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Manager beklagen Kastendenken der Wirtschaftselite

Geschrieben am 18.02.2008 - [Nächster Artikel]

Düsseldorf (ots) -

- Für 69 % der Führungskräfte ist Zugehörigkeit zu Netzwerken
beförderungsrelevant
- 66 % würden ihre Kinder auf private Schulen und Hochschulen
schicken
- Zugang zur Wirtschaftselite bleibt weiten Bevölkerungskreisen
verschlossen

Für 69 % der deutschen Topmanager spielt die Zugehörigkeit zum
Kreis so genannter Macht-Eliten im beruflichen Umfeld eine wichtige
Rolle bei Beförderungsentscheidungen. 40 % sagen, dass der Zugang zur
Wirtschaftselite bestimmten Bevölkerungsschichten prinzipiell
verschlossen ist. Und 66 % würden ihre Kinder nach Möglichkeit auf
die besten Privatschulen und -universitäten des Landes schicken, um
ihre beruflichen Chancen zu verbessern. Das sind Ergebnisse des "14.
LAB Managerpanels", durchgeführt von der internationalen
Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company in Kooperation mit
der "Wirtschaftswoche."

Deutlich wurde, dass deutsche Führungskräfte den Begriff "Elite"
vor allem mit dem persönlichen Status verbinden. So assoziieren 81 %
der Manager mit "Elite" eine Spitzenposition in Wirtschaft, Politik,
Kultur oder Gesellschaft. Doch für nur 26 % sind öffentlich bekannte,
herausragende Leistungen ein zentrales Elite-Merkmal. Das sind
weniger Nennungen als für die Zugehörigkeit zu angesehenen Familien
(28%) oder für die bloße Tatsache einer hervorragenden Ausbildung (47
%).

"Machteliten besitzen in Deutschland leider noch eine große
Bedeutung", sagt Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter von
LAB & Company. "Wer zur Leistungselite gehört, sollte auch Macht
haben - und verantwortungsvoll damit umgehen. Nur so kommen wir
weiter." Für Personalberater gehöre es daher zu der größten
Herausforderung, die Besten und nicht die Mächtigsten in wichtige
Führungspositionen zu bringen.

Kritisch beurteilen auch viele Umfrageteilnehmer das deutsche
Elite-Denken. "Das Kasten-Wesen der Wirtschaftselite lässt enorme
menschliche Ressourcen ungenutzt", kritisierte etwa ein
Spitzenmanager. Ein anderer: "Fachliche Fähigkeiten reichen für eine
berufliche Karriere bis zur Spitzenposition nicht aus." Entsprechend
sehen zahlreiche Führungskräfte den Vorteil privater Schulen und
Hochschulen weniger im besseren Ausbildungsstandard als im frühen
Zugang zu privilegierten Kreisen.

Einigkeit herrscht unter den deutschen Führungskräften, dass
Deutschland eine stärkere und systematischere Förderung
intellektueller Eliten braucht - unabhängig von individuellen
finanziellen Möglichkeiten. Das sagten 89 % der Befragten.

Ergebnisse des Managerpanels zum Download unter:
www.labcompany.net

Zum Managerpanel: Teilnehmer der alle zwei Monate stattfindenden
Umfrage von LAB & Company in Kooperation mit der "Wirtschaftswoche"
sind 859 Führungskräfte der deutschen Wirtschaft, die zu zwei
Dritteln der ersten oder zweiten Hierarchieebene angehören. Am
aktuellen Managerpanel haben sich 259 Führungskräfte beteiligt.

Zum Unternehmen LAB: LAB Lachner Aden Beyer & Company ist eine
international tätige Personalberatung, spezialisiert auf die Suche
und Auswahl von Top-Führungskräften in allen wichtigen
Marktsegmenten. LAB gehört zu den Top 15 der führenden
Personalberatungen in Deutschland. Die Gesellschaft verfügt über
Büros in Düsseldorf, München, Hamburg und Zürich. LAB & Company ist
Mitglied des globalen Netzwerks Penrhyn International sowie des
weltweit bedeutendsten Verbands für Personalberatungen, der
Association of Executive Search Consultants (AESC).

Originaltext: LAB Lachner Aden Beyer & Company GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/63875
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_63875.rss2

Pressekontakt:
Klaus Aden, LAB & Company, Tel. 0211/159 799 10,
E-Mail aden@labcompany.net
 
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