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Kohlenhydrate sind für das Herz gefährlicher als Fett - Neues US-Buch behauptet: Fett ist besser als sein Ruf - - Deutsche Experten geben grünes Licht für Speck und Eier -

Geschrieben am 08.02.2008 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) -

- Querverweis: Ein Dokument liegt in der digitalen
Pressemappe zum Download vor und ist unter
http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -

Seit Jahrzehnten warnen Ernährungs-Experten vor tierischen Fetten
und behaupten, sie erhöhten das Risiko für Herzinfarkte. Doch das
Männer-Lifestylemagazins "Men's Health" (Ausgabe 3/2008, EVT
13.02.2008) räumt nun unter Berufung auf Experten mit dieser
"Fettlüge" auf. Anlass ist das neue, in den USA erschienene Buch
"Good calories, bad calories", in dem der angesehene
Wissenschaftsjournalist Gary Taubes im Detail aufführt, wie das Dogma
entstehen konnte, zu viel Fett sorge für Herzerkrankungen.
Tatsächlich wurde diese Behauptung niemals wissenschaftlich belegt,
sondern beruhte schlicht auf ungenügendem Datenmaterial.

Taubes hat außerdem alle Untersuchungen zusammen getragen, die
nahe legen, dass Kohlenhydrate viel gefährlicher für das
Herz-Kreislauf-System sein können als Fette. Wie zum Beispiel die
Studien des renommierten Professors Ronald Krauss von der University
of California in Berkely. So haben zu viel Kohlenhydrate auf die
Cholesterinwerte einen deutlich schlechteren Einfluss als die lange
so verteufelten gesättigten Fette. Demnach wären Speck und Eier zum
Frühstück für das Herz gesünder als Cornflakes. Dieser Freispruch für
die Fette ist zwar kein Freibrief für Völlerei. Doch die Erkenntnisse
der US-Wissenschaftler erlauben es, hochwertige Lebensmittel wie
Fleisch, Eier, Käse und Butter wieder ohne schlechtes Gewissen zu
genießen.

Die amerikanischen Studien werden auch von der deutschen
Diplom-Ökotrophologin Ulrike Gonder bestätigt. Die
Ernährungswissenschaftlerin hat in ihrem Buch "Fett" (Hirzel-Verlag)
viele Widersprüche und Lügen über den umstrittenen Nährstoff
zusammengetragen. In "Men's Health" spricht sie von einer "mehr als
40 Jahre dauernden Indoktrinierung" durch wissenschaftlich äußerst
fragwürdige Untersuchungen. Ein Blick auf die Geschichte der
"Fett-Lüge" gibt ihr ebenso Recht wie Taubes und Krauss. Im Jahr 1953
wurden die gesättigten Fette erstmals in den USA wissenschaftlich
angeklagt und für Herzerkrankungen verantwortlich gemacht. Doch die
damalige Analyse stützte sich nur auf den Vergleich von Fettverzehr
und Infarktsterblichkeit in 6 Ländern. Daten gab es aber aus 22
Ländern - und eine Auswertung all dieser Informationen hätte zu einem
ganz anderen Ergebnis geführt. So war etwa die Sterblichkeit durch
Herzerkrankungen in Finnland 24-mal höher als in Mexiko, obwohl sich
die beiden Länder hinsichtlich des Fettkonsums pro Kopf kaum
unterscheiden. Der Schluss, Fett sorge für Herzinfarkte, war und ist
also äußerst voreilig.

"Wenn ich heute lese, auf welch schwachen Füßen die
Fett-Herzinfarkt-Hypothese von Anfang an stand", sagt Ulrike Gonder,
"dann fühle ich mich regelrecht betrogen." Selbst die Deutsche
Gesellschaft für Ernährung (DGE) habe mittlerweile bestätigt, "dass
die Fette in der Vergangenheit viel zu schlecht bewertet worden
sind", betont die Expertin. "Weder gab es in der Vergangenheit noch
gibt es heute ausreichend Belege dafür, dass viel Fett und
insbesondere viele gesättigte Fettsäuren ein Risiko zum Beispiel für
das Herz-Kreislauf-System darstellen." Doch diese Erkenntnis werde
von der DGE "nicht deutlich gesagt", kritisiert die Ökotrophologin.

Der komplette Men's-Health-Artikel inklusive Interview mit Ulrike
Gonder steht zum Download im Presseportal bereit.

Originaltext: Men's Health
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32294
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32294.rss2

Pressekontakt:
Marco Krahl
Textchef/Men's Health
Tel: 040/853303-963
E-Mail: mkrahl@menshealth.de

Inhaltliche Fragen beantwortet Ihnen gerne die zuständige
Ernährungs-Redakteurin Kirsten Segler
Tel. 040/853303-926
E-Mail: ksegler@menshealth.de

Men's Health ist mit 38 Ausgaben in 44 Ländern und einer
Gesamtauflage von fast 4,5 Millionen Exemplaren das größte
Männer-Lifestylemagazin der Welt. Monatlich erreicht Men's Health
damit 21,2 Millionen Leser.
 
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