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Nachrichten aus Berlin - Wissenschaft: FU Berlin eröffnet neuen Sonderforschungsbereich zu Molekülverbindungen
Geschrieben am 13.02.2008 - [Nächster Artikel] |
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Berlin (ots) - Am Dienstag wurde der Sonderforschungsbereich "Multivalenz als chemisches Organisations- und Wirkungsprinzip - neue Architekturen, Funktionen und Anwendungen" an der Freien Universität eröffnet. Zum einen soll in dem Wissenschaftsprojekt ein grundlegendes Verständnis von den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen den Molekülen erarbeitet und zum anderen neuartige Medikamente und Materialien entwickelt werden. In den kommenden vier Jahren wird das Wissenschaftsprojekt mit 7,5 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.
Mit dem neuen Sonderforschungsbereich 765 sollen zentrale Fragen in den Bio- und Materialwissenschaften wie das Phänomen der multivalenten Bindungen beantworten werden. Solche Bindungen spielen unter anderem bei Entzündungen eine entscheidende Rolle, denn als Reaktion darauf rekrutiert der Körper vermehrt weiße Blutkörperchen, die sich genau an den Entzündungsherden festsetzen, dort ins Gewebe eindringen und die Entzündung noch verstärken. Dass sich die weißen Blutkörperchen an diesen Stellen sammeln, hängt mit der Oberflächenstruktur der Zellen in dem entzündeten Gewebe zusammen. Sie bilden bestimmte Moleküle aus, an denen die weißen Blutkörperchen mit speziellen Rezeptoren "andocken" - ähnlich einem Schlüssel, der genau in ein Schloss passt. Wenn es gelingt, diese Bindungsstellen zu blockieren, könnte das der Weg zu neuartigen Medikamenten sein.
An dem Sonderforschungsbereich sind neben der Freien Universität auch die Humboldt-Universität und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Berlin beteiligt. Der Sonderfachbereich 765 ist Teil des Gesamtberliner Forschungsschwerpunktes "Nanomedizin". Er schließt auch ein Graduiertenkolleg mit 35 Doktorandenstellen und fünf Graduiertenstipendien ein. Das Kolleg ist eines der ersten, das in dieser integrierten Form bewilligt wurde.
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Rainer Haag, Tel.: 030/838-52633 oder 030/ 838-53358, mailto:haag@chemie.fu-berlin.de
Berlin, 13. Februar 2008
Originaltext: Nachrichten aus Berlin - Wissenschaft Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/60019 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_60019.rss2
Pressekontakt: Weitere Informationen: Christoph Lang Leiter Unternehmenskommunikation / PR
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