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"Kreditkrise bremst deutschen M&A-Sektor" / Gegen den Trend: Sinkende Preise könnten im Mittelstand Cross-Border-Aktivitäten eher anregen / Verkäufe aufgrund auslaufender Mezzanine-Programme zu erwart

Geschrieben am 11.02.2008 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Nach Ansicht von Hans Bethge, geschäftsführender
Partner bei der Angermann M&A International GmbH aus Hamburg, wirkt
sich die internationale Finanzkrise immer stärker auch auf den
deutschen M&A-Markt aus. So rechnet er mittlerweile nicht mehr mit
einem Wachstum im mittelständischen deutschen M&A-Markt, erwartet
jedoch in diesem Sektor weiterhin in bestimmten Segmenten positive
Impulse: Sinkende Unternehmenspreise machen eine Zunahme der
Cross-Border-Deals - insbesondere durch osteuropäische Investoren -
wahrscheinlich. Ebenso ist zu erwarten, dass Verkäufe aufgrund von
Nachfolgeregelungen und auslaufenden Mezzanine-Programmen ansteigen.

Rückgang der Transaktionszahlen und -volumina

"Für 2008 erwarten wir für Deutschland einen Rückgang der
Transaktionszahlen und der Transaktionsvolumina", gibt sich Bethge
skeptisch. "Wenn sich das zweite Halbjahr 2008 vom derzeitigen Trend
nicht deutlich absetzen kann, ist bestenfalls eine Stagnation der
deutschen M&A-Aktivitäten zu erwarten." Zwar wirke sich die
Liquiditätsverknappung in erster Linie auf Transaktionen jenseits der
75-Millionen-US-Dollar-Grenze aus, doch die zunehmende Verunsicherung
im internationalen Finanzsektor ist nun auch auf dem
mittelständischen M&A-Markt zu spüren.

Rückgang der teilweise überzogenen Unternehmensbewertungen zu
beobachten

"Die 'fetten' Jahre sind definitiv erst einmal vorüber, denn der
Einbruch der Nachfrage bei den Finanzinvestoren wirkt sich nun
deutlich auf die zu erzielenden Marktpreise aus", kann Bethge eine
klare Trendwende am Markt erkennen. "So ist eine Korrektur der
teilweise überzogenen Bewertungen zu beobachten. Da im Mittelstand
aber nur bei jeder dritten Transaktion Finanzinvestoren beteiligt
waren, gleichen die strategischen Investoren, die mit gut gefüllten
Kassen im deutschen Mittelstand auf Einkaufstour sind, die
Zurückhaltung der Finanzinvestoren aus."

Unsichere Folgefinanzierungen machen alternative
Finanzierungsmodelle notwendig

"Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2008 werden Verkäufe, die
aus Finanzierungsnotwendigkeiten heraus erfolgen, zunehmen. Um
Liquiditätsengpässen vorzubeugen, werden einige Unternehmen die
Anlehnung an strategische Investoren suchen. Denn die ersten
Mezzanine-Programme werden bald auslaufen und die Folgefinanzierungen
sind durch die derzeitige restriktivere Kreditvergabe nicht für alle
Unternehmen und zumindest nicht zu den bisherigen Konditionen
gesichert", skizziert der M&A-Experte weitere Folgen der
internationalen Kreditkrise für die kommenden M&A-Aktivitäten.
"Mittelständische Unternehmen mit einer starken Eigenkapitalquote
dürften mit dieser Situation weniger Probleme haben."

Zunahme der Cross-Border-Deals im deutschen Mittelstand zu
erwarten

Neben der Unternehmensnachfolge wird die Zunahme von
Cross-Border-Deals im deutschen Mittelstand ein weiterer bestimmender
Faktor für das laufende Jahr sein. "Das Interesse aus Osteuropa,
China und Indien an der Übernahme von mittelständischen deutschen
Firmen ist weiter ungebrochen hoch. Hier können die sinkenden Preise
sogar das Geschäft noch weiter forcieren", gewinnt Bethge der
Finanzkrise sogar positive Seiten ab. Doch seiner Ansicht nach wird
sich das Geschäft in die umgekehrte Richtung ebenfalls besser
entwickeln. "Wir erwarten eine Zunahme der deutschen Aktivitäten vor
allem in Osteuropa." Gegenüber anderen Anrainerstaaten haben die
Deutschen hier noch ein großes Nachholpotenzial. "Die günstige
Euro-Entwicklung und die derzeit niedrigen Zentralbanksätze werden
besonders eigenkapitalstarken deutschen Mittelständlern den Weg ins
Ausland erleichtern und somit die Cross-Border-Aktivitäten auf einem
hohen Niveau halten", prognostiziert der Hamburger M&A-Experte.

Über Angermann M&A International GmbH

Mit mehr als 3.000 betreuten Mandaten aus über 50 Jahren
Geschäftstätigkeit ist die Angermann M&A International GmbH, Hamburg,
das älteste und erfahrenste deutsche Beratungsunternehmen für
Unternehmenskäufe und -verkäufe im gehobenen Mittelstand. Als
unabhängiger, mittelständischer Berater und exklusives Mitglied von
M&A International Inc. betreut Angermann grenzüberschreitend die
gesamte Bandbreite an Akquisitions- und Verkaufsstrategien.

Über M&A International Inc.

M&A International Inc. wurde 1985 gegründet und ist die weltweit
größte Organisation unabhängiger M&A-Beratungsunternehmen mit zurzeit
41 Mitgliedern in 39 Ländern und über 500 Professionals. Die
Mitgliedsfirmen beraten Kunden bei Unternehmenskäufen und -verkäufen,
Unternehmensgründungen, Verkauf von Unternehmensteilen sowie
Unternehmenszusammenschlüssen (Joint Ventures). Auf den gehobenen
Mittelstand spezialisiert, setzten die Mitgliedsfirmen der M&A
International Inc. im Jahr 2007 in über 380 Transaktionen mehr als 21
Mrd. US-Dollar um.

Hinweis: M&A International Inc. ist nicht zu verwechseln mit der
M&A International GmbH, Kronberg/Taunus, einem deutschen
M&A-Beratungsunternehmen, das nicht Mitglied von M&A International
Inc. ist. Bitte nennen Sie darum stets die vollständige Bezeichnung
einschließlich des Zusatzes Inc.

Originaltext: Angermann M&A International GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/69583
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_69583.rss2

Pressekontakt:
Samir Dikic
Northoff.Com Public Relations
Frankfurt/Main
Telefon: +49 (0)69 952977-00, Fax -10
E-Mail: angermann@northoff.com
 
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