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Baubilanz 2007: Bauinvestitionen um 8,3 % gestiegen - Baunachfrage um 8,4 % über Vorjahresniveau - Verhaltener Optimismus für 2008

Geschrieben am 20.02.2008 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Die deutsche Bauindustrie zieht für das zweite Jahr
in Folge - bei allen regionalen Unterschieden - eine positive
Jahresbaubilanz. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in
der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, sind die
Bauinvestitionen 2007 um nominal 8,3 % gestiegen (real: 2,0 %). Für
das laufende Jahr gibt die Entwicklung der Auftragseingänge - trotz
zunehmender gesamtwirtschaftlicher Risiken - Anlass zu verhaltenem
Optimismus: Der Ordereingang im Bauhauptgewerbe lag 2007 um nominal
8,4 % über dem Vorjahresniveau (real: 3,4 %). Zum Jahresende haben
die Aufträge sogar noch einmal kräftig angezogen: Für das vierte
Quartal meldeten die Bauunternehmen ein Auftragsplus von 15,2 %
(Dezember: nominal: 6,6 %, real: 2,7 %).

Entsprechend zufrieden sind die Bauunternehmen mit ihrer
Geschäftslage: 80 % der vom Deutschen Industrie und Handelskammertag
(DIHK) befragten Unternehmen meldeten Anfang dieses Jahres eine gute
bzw. befriedigende Geschäftslage. Für das laufende Jahr erwarten 64 %
der Befragten eine gleichbleibende Geschäftslage, knapp 15 % rechnen
- trotz der schwächeren gesamtwirtschaftlichen Wachstumsperspektiven
- sogar mit einer weiteren Verbesserung. Allerdings nimmt die Zahl
der skeptischen Stimmen zu. Für 2008 erwartet der Hauptverband ein
Umsatzplus von nominal 3,0 %.

Motor des Aufschwungs war auch 2007 der Wirtschaftsbau: Die
Bauinvestitionen sind um 9,1 % gestiegen und die Auftragseingänge
lagen dank starker Impulse aus dem Verarbeitenden Gewerbe um 10,7 %
über dem Vorjahresniveau (4. Quartal: 6,7 %). Für das laufende Jahr
geht der Hauptverband deshalb von einem Umsatzplus von 6,5 % aus.
Allerdings setzt dies voraus, dass die Kreditwirtschaft als Reaktion
auf die Subprime-Krise nicht auf die "Kreditbremse" tritt. Hier kommt
der Kreditwirtschaft eine besondere Verantwortung zu, heißt es beim
Hauptverband.

Im Öffentlichen Bau machte sich die bessere Finanzlage der
Gebietskörperschaften bemerkbar: Die Bauinvestitionen sind im letzten
Jahr um 14,3 % gestiegen. Die Auftragseingänge lagen um 12,0 % über
dem Vorjahresniveau, das vierte Quartal schloss sogar mit einem Plus
von 36,6 %. Dass die Aufwärtsentwicklung anhält, versprechen die
Haushaltsansätze der Gebietskörperschaften für 2008: Bund und Länder
planen, ihre Bauausgaben um 8,3 % zu erhöhen. Für die Kommunen
erwartet die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände einen
Anstieg der Bauausgaben von 8,2 %. Die Zahlen stützen die Prognose
des Hauptverbandes, der für 2008 von einem Umsatzplus von 3,5 %
ausgeht.

Die Bauinvestitionen sind 2007 im Wohnungsbau zwar noch um 6,7 %
gestiegen, aber für 2008 sind die Vorzeichen negativ: Der
Auftragseingang ging im letzten Jahr um 5,5 % zurück (4. Quartal: -
6,3 %). Entsprechend verhalten ist die Prognose des Hauptverbandes
für 2008: Der Verband erwartet einen Umsatzrückgang von 1,5 %.

Der Konjunkturaufschwung hat inzwischen auch den Bauarbeitsmarkt
erreicht: Im Jahresdurchschnitt waren 714.000 Personen im
Bauhauptgewerbe beschäftigt, 3.250 mehr als im Vorjahr. Für 2008
erwartet der Hauptverband eine Stabilisierung der Beschäftigung auf
dem Vorjahresniveau.

Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

Originaltext: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/24058
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_24058.rss2

Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Stellv. Hauptgeschäftsführer und
Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft,
Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de
 
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