Leipzig (ots) - Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat auf die nachhaltigen Folgen für seine Partei hingewiesen, sollte es in Hamburg zur ersten schwarz-grünen Regierung in der Bundesrepublik kommen. In einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag-Ausgabe) meinte Althaus: "Wenn es in Hamburg zu Schwarz-Grün kommen sollte, heißt das für die Union selbstverständlich, dass sich unser Umgang mit den Grünen ändern muss und wird. Dafür gibt es genügend politische Schnittmengen."
Zugleich hob der CDU-Politiker hervor, dass es bei der Bindewirkung der Union nach rechts bleiben müsse, auch im Falle von schwarz-grünen Bündnissen. "Koalitionen sind auch das Ergebnis von Wahlentscheidungen. Für die Union bleibt die Integrationswirkung nach rechts eine wichtige Aufgabe als Volkspartei." Unabhängig davon werde die Union jede rechtsextremistische Tendenz mit aller Kraft bekämpfen.
Althaus zeigte sich zufrieden darüber, dass die SPD in Thüringen "ihren internen Richtungsstreit" über den Umgang mit der Linkspartei geklärt habe. "Es bleibt die Frage auf Bundesebene, wie es die SPD mit der Linkspartei hält. Da hat die SPD nach links hin versagt. Das ist jedoch deren Problem." Er kämpfe in Thüringen bei der bevorstehenden Landtagswahl um die eigene Mehrheit. "Nur so ist eine stabile Politik für das Land möglich. Ich engagiere mich für das Land und suche dabei nicht krampfhaft nach politischen Gegnern." Das gelte auch für seinen künftigen Umgang mit den Grünen.