Essen (ots) - Nach RWE-Berechnungen haben sich die Annahmen, die dem ursprünglichen Zuteilungsantrag des Unternehmens aus dem Jahr 2004 zu Grunde lagen, bestätigt. So war der RWE-Konzern gegenüber der Referenzperiode unterausgestattet und musste für 2005 insgesamt rund 8 Millionen Tonnen CO2-Zertifikate zukaufen. Für die deutschen Kraftwerke mussten unter anderem auf Grund des brandbedingten Ausfalls des Kohlenkraftwerks Frimmersdorf in 2005 weniger Zertifikate zugekauft werden als ursprünglich erwartet. Zudem wurde der CO2-Ausstoß durch ein professionelles Management des Kraftwerksportfolios vermindert. Die heute für die EU und für Deutschland veröffentlichten Emissionsdaten wird das Unternehmen in den kommenden Wochen im Detail sichten und bewerten.
Der 2005 eingeführte Zertifikatshandel ist das richtige umweltpolitische Instrument für eine effiziente und marktkonforme CO2-Reduzierung. Die letzten eineinhalb Jahre haben gezeigt, dass der europaweite CO2-Handel funktioniert. EU-weit haben sich die Händler schnell auf das neue System eingestellt. Weltweit wurden dadurch auch so genannte Clean Development Mechanism Projekte stimuliert und Investitionen in CO2-Vermeidung durchgeführt. Die zu beobachtende Entwicklung auf dem CO2-Handelsmarkt - beispielsweise auch der Preisrückgang im April - belegen dies. Derzeit sind am Markt über 100 Trader aktiv.
Der junge Emissionshandelsmarkt ist derzeit noch anfällig für Fehlinterpretationen, die möglicherweise auch durch Komplexität und Intransparenz der nationalen Allokationspläne begünstigt werden. RWE spricht sich daher für eine stärkere Koordination der Informationspolitik der EU-Mitgliedstaaten aus.
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