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Jeder siebte Jugendliche beißt mehr als dreimal pro Woche in Currywurst & Co

Geschrieben am 12.05.2006 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - "Gehste inne Stadt, wat macht dich da satt? Ne
Currywurst!" sang Herbert Grönemeyer Ende der 70er Jahre. Zusammen
mit Döner, Pizza, Hamburger und Pommes Frites steht die Currywurst
bei Außer-Haus-Essern hoch im Kurs. Vor allem bei jungen Leuten
genießt Fastfood besonders hohes Ansehen. Nach Angaben der Techniker
Krankenkasse (TK), für die das Forsa-Institut 1004 Bundesbürger nach
ihren Ernährungsgewohnheiten befragte, gab jeder Siebte zwischen 14
und 24 Jahren an, mindestens viermal die Woche Fastfood zu essen.

Des Ex-Kanzlers liebstes Mittagessen steht jedoch nicht nur auf
der Beliebtheitsskala junger Menschen ganz oben, sondern rangiert mit
stolzen 510 Kalorien (auf 150g) und 20 Prozent Fettanteil auch auf
der Liste der Kalorienbomben weit vorn. Eine Pizza Margarita schlägt
mit 640 Kalorien zu Buche, eine Portion Döner (mit 350g von der Pute)
bringt es auf 615 Kalorien. Das entspricht etwa einem Viertel des
täglichen Energiebedarfs eines Jugendlichen.

Alexandra Krotz, Ernährungsexpertin bei der TK: "Problematisch ist
nicht nur, dass das meiste Fastfood zuviel Fett und Zucker und
deshalb viele Kalorien hat, sondern auch, dass es kaum Nährstoffe,
also Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthält. Diese sind
vor allem für junge Leute wichtig, denn eine ausgewogene und
vitaminreiche Ernährung ist die Grundlage für eine gesunde
Entwicklung."

Für die jüngere Generation scheint der Gesundheitsaspekt
allerdings kein schlagendes Argument zu sein. Mehr als zwei Drittel
der Befragten unter 25 gaben an, dass gegessen wird, was schmeckt,
egal ob es gesund ist oder nicht.

Das zweite Argument, das aus Sicht der 14- bis 24-Jährigen eine
gesündere Ernährung verhindert, ist die knappe Zeit. Fast jeder
Zweite in dieser Altersgruppe begründete sein ungesundes
Essverhalten mit Zeitmangel. Doch dieses Argument lässt
Ernährungsexpertin Alexandra Krotz nicht gelten: "Natürlich liegt
der Reiz von Fastfood darin, dass es nicht nur schnell zubereitet,
sondern auch schnell gegessen werden kann. Fastfood ist das
klassische Außer-Haus-Essen, das schnell im Stehen verdrückt wird.
Aber auch hier gibt es Alternativen: Fast alle Bäckereien bieten
gesunde und schmackhafte Vollkornbaguettes an, die zum Beispiel mit
fettarmem Geflügelaufschnitt, Tomate und Salat belegt sind. Sogar die
großen Burger-Ketten bieten mittlerweile gesunde Alternativen wie
Salate, Obst und Vollkornburger an." Die Zeit zum Essen sollte man
sich in jedem Fall nehmen, rät die Ernährungsexpertin. Denn für den
Magen ist das Verdauen schwerer und fetthaltiger Kost echte
Schwerstarbeit. Zudem sorgt das langsame Essen dafür, dass das
Hungergefühl sich nicht so schnell wieder meldet.

Noch besser ist es, Fastfood Zuhause selbst zuzubereiten - das
schont nicht nur den Geldbeutel, sondern ist auch gesünder.
Selbstgemachtes Fastfood enthält viel weniger Fett und Salz aber
dafür viele Vitamine und Ballaststoffe. Außerdem werden so
Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe
gemieden.


Hintergrundinformationen für die Redaktionen:
Die kompletten Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Studie
"Kundenkompass Ernährungsrisiken" gibt es bei der TK unter
www.presse.tk-online.de im Internet. Dort steht auch der aktuelle
Medienservice "Ernährungsrisiken" zum kostenlosen Download bereit,
der weitere Presseinformationen und Illustrationsvorschläge zu den
Studienergebnissen enthält.


Originaltext: TK Techniker Krankenkasse
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6910
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6910.rss2

Für Rückfragen:

Inga Lund
Tel.: 040 - 6909 - 1357, Fax 040 - 6909 - 2055,
E-Mail: Inga.Lund@tk-online.de
 
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