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Informationsforum RFID warnt vor Zwang zur standardmäßigen Deaktivierung von RFID-Transpondern
Geschrieben am 04.03.2008 - [Nächster Artikel] |
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Hannover (ots) -
Verfrühte und unverhältnismäßige Regulierung der Technologie würde weitere Verbreitung beeinträchtigen und dem IT-Standort Deutschland schaden
Schutz der Privatsphäre und Datensicherheit sind wichtige Themen für Anwender, die die RFID-Technologie im Endverbraucherbereich einsetzen wollen. Die im Informationsforum RFID zusammengeschlossenen Unternehmen aus Handel, Konsumgüterindustrie, Automobilbranche, IT und Dienstleistung sehen sich in der Verantwortung, verbraucherfreundliche Lösungen zu entwickeln. Diese könnten, so die Geschäftsführerin des Informationsforums, Dr. Andrea Huber, auf der CeBIT, in der Nutzung von Logos zur Kennzeichnung eines RFID-Einsatzes oder in einer Deaktivierung von RFID-Transpondern im Einzelhandel auf Wunsch des Kunden liegen. Einer Verpflichtung zur standardmäßigen Deaktivierung von RFID-Transpondern im Handel erteilte Huber dagegen eine klare Absage: "Es muss sichergestellt sein, dass Unternehmen auch zukünftig hinreichend Spielraum erhalten, innovative Anwendungen zu entwickeln und umzusetzen, von denen letztlich auch die Verbraucher profitieren", so Huber.
Sowohl in Deutschland wie auch in Europa beschäftigt sich die Politik zunehmend mit Fragen der Regulierung von RFID. Das Informationsforum RFID begrüßt ausdrücklich, dass die Bundesregierung sich in ihrem aktuellen Bericht zu RFID klar gegen eine besondere gesetzliche Regulierung der Technologie ausgesprochen hat. Umso besorgter reagieren die Wirtschaftsunternehmen auf Forderungen, im Einzelhandel eine Pflicht zur standardmäßigen Deaktivierung für alle oder auch nur einen Teil der auf Konsumgütern eingesetzten RFID-Transponder einzuführen. Huber betonte, eine solche Zwangsdeaktivierung werde negative Konsequenzen für weitere Entwicklungen im Zusammenhang mit Transpondern auf Konsumgütern haben. Großes Potenzial liege zum Beispiel in der beleglosen Garantieabwicklung, zusätzlichen Verbraucherinformationen oder der Entwicklung intelligenter Haushaltsgeräte. Ein Missbrauch von Daten durch den Einsatz von RFID, dem mit derartigen Maßnahmen begegnet werden müsste, sei bei der derzeitigen Verbreitung und Art der Anwendungen im Einzelhandel nicht zu befürchten. "Es wäre ein fatales Signal, wenn durch solche Regelungen die weitere Verbreitung der RFID-Technologie beeinträchtigt würde", so die Geschäftsführerin des Informationsforums.
Huber verweist darauf, dass das bestehende Datenschutzrecht alle heute bekannten RFID-Anwendungen erfasse, soweit sie personenbezogene Daten verarbeiten. Die Verbraucher seien somit umfassend geschützt. Technologiespezifische weitere Re-gelungen hätten keinen Mehrwert, sondern würden dem IT-Standort Deutschland schaden.
Sollten sich die Forderungen nach einer Verpflichtung zur standardmäßigen Deaktivierung durchsetzen, seien Auswirkungen auf die weitere Entwicklung von RFID-basierten Anwendungen und Dienstleistungen in ganz Europa zu erwarten, das sich eine starke Position bei der Entwicklung und Anwendung der RFID-Technologie erarbeitet hat. Huber befürchtet für diesen Fall negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft im Vergleich zu den USA und Asien, wo RFID als wichtige Zukunftstechnologie stark gefördert wird.
Über das Informationsforum RFID e. V. (Halle 7, Stand C20/C3)
Das Informationsforum RFID e. V. ist eine gemeinsame Initiative von Unternehmen aus den Bereichen Handel, Konsumgüterindustrie, Automobilbranche, IT und Dienstleistung und versteht sich als Dialog- und Informationsplattform für alle Fragen rund um RFID. Auf der CeBIT ist das Informationsforum in Halle 7, Stand C20/C3 vertreten und stellt für Messebesucher ein umfassendes Informations- und Dialogangebot bereit. Zu den Mitgliedern zählen DHL, GS1 Germany, Henkel, Hewlett-Packard, IBM, METRO Group, NXP Semiconductors, Oracle, Procter & Gamble, Siemens, T-Systems, Volkswagen und als Fördermitglieder das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik und der BITKOM. Eine enge Kooperation besteht mit AIM-Deutschland sowie mit der RFID Platform Nederland.
Originaltext: Informationsforum RFID e.V. Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59187 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59187.rss2
Pressekontakt: Informationsforum RFID e. V. Irmgard Jarosch Tel. +49 30 2065 8130 Fax +49 30 2065 8131 E-mail: presse@info-rfid.de
PRESSETERMIN-HINWEIS AN REDAKTIONEN
Pressegespräch AIM, BITKOM, CeBIT, GS1 Germany Informationsforum RFID, RFID im Blick Zur jüngsten Entwicklung von RFID im Mittelstand und weiteren Trends 04.03.2008 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr CeBIT, Convention Center (CC), Raum Hamburg
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