums- und Fachzeitschriften (4).

Die Frage ist nur, wie lange dies noch so bleiben wird. Denn die
Wachstumslokomotive fährt definitiv anderswo. Laut Prognose von
Pricewaterhouse Coopers (PwC) werden die Zeitungen bis 2011 ihren
Umsatz weltweit jährlich um rund zwei Prozent steigern, die
Zeitschriften um rund drei Prozent. Für Online-Werbung hingegen
rechnet PwC mit einem jährlichen Plus von mehr als 18 Prozent (5).
Das Internet entzieht den traditionellen Medien also erheblichen
Umsatz, denn die Budgets der Werbetreibenden werden den meisten
Schätzungen nach insgesamt allenfalls moderat wachsen.

Die viel diskutierte Frage Print oder Web - aus der Sicht von
Yahoo! muss sich diese nicht zwangsläufig stellen. Zum einen ist
Print ein Gütesiegel, das für hohe Qualität und journalistische
Kompetenz steht, zum anderen werden Verlage auf Dauer am Wachstum des
Internets partizipieren können, wenn sie sich auf neue Ideen
einlassen und neue Wege gehen. Hier müssen Medienmarken im
Vordergrund stehen und nicht, wie früher üblich, Mediengattungen. Die
Mediennutzung fragmentiert sich weiter, deshalb wird es zunehmend
wichtiger, klassische mit neuen Medien sinnvoll zu ergänzen. Es ist
für traditionelle Printmedien mehr denn je erforderlich, den eigenen
Markenwert auch online aufzubauen oder zu stärken und damit eine
größere, insbesondere auch jüngere Zielgruppe zu erreichen. Wenn sich
die Verlage zudem auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und sich als
Vermittler von Inhalten verstehen, diese über verschiedene
Plattformen ihrem Publikum näher bringen und sich dabei mit starken
Online-Marktpartnern zusammentun, werden ihre Medienmarken Bestand
haben.

Bereits heute werden Synergieeffekte zwischen alten und neuen
Medien geschaffen und genutzt. Yahoo! versteht sich dabei als Partner
der Print-Medien und bietet vielfältige maßgeschneiderte Lösungen,
Online-Angebote zu monetarisieren - sei es über die Einbindung von
Suchprodukten oder grafischen Anzeigen. In den USA schaffen wir durch
unsere Kooperation mit dem Newspaper Consortium beispielsweise ein
effizientes Werbenetzwerk für die Zeitungsindustrie: Derzeit stellt
Yahoo! 634 Partner-Zeitungen für ihre Online-Angebote Technologien
und Expertise rund um das Thema Online-Vermarktung zur Verfügung.
Aber auch die deutsche Print-Branche ist bereit, innovative Wege zu
gehen, um sich neue digitale Umsatzquellen zu erschließen: So finden
beispielsweise die Nutzer der Webseiten von Handelsblatt und
Wirtschaftswoche über die Suchfunktionen von Yahoo! vielfältige
Information, Produkte und Services. Daneben bietet Yahoo! zum
Beispiel dem Magazin GALA aus dem Hause Gruner + Jahr im Rahmen einer
Content-Kooperation die Möglichkeit, die Präsenz der Marke GALA im
Internet zu stärken und die Erschließung neuer Zielgruppen zu
fördern. Der große Nutzerkreis von Yahoo! wird wiederum mit
exklusiven und hochwertigen Lifestyle- und People-Inhalten versorgt.
Kurzum: Der Symbiose zwischen Print und Web gehört die Zukunft.

Quellen:
(1) EIAA Mediascope Europe 2007
(2) TNS Emnid: Gedruckte Tageszeitungen und Zeitschriften
unverzichtbar, veröffentlicht am 29.10.2007; http://www.tns-emnid.com
/pdf/presse-presseinformationen/2007/2007_10_29_TNS_Emnid_Tageszeitun
gen.pdf
(3) IVW: Übersicht über die Auflagenmeldungen für das 4. Quartal
2007, Übersicht über die Auflagenmeldungen für das 4. Quartal 1990;
http://daten.ivw.eu
(4) ZAW: Werbejahr 2006: Medien verdienen mehr an Werbung,
veröffentlicht am 22.5.2007;
http://www.zaw.de/index.php?menuid=98&reporeid=165
(5) Studie PriceWaterhouseCoopers "German entertainment and media
outlook 2007-2011"; November 2007

Ein Bild von Andreas Ludwig, Marketing Director Business
Development von Yahoo! Deutschland, finden Sie unter:
http://yahoo.enpress.de/Management.aspx

Über Yahoo!
Yahoo! Inc. ist eine führende globale Internet-Marke und eine der
meist besuchten Webseiten weltweit. Yahoo!s Ziel ist es, seinen
Communities aus Nutzern, Werbekunden, Publishern und Entwicklern ein
unverzichtbares Online-Erlebnis zu bieten, das auf gegenseitigem
Vertrauen beruht. Yahoo! Inc. hat seinen Hauptsitz in Sunnyvale,
Kalifornien/USA. Sitz der Yahoo! Deutschland GmbH ist München.
Weitere Informationen sind verfügbar unter
http://www.yahoo.enpress.de/ oder im Unternehmens-Blog Yodel
Anecdotal http://yodel.yahoo.com/.

Yahoo! und das Yahoo!-Logo sind eingetragene Marken von Yahoo!
Inc. Alle anderen Namen sind Marken und/oder eingetragene Marken
ihrer jeweiligen Eigentümer.

Originaltext: Yahoo! Deutschland GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/42807
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_42807.rss2
ISIN: US9843321061

Pressekontakt:
Yahoo! Deutschland GmbH
Judith Sterl
Head of Trade & Corporate PR
Theresienhöhe 12
80339 München
Fon: +49 (0)89 - 23197 186
sterlj@yahoo-inc.com

dot.communications GmbH
Martina Euchenhofer
Augustenstraße 52
80333 München
Fon: + 49 (0)89 - 530 797 23
yahoo_corptra@dot-communications.de
 
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