Köln (ots) - Dienstag, 12. Februar 2008 - Das Leitungsgremium des Deutschen Komitees des Kinderhilfswerks Unicef will auf der morgigen Vorstandssitzung in Köln seine Ämter niederlegen. "Ich glaube, der Vorstand muss seine Posten zur Verfügung stellen, um einen glaubhaften Neuanfang zu ermöglichen", sagt Vorstandsmitglied und Schatzmeister Peter von der Heydt gegenüber 'Capital Online' (www.capital.de).
Die Vorwürfe gegenüber der deutschen Unicef-Organisation seien unbegründet, so von der Heydt. "Unsere Kostenquote von acht bis neun Prozent ist absolut im grünen Bereich und braucht keinen Vergleich mit anderen gemeinnützigen Organisationen zu scheuen."
Dem Rücktritt der Vorsitzenden Heide Simonis sei eine interne Auseinandersetzung vorausgegangen: "Der Vorstand hat ihr die Niederlegung ihres Amtes nahegelegt. Ansonsten wäre es zu einer Vertrauensabstimmung gekommen." Von der Heydt verwehrt sich gegen die Attacken der ehemaligen Vorsitzenden Simonis: "Ihr Vorwurf, der Vorstand sperre sich gegen Reformen, ist absurd und aus der Luft gegriffen."
In drei bis vier Wochen soll laut 'Capital' eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden. Bis dahin soll ein neuer Vorstandsvorsitzender für den 71-jährigen Reinhard Schlagintweit und ein neuer Geschäftsführer gefunden werden.