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Zähmung unterirdischer Kräfte: ZDF-Magazin "Abenteuer Wissen" über Energie im Erdinnern, Forschungen zur Nutzbarmachung und ungeahnte Folgen

Geschrieben am 18022008

Mainz (ots) - "Abenteuer Wissen" mit Moderator Karsten Schwanke
widmet sich in der aktuellen Ausgabe am Mittwoch, 20. Februar 2008,
22.15 Uhr im ZDF der "Zähmung unterirdischer Kräfte". Das Magazin
zeigt, wie Energie unter der Erde nutzbar gemacht werden soll und
welche ungewollten Nebenwirkungen solche Eingriffe haben können. Auf
der Suche nach Rohstoffen, die den Energiehunger der Menschheit
stillen können, dringen Wissenschaftler und Konzerne mit neuesten
Techniken tief ins Innere der Erde vor. "Abenteuer Wissen" begleitet
Fachleute, die auf Island eine noch nie geborgene Energiequelle
unmittelbar über Magmakammern erforschen, begibt sich in
Norddeutschland mit auf die Fahndung nach möglichen Folgen von
Erdgasbohrungen und ist im Ruhrgebiet bei Untersuchungen von
Grubenwasser dabei.

Am vergangenen Samstag demonstrierten im Saarland mehrere tausend
"Bergbaugeschädigte" gegen Kohleabbau, da der Steinkohlebergbau im
saarländischen Kohlerevier Erderschütterungen auslöst - ein aktuelles
Beispiel für die Folgen unterirdischer Energiegewinnung.

In Island, der Insel dampfender Lavafelder und Geysire, wagen sich
Geophysiker dichter an die Kräfte des Erdinnern heran, als je zuvor.
Beim Iceland Deep Drilling-Projekt wollen sie die 5000 Meter-Marke
überschreiten und damit in Tiefen vorstoßen, die dort unmittelbar
über dem Magma liegen. Sie wollen Wasser fördern, das unter
gewaltigem Druck steht: superkritisches Fluid das im Erdinneren aus
Druck und Hitze entsteht. Mit Hilfe dieses Fluids hofft man, zehnmal
so viel Energie zu gewinnen als mit herkömmlichen
Geothermie-Kraftwerken.

Am 20. Oktober 2004 wackelten nahe Bremen die Wände - ein Erdbeben
der Stärke 4,5 bei Rotenburg an der Wümme versetzte die Bevölkerung
in einem weiten Umkreis in Schrecken. Was löste das überraschende
Beben in einer Gegend aus, die als seismisch völlig inaktiv gilt? Ein
Seismologe untersucht, ob die Erdgasförderung in der Region der
Auslöser gewesen sein könnte. Denn nach seinen Berechnungen liegt der
Ursprung des Rotenburger Bebens direkt in den Erdgasfeldern.

Wie wenig absehbar die langfristigen Folgen der Eingriffe ins
Erdinnere sind, zeigt sich im Ruhrgebiet, wo in ehemaligen
Bergbauregionen Häuser absacken und der Boden weg bricht. Bei Dorsten
zum Beispiel ziehen sich Risse durch die Fundamente vieler Häuser, da
sich in den stillgelegten Zechen durch den Einsturz alter Schächte in
1000 Meter Tiefe der Erdboden bereits weiträumig um neun Meter
abgesenkt hat. Und in der Tiefe ehemaliger Zechen kommt das
Grubenwasser als weitere Gefahr hinzu. Doch Geologen wollen daraus
Nutzen ziehen und das 20 Grad warme Grubenwasser als Energiequelle
nutzen.

Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 -
706100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/abenteuerwissen

Originaltext: ZDF
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7840
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7840.rss2

Pressekontakt:
ZDF-Pressestelle

Telefon: 06131 / 70 - 2120
Telefon: 06131 / 70 - 2121


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