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Main-Post: SPD-Finanzexperte Pronold fordert Aufbau einer bundesweiten Steuerfahndung
Geschrieben am 19.02.2008 - [Nächster Artikel] |
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Berlin / Würzburg (ots) - Der SPD-Finanzpolitiker Florian Pronold hat als Konsequenz aus der Affäre um den Steuerbetrug den Aufbau einer bundeseinheitlichen Steuerfahndung und Betriebsprüfung gefordert. Dies sei der "Lackmus-Test" für die Union, ob sie der Empörung über Steuerhinterzieher auch konkrete Taten folgen lasse, sagte Pronold der in Würzburg erscheinenden "Main-Post" (Mittwochausgabe). Pronold, der auch Vorsitzender der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion ist, sagte zur Begründung, dass die Fahndungsintensität in den Bundesländern sehr unterschiedlich sei. So sei die Betriebsprüferdichte in Bayern deutlich geringer als anderswo. Vor nicht allzu langer Zeit habe der Freistaat hinter vorgehaltener Hand damit sogar Investoren zu werben versucht. Zudem gebe es viele Delikte, die über die Grenzen der Bundesländer hinausgingen, insbesondere der Umsatzsteuerbetrug. Die Steuerfahnder der einzelnen Länder kommunizierten nur schlecht miteinander; außerdem hätten sie unterschiedliche Software auf ihren Computern. "Der Föderalismus ist hier eine Einladung für Wirtschaftskriminelle", sagte Pronold und sprach sich dafür aus, eine neue Bundesbehörde für die Steuerfahndung zu schaffen. Wenn der Bund künftig die Fahnder bezahle, müsse er allerdings auch von den eingetriebenen Steuern einen höheren Anteil als bisher behalten. Er sei wie Finanzminister Peer Steinbrück zwar dafür, die gesamte Steuerverwaltung dem Bund zu unterstellen, sagte Pronold, doch habe die CSU im Rahmen der Föderalismusreform II bereits ihren Widerstand angekündigt. Pronold fordert den bayerischen Finanzminister Erwin Huber aufgrund der aktuellen Entwicklung zur Umkehr auf: "Wenn Huber auf der Kleinstaaterei bei der Steuerfahndung beharrt, leistet er der Steuerhinterziehung Vorschub."
Originaltext: Main-Post Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/61204 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_61204.rss2
Pressekontakt: Main-Post Büro Berlin Telefon: 030/226 20 230
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