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Angesichts der Ausgliederung von Philip Morris International sind alle Länder aufgefordert, unverzüglich die zur Verringerung des Tabakkonsums dringend erforderlichen Massnahmen zu ergreifen

Geschrieben am 30.01.2008 - [Nächster Artikel]

Washington (ots/PRNewswire) -

Matthew L. Myers, Präsident der "Kampagne gegen den Tabakkonsum
bei Kindern" (Campaign for Tobacco-Free Kids) gab heute folgende
Erklärung ab:

Die erwartete Ausgliederung von Philip Morris International als
eigenständiges Unternehmen und die raubzugartigen Pläne des
Unternehmens, weltweit eine noch grössere Vielfalt todbringender und
süchtig machender Produkte auf den Markt zu bringen, sollte weltweit
die Alarmglocken läuten lassen und alle Länder dazu bewegen, dringend
erprobte Massnahmen zur Verringerung des Tabakkonsums zu ergreifen
und somit Leben zu retten. Die Länder befinden sich in einem Wettlauf
gegen die Zeit, um der weltweiten Tabakepidemie Einhalt zu gebieten,
die ansonsten in diesem Jahrhundert weltweit eine Milliarde Menschen
töten wird. Philip Morris International und andere
Zigarettenhersteller gehen eiskalt vor, um für ihre todbringenden
Produkte insbesondere in den Entwicklungsländern neue Märkte zu
erobern und Neukunden zu gewinnen. Die Staaten müssen daher noch
schneller und offensiver handeln, um die Gesundheit ihrer Bürger zu
schützen.

Das Mutterunternehmen Altria wird voraussichtlich am Mittwoch den
genauen Zeitplan für die Ausgliederung von Philip Morris
International bekannt geben. Finanzanalysten sehen in der
Ausgliederung den Versuch, sich der wachsenden öffentlichen Kritik,
den gesetzlichen Einschränkungen und den Forderungen des öffentliche
Gesundheitswesen in den Vereinigten Staaten und anderen
Industrieländern, in denen der Anteil der Raucher zurückgeht, zu
entziehen, um sich aggressiv auf die Entwicklungsländer konzentrieren
zu können.

Besonders aufwühlend ist die Tatsache, dass Philip Morris
International, wie heute im The Wall Street Journal berichtet, die
Absicht hat, eine ganze Reihe neuer Tabakprodukte herauszubringen,
die speziell für bestimmte Länder und Märkte entwickelt wurden und in
einigen Fällen ganz bewusst darauf ausgerichtet sind, die Bemühungen
zur Verringerung des Tabakkonsums zu unterlaufen. So kann durch eine
neue Zigarette, die Rauchern einen schnelleren Nikotinkick
verschafft, das Gesetz zum rauchfreien Arbeitsplatz und zu
rauchfreien öffentlichen Räumen einfach umgangen werden. Des Weiteren
werden ausgefallene Packungen entwickelt, die nicht unter
Marketingbeschränkungen fallen. Angeblich beabsichtigt Philip Morris
International darüber hinaus auch, Produkte mit einem süsslicheren
Geschmack einzuführen, eine Taktik, die Unterlagen der Tabakindustrie
zufolge schon seit Langem eingesetzt wird, um den strengen
Tabakgeschmack zu überdecken und Tabakprodukte so für neue Kunden,
insbesondere Kinder, attraktiver zu machen. Marlboro Mix 9, eine vom
Unternehmen im letzten Jahr in Indonesien auf den Markt gebrachte
Zigarette, setzt Raucher Berichten zufolge einem höheren Anteil
giftiger Teerstoffe und süchtig machenden Nikotin aus.

Während Philip Morris International diese Massnahmen stolz als
Geschäftsentscheidungen preist, die den Gewinn unterm Strich erhöhen,
werden weltweit viele Länder und Familien, mit mehr Todesfällen und
steigenden Gesundheitskosten, einen hohen Preis dafür zahlen. Diese
Massnahmen erschüttern das Trugbild, das die Unternehmen Altria und
Philip Morris in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern
aufzubauen versuchen, indem sie sich als verantwortungsbewusste
Unternehmen darstellen.

Zum Schutz der Bürger vor den räuberischen Praktiken von Philip
Morris International und anderen Tabakunternehmen sollten alle Länder
die wissenschaftlich anerkannten Massnahmen, wie sie im
internationalen Vertrag zur Tabakkontrolle, dem Rahmenübereinkommen
der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs, gefordert werden, schnell
und wirkungsvoll umsetzen. Bis zum heutigen Tage wurde der Vertrag
von 152 Ländern ratifiziert. Folgende Massnahmen der Länder sind
darin vorgesehen:


- Erhöhung der Tabaksteuern
- Vollständiger Verbot von Tabakwerbung, verkaufsfördernden Massnahmen
und Tabaksponsoring sowie von irreführenden Bezeichnungen wie "leicht"
oder "niedriger Teergehalt"
- Gesetzlich vorgeschriebene grosse, explizite Gesundheitswarnungen auf
Tabakprodukten
- Verabschiedung von Gesetzen, die 100 Prozent rauchfreie Arbeitsplätze
und öffentliche Räume vorsehen und alle Nichtraucher vor den Gefahren
des Passivrauchens schützen.
- Finanzierung und Durchführung wirksamer öffentlicher Aufklärungs- und


Entzugsprogramme

Die aggressive Erschliessung neuer Märkte und Werbung um Neukunden
durch Philip Morris International und andere Tabakunternehmen ist der
Hauptgrund, warum die Tabakepidemie sich weltweit, insbesondere in
den Entwicklungsländern, explosionsartig ausbreitet. In diesem Jahr
werden fünf Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums
sterben. Diese Zahl wird sich in den kommenden Jahrzehnten
voraussichtlich verdoppeln, wobei über 70 Prozent der Todesfälle auf
Entwicklungsländer entfallen. Wenn der Tabakkonsum Erwachsener jedoch
weltweit um 50 Prozent reduziert wird, könnten in den kommenden 50
Jahren weltweit über 300 Millionen sinnlose Todesfälle vermieden
werden. Die Ausgliederung von Philip Morris International ist eine
Mahnung an alle Länder, jetzt zu handeln.

Originaltext: Campaign for Tobacco-Free Kids
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/69382
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_69382.rss2

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Joel Spivak von der Campaign for Tobacco-Free Kids, Tel.:
+1-202-296-5469
 
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