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Innovative Konzepte rücken den Filialvertrieb von Banken und Sparkassen wieder in den Fokus

Geschrieben am 05.02.2008 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Großbanken und Sparkassen verstärken ihre
Aktivitäten zur Unterstützung der persönlichen Kundenberatung. Damit
planen die Finanzinstitute in Deutschland kein weiteres Ausdünnen
ihres Filialnetzes. Die Zahl der Sparkassenfilialen wird in den
kommenden drei Jahren stabil bleiben, die Großbanken planen sogar
eine Erweiterung ihrer Standorte um rund zwei Prozent. Nur die
Genossenschaftsbanken erwarten eine marginale Konsolidierung im
Filialgeschäft. Sie rechnen bis 2010 mit rund fünf Prozent weniger
Geschäftsstellen als noch 2007. Das ergibt die Studie "Filialkonzepte
und Vertriebsqualifizierung im Retail Banking" von Steria Mummert
Consulting in Zusammenarbeit mit ibi research an der Universität
Regensburg.

Rund drei von vier der befragten Institute setzen auch in den
kommenden drei Jahren schwerpunktmäßig auf die traditionelle Filiale
mit Beratungspersonal. Der Grund: Der persönliche Kontakt zum Kunden
soll nicht verloren sondern tendenziell verstärkt werden. Die Zahl
der reinen Selbstbedienungsfilialen wird nur leicht zunehmen, von
heute 16,7 Prozent auf 17,4 Prozent in 2010. Die Banken, die hier
investieren, folgen damit dem Wunsch ihrer Kunden, auch stationäre
Bankgeschäfte, beispielsweise Bargeldeinzahlungen, rund um die Uhr am
Terminal abzuwickeln.

Allerdings zeichnet sich ein Trend ab, SB-Zonen so einzusetzen,
dass sie den persönlichen Zugang zum Kunden unterstützen und nicht
verhindern. Innerhalb der Geschäftstellen mobil positionierbare
Geldausgabe- oder Kontoauszugsautomaten gehören genauso dazu, wie
tief in die Beratungszonen integrierte SB-Zonen. Hier zeichnen sich
erste Tendenzen ab, von der oft als "Barriere" empfundenen
Selbstbedienungszone im Eingangsbereich abzurücken. Sie bietet den
Beratern der Bank nur wenig Gelegenheit, persönliche Kundenkontakte
zu knüpfen. Optimierungspotenzial besteht allerdings, die
Filialmitarbeiter von administrativen Tätigkeiten weiter zu
entlasten. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass die durch neue
Filialkonzepte entstehenden Chancen auch genutzt werden können.

Innovative Filialkonzepte, beispielsweise Shop-in-Shop-Filialen
oder mobile Geschäftsstellen, sind noch selten in der
Filiallandschaft zu finden. Nur wenige Vorreiter sind bereits heute
beispielsweise mit themen- oder zielgruppenbezogenen Filialformen
vertreten. Bisher liegt der Anteil innovativer Filialen bei 8,4
Prozent. Bis 2010 werden es 9,4 Prozent sein, so die befragten
Institute. Die Banken und Sparkassen, die schon heute auf derartige
Konzepte setzen, können allerdings künftig von ihrem
Know-how-Vorsprung gegenüber Wettbewerbern profitieren. Erste
Erfahrungen zeigen zudem, dass die Kunden innovativen Filialformaten
aufgeschlossen gegenüber stehen. Künftig wird es - ähnlich wie im
Einzelhandel - eine viel stärkere Streuung des Filialangebots von
Finanzdienstleistern in Deutschland geben. Die Entwicklung exotischer
Filialkonzepte bis hin zur Erlebnisfiliale mit Kinder- und
Schülerbetreuung, der "Fastfood-Filiale" mit einheitlich gekleideten
Mitarbeitern oder spezielle Zielgruppenfilialen für besonders
ertragreiche Kundengruppen steht allerdings erst am Anfang.

Hintergrundinformationen
Für die Studie "Filialkonzepte und Vertriebsqualifizierung im Retail
Banking" wurden 1.000 deutsche Banken aus allen drei Institutsgruppen
befragt. Auswahlkriterium war das Vorhandensein eines
Filialvertriebs. Der Befragungszeitraum erstreckte sich über drei
Monate von Mai bis Juli 2007.

Originaltext: Steria Mummert Consulting
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/50272
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_50272.rss2

Pressekontakt:
Jörg Forthmann
Faktenkontor GmbH
Telefon: (040) 227 03-7787
Fax: (040) 227 03-7961
Joerg.Forthmann@faktenkontor.de
 
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