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KfW und EIB unterzeichnen Risikopartnerschaft für den Mittelstand

Geschrieben am 04-02-2008

Frankfurt (ots) - Die KfW Bankengruppe und die Europäischen
Investitionsbank (EIB) haben in Frankfurt einen Rahmenvertrag über
eine Risikopartnerschaft bezogen auf das KfW Programm 'Kapital für
Arbeit und Investitionen' unterzeichnet. Mit dieser
Risikopartnerschaft übernimmt die EIB in den Jahren 2008 bis 2010
Risiken bis zu einem Gesamtbetrag von 100 Mio. EUR aus den unter
diesem KfW Programm ausgereichten Nachrangfinanzierungen.

"Unser mezzanines Finanzierungsangebot ist aufgrund der darin
enthaltenen eigenkapitalähnlichen Tranche gerade für mittelständische
Unternehmen von besonderer Bedeutung. Ich begrüße es sehr, dass sich
die EIB an diesem Programm beteiligt. Damit unterstützt sie den
Mittelstand der größten europäischen Volkswirtschaft, der für
Innovationen und Arbeitsplätze sorgt, und entsprechende
Finanzierungsangebote benötigt", erklärte Detlef Leinberger, Mitglied
des Vorstands der KfW Bankengruppe, anlässlich der Unterzeichnung des
Vertrags in Frankfurt.

Dr. Matthias Kollatz-Ahnen, Vizepräsident der EIB unterstrich:
"Unser Ziel, wie das der Europäischen Union, ist die Förderung von
Innovationen und Arbeitsplätzen in mittelständischen Unternehmen und
damit die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen
Wirtschaft. Dazu sind wir bereit, geeignete Finanzprodukte zu
entwickeln und auch höhere Risiken einzugehen. Mit Mezzaninkapital
schaffen wir einen Hebel insbesondere für mehr Arbeitsplätze. Und mit
diesem gemeinsamen Finanzierungsangebot setzen wir die Zusammenarbeit
der beiden Institutionen erfolgreich fort."

Das KfW Mittelstandsprogramm 'Kapital für Arbeit und
Investitionen' ist Teil der Produktfamilie 'Unternehmerkapital', die
sich mit einem speziellen Angebot an Nachrangfinanzierungen an
Gründer, Freiberufler und kleine und mittlere Unternehmen richtet.
Diese Nachrangfinanzierungen bündeln die Vorteile von Fremd- und
Eigenkapital: Unternehmer müssen keine Sicherheiten für diese
Darlehen stellen. Eine lange Laufzeit bei bis zu sieben
tilgungsfreien Anlaufjahren schont die Liquidität während der
Investitionsphase und hilft den Unternehmen, Gewinne zu thesaurieren
und so ihre Eigenkapitalausstattung zu erhöhen.

Der Programmbaustein 'Kapital für Arbeit und Investitionen' ist
auf etablierte Unternehmen zugeschnitten, die bereits seit mehr als 5
Jahren am Markt tätig sind. Finanziert werden mit diesem Programm
primär Investitionen in Deutschland, die zum nachhaltigen
wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen beitragen und mit denen
Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden. Darüber hinaus werden
entsprechende Investitionen deutscher Unternehmen im Ausland
gefördert.

Die Nachrangfinanzierung unter dem Programm KfAI ist an ein
klassisches Darlehen in gleicher Höhe gekoppelt, welches banküblich
besichert wird. Das maximale Finanzierungsvolumen eines solchen
Finanzierungspaketes beträgt 4 Mio. EUR pro Vorhaben. Das Programm
wird über Hausbanken vertrieben, die für das durchgeleitete
klassische Darlehen die Haftung übernehmen. Die KfW stellt die
Hausbanken hingegen von der Haftung für die unbesicherten
Nachrangfinanzierungen frei. Die Zinssätze richten sich nach der
Bonität der geförderten Unternehmen. Im Jahre 2007 wurden unter dem
Programm KfAI insgesamt 323 Mio. EUR zugesagt, davon entfielen 50%
auf unbesicherte Nachrangdarlehen.

EIB und KfW arbeiten seit Jahren in den Bereichen Mittelstand und
Umwelt zusammen. Beispielsweise wurde im letzten Jahr gemeinsam das
EIB-KfW CO2 Programm zum Kauf von Emissionsgutschriften aufgelegt.
Dieses Programm wird vom KfW-Klimaschutzfonds gemanaged. Ziel des
'EIB-KfW CO2-Programms' ist es insbesondere mittelständische
Unternehmen zu unterstützen, die verbindliche Ziele unter dem
Europäischen Emissionshandelssystem (EU ETS) zu erfüllen haben und
die Emissionsgutschriften benötigen um diese Ziele zu erfüllen.
Kleine und Mittelständische Unternehmen haben häufig keinen Zugang zu
Projekten, die diese Emissionsgutschriften generieren, sind aber an
deren direkten Kauf interessiert. Darüber hinaus beteiligt sich die
KfW an einer EIB-Initiative für einen Fonds, der Emissionsreduktionen
nach dem Auslaufen des Kyoto Protokolls nach dem Jahr 2012 kaufen
wird. Bei dem Aufsetzen des "EIB "Post 2012 Fund", hat die KfW einen
wichtigen Part übernommen.

Über die EIB: Die Europäische Investitionsbank hat als "Hausbank"
der Europäischen Union die Aufgabe, deren wirtschaftspolitische Ziele
durch die langfristige Finanzierung geeigneter Investitionsprojekte
zu unterstützen. Die Bilanzsumme der EIB beträgt über 300 Mrd. EUR,
ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten der EU. Deutschland
hält einen Anteil von 16,2 % am EIB-Kapital. Eine der
Finanzierungsprioritäten der EIB ist die Förderung von KMUs und ganz
besonders von innovativen Unternehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit
der europäischen Wirtschaft zu stärken. Im Jahr 2007 hat die EIB
Darlehen von insgesamt 47,8.Mrd. EUR vergeben, davon 41,4 Mrd. EUR in
den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Deutschland war mit
Darlehen von 6,5 Mrd. EUR zweitwichtigster Kreditnehmer, nach
Spanien.

Über die KfW: Die KfW Bankengruppe gibt weltweit Impulse für
Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie. Anteilseigner der
öffentlich-rechtlichen Förderbank sind der Bund (80 %) und die Länder
(20 %). Mit einer Bilanzsumme von 360 Mrd. EUR (per 31.12.2006) zählt
sie zu den großen Banken in Deutschland und übt ihren gesetzlichen
Förderauftrag in verschiedenen wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Bereichen aus.

Durch die Vergabe langfristiger, zinsgünstiger Darlehen
unterstützt die KfW Bankengruppe unter anderem den gewerblichen
Mittelstand und Existenzgründer; ferner fördert sie Innovationen
sowie den Markt für Beteiligungskapital. Sie setzt sich intensiv für
den Klima- und Umweltschutz und leistet durch vielfältige
Finanzierungsangebote einen wesentlichen Beitrag zur Förderung von
Investitionen und zur nachhaltigen Entwicklung im In- und Ausland.
Darüber hinaus fördert sie die private Wohnungswirtschaft sowie den
Ausbau der kommunalen Infrastruktur, und engagiert sich in der
Bildungsfinanzierung. Die KfW Bankengruppe ist ebenso in den
Bereichen Export- und Projektfinanzierung sowie Förderung von
Entwicklungs- und Transformationsländern tätig.

Für Rückfragen der Presse:

EIB - Paul Gerd Löser - Tel.: 030 59004790
Mail: loeser@eib.org

KfW - Nathalie Drücke - Tel.: 069 74312098
Mail: nathalie.druecke@kfw.de

Originaltext: KfW
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/41193
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_41193.rss2

Pressekontakt:
KfW,
Palmengartenstraße 5-9,
60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM)
Tel.: 069 7431-4400,
Fax: 069 7431-3266,
E-Mail: presse@kfw.de, Internet: www.kfw.de


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