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Behinderte Kinder: Frauen tragen die größte Last

Geschrieben am 30.01.2008 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Mehr als 150.000 Kinder und Jugendliche in
Deutschland sind schwerbehindert. Davon erlitten zwei Drittel eine
Behinderung aufgrund von Unfällen oder Erkrankungen. Besonders häufig
auftretende Krankheiten sind dabei Stoffwechselbeeinträchtigungen
sowie Seh-, Sprach- und Hörstörungen. Ein unbeschwertes Kinderleben
ist mit Erkrankungen wie diesen kaum mehr möglich. Dies gilt vor
allem für die 60.000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, die auf
eine ganztägige Pflege angewiesen sind.

Die Belastungen durch die Pflege der Kinder haben dabei fast
ausschließlich Frauen zu tragen. So werden 98 Prozent der
pflegebedürftigen Kinder und Jugendlichen zu Hause von ihren Müttern
versorgt. Der Aufwand ist beträchtlich: Fast 60 Prozent der
behinderten Kinder unter 15 Jahren sind auf eine dauerhafte
Versorgung angewiesen. Körperpflege, Ernährung sowie Hilfe bei
alltäglichen Verrichtungen lassen den Pflegenden kaum Zeit für andere
Aufgaben. Die zeitliche Mehrbelastung zieht zudem psychologische,
finanzielle und soziale Risiken für die Frauen nach sich. Zu diesen
Ergebnissen kommt die "Risikoanalyse Kinderinvalidität" vom Deutschen
Ring.

Die Konsequenzen, die sich aus der häuslichen Pflege für Mütter
ergeben, sind weitreichend. Familienangehörige, die als
Dauerpflegekraft tätig sind, bekommen nur ein relativ geringes
Pflegegeld. Je nach Aufwand beträgt dieses zwischen 205 und 665 Euro
im Monat. Die Aufgabe der Berufstätigkeit können diese Beträge nicht
nennenswert abfedern. Zudem ist es kompliziert, das Pflegegeld zu
beantragen. So müssen Eltern den Nachweis erbringen, dass der
Pflegeaufwand deutlich über dem normalen Hilfebedarf eines Kindes
liegt.

Durch die weitreichende Umstellung der eigenen Lebensplanung gehen
nicht nur die Einnahmen und Sozialversicherungsansprüche der Frauen
zurück, sondern auch die sozialen Kontakte und damit das
Selbstwertgefühl. Zudem droht den pflegenden Müttern ein erhöhtes
Altersarmutsrisiko. Zwar erhalten pflegende Personen einen
Rentenanspruch. Die Rentenhöhe hängt jedoch von Pflegestufe und
Betreuungsstunden ab, so dass sich derzeit für ein Jahr Pflege, eine
monatliche Rente von maximal knapp 21 Euro ergibt. Eine private
Altersvorsorge aufzubauen, ist demnach für pflegende Personen noch
dringlicher als für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

Geld allein wiegt die fürsorgliche Pflege behinderter Kinder
niemals auf, hilft jedoch der gesamten Familie, das Leben einfacher
zu meistern. Eine gute Kinderinvaliditätsversicherung kompensiert den
mit der Betreuung häufig verbundenen Verdienstausfall eines
Elternteils bzw. später die eingeschränkte Berufsfähigkeit der
Kinder. Der JuniorSchutz PLUS des Deutschen Ring hilft Kindern und
Eltern die finanziellen Folgen einer Invalidität aufzufangen. Bei
Eintritt einer Schwerbehinderung (bereits ab einem Grad der
Behinderung von 50) infolge eines Unfalls oder einer Krankheit
erhalten die Betroffenen eine lebenslange monatliche Rente. Der
Schutz greift auch bei den Folgen einer angeborenen Krankheit. Kinder
können ab der sechsten Woche nach der Geburt versichert werden. Das
dritte Kind und alle weiteren werden beitragsfrei mitversichert.
Zwischen dem 15. und dem 24. Lebensjahr ist der Wechsel in eine
Berufsunfähigkeitsversicherung möglich - ohne erneute
Gesundheitsprüfung.

Originaltext: Deutscher Ring
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/38541
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_38541.rss2

Pressekontakt:
Deutscher Ring
Kirstin Zeidler - Pressesprecherin
Tel.: 040 3599-2737
Fax : 040 3599-2297
Email: Presse@DeutscherRing.de
 
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