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Unternehmen setzen im Finanzbereich auf Reorganisation / CFO-Studie von Horváth & Partners identifiziert Trends bei Controlling- und Finanzprozessen

Geschrieben am 20.02.2008 - [Nächster Artikel]

Stuttgart (ots) - Im Finanzbereich der Unternehmen Deutschlands,
Österreichs und der Schweiz liegt die Reorganisation voll im Trend.
Die bevorzugte Alternative ist dabei die Zentralisierung und damit
die konservativste der verschiedenen Reorganisationsformen. Dies
ergab eine neue Studie der Management-Beratung Horváth & Partners, an
der sich 117 Chief Financial Officer und kaufmännische Leiter aus
verschiedensten Branchen in Deutschland, Österreich und in der
Schweiz beteiligten.

Demnach organisieren 87 Prozent der befragten Unternehmen ihre
Finanzprozesse durch Zentralisierung. Bei den Controllingprozessen
sind es sogar 96 Prozent. An zweiter Stelle steht die
Organisationsform der Shared Service Center - integrierte
Unternehmenseinheiten, in denen Dienstleistungen gebündelt und von
den Organisationseinheiten nach Bedarf genutzt werden. Während 51
Prozent der befragten Unternehmen die Organisationsform Shared
Service Center bei ihren Finanzprozessen anwenden, hinkt das
Controlling dieser Entwicklung mit 29 Prozent hinterher. "Die Studie
zeigt deutlich, dass hier noch erhebliches Effizienz- und
Effektivitätspotential besteht", so Dr. Uwe Michel, Senior Partner
und Leiter des Competence Centers Controlling bei Horváth & Partners.

Das Outsourcing, eine radikalere Reorganisations-Alternative, ist
gegenüber Shared Service Centern und Zentralisierung
unterrepräsentiert. Weniger als ein Viertel der befragten Unternehmen
lagern ihre Finanzprozesse an externe Leistungsanbieter aus. Bei den
Controllingprozessen sind es sogar nur 1 Prozent. "Viele sehen hier
die Gefahr des Know-how-Abflusses und der steigenden externen
Abhängigkeit", erläutert der Studienleiter Dr. Jörg Scheffner. Die
Unternehmen würden damit Nachteile etwa der Zentralisierung wie eine
mögliche Kostensteigerung und Verringerung der Flexibilität in Kauf
nehmen.

Den Erfolg der durchgeführten Reorganisationen bewerten die
befragten Unternehmen überwiegend positiv. Damit verbundene Ziele wie
Kostensenkungen oder die Erhöhung der Informations- und
Prozessqualität seien überwiegend erreicht worden. Für die Zukunft
prognostizieren die Berater daher einen weiteren starken Wandel.
"Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit Shared Service Centern und
Outsourcing gemacht haben, schätzen die damit verbundenen
Performance-Vorteile", erklärt Scheffner. "Für mich ist das ein
Hinweis darauf, dass lediglich der erste Schritt getan werden muss."

Standortverlagerungen spielen im Vergleich zu den
Reorganisations-Alternativen eine untergeordnete Rolle. Die Experten
sehen die maßgeblichen Gründe hierfür in Risiken wie Qualitäts- und
Know-how-Verlust. Dennoch räumen sie der Standortverlagerung als
künftige Option Chancen ein, wobei On- und Nearshoring gegenüber dem
Offshoring bevorzugt werden. Aus Sicht der Studienteilnehmer kommt
eine Verlagerung innerhalb Westeuropas eher in Betracht als eine nach
Osteuropa oder Nordamerika.

Originaltext: Horváth AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/44095
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_44095.rss2

Pressekontakt:
Horváth AG, Oliver Weber, Rotebühlstr. 121, 70178 Stuttgart
Tel. +49 (0)711 669 19-71, presse@horvath-partners.com
 
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