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Neuregelung des EU-Geldverkehrs: Kleine Unternehmen unvorbereitet

Geschrieben am 29.01.2008 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Am 28. Januar 2008 ist der Startschuss für die so
genannte Single Euro Payments Area (SEPA) gefallen, den einheitlichen
Euro-Zahlungsverkehrsraum. Knapp jedes zweite Unternehmen in
Deutschland weiß allerdings kaum etwas über die Auswirkungen durch
SEPA. Diese Betriebe wissen beispielsweise nicht, dass sie durch die
Nutzung von SEPA-Lastschriften oder -Überweisungen weniger Konten
führen und damit Kosten sparen können. Bei kleinen Betrieben mit
einem Jahresumsatz bis zwei Millionen Euro ist die Informationslücke
besonders groß: 78 Prozent von ihnen haben noch nie etwas von SEPA
und den Neuerungen im EU-Geldverkehr gehört. Großunternehmen mit mehr
als 50 Millionen Jahresumsatz sind dagegen deutlich besser
vorbereitet. Von ihnen haben 48 Prozent relativ genaue Vorstellungen,
was SEPA für das eigene Unternehmen bedeutet. Weitere 41 Prozent
haben zumindest ein vages Verständnis vom einheitlichen
Zahlungsverkehrsraum in Europa. Dies ergibt die Studie "Elektronic
Banking 2007" des Instituts ibi research der Universität Regensburg
im Auftrag des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG.

Ähnlich gering ist der Kenntnisstand über den internetbasierten
Kommunikationsstandard EBICS. Nur sechs Prozent der befragten
Unternehmen haben genaue Vorstellungen, wie EBICS den elektronischen
Zahlungsverkehr vereinfacht. Auch hier wissen große Unternehmen
besser Bescheid als kleine. 63 Prozent von ihnen haben sich zumindest
ein Basiswissen angeeignet. Von den kleinen Firmenkunden sind nur 33
Prozent ungefähr im Bilde, was ihnen EBICS bringt. Mit dem
webbasierten Standard können Firmenkunden künftig Informationen und
Transaktionen noch komfortabler und schneller an ihre Bank
übermitteln. Beispielsweise sind sie in der Lage, Aufträge von
unterwegs aus freizugeben. Zudem ist die Datenübertragung nicht mehr
an die Nutzung eines ISDN-Anschlusses gebunden, sodass Unternehmen
auch schnellere Internetverbindungen nutzen können.

Informationsquelle Nummer eins für Firmenkunden zu den Themen SEPA
und EBICS ist die Hausbank - zumindest für die Konzerne. 83 Prozent
der Großfirmen, die sich bereits über SEPA informiert haben, wenden
sich an ihren Firmenkundenbetreuer. Von den kleinen Betrieben sind es
nur 44 Prozent. Sieben von zehn der befragten Kleinbetriebe beziehen
die Informationen dagegen vorzugsweise aus Presseartikeln oder dem
Internet.

Viele kleine und mittlere Unternehmen sind offenbar der
Auffassung, SEPA und EBICS sei für sie nicht relevant; deshalb ist
der Informationsbedarf gering. Allerdings werden beide
Electronic-Banking-Neuerungen langfristig alle Unternehmen betreffen.
Zudem sind viele kleine Unternehmen heute schon europaweit tätig und
können damit von SEPA profitieren, wenn sie sich rechtzeitig auf die
Nutzung der neuen SEPA-Verfahren einstellen. Vorteile sind unter
anderem kürzere Laufzeiten bei Auslandsüberweisungen, geringere
Kosten für den Auslandszahlungsverkehr, ein geringerer Aufwand für
die Erteilung von Zahlungsaufträgen innerhalb Europas sowie der
Einzug von Lastschriften aus dem europäischen Ausland.

Ein Grafik mit der Bildunterschrift "Nur jeder zwanzigste
Kleinunternehmer weiß über SEPA genau Bescheid" ist erhältlich bei
andreas.gutjahr@faktenkontor.de

Hintergrundinformationen
Die Studie "Elektronic Banking 2007" gibt einen Überblick zum
Informationsstand und die zukünftigen Planungen der Firmenkunden in
Bezug auf SEPA und EBICS. Zudem beleuchtet sie die Anforderungen an
Kundensysteme, Auftragsarten und Bankdienstleistungen im Electronic
Banking. Insgesamt beteiligten sich 304 Firmenkunden an der Studie.
Banken, Sparkassen, Rechenzentren und Softwarehäusern soll sie eine
fundierte Entscheidungsgrundlage für ihre zukünftige Ausrichtung
bieten.

PPI Aktiengesellschaft
Die PPI Aktiengesellschaft ist seit über 20 Jahren an den Standorten
Hamburg, Kiel und Frankfurt erfolgreich für die Finanzbranche tätig.
2006 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 200 Mitarbeitern über
26 Millionen Euro Umsatz in den drei Geschäftsfeldern Consulting,
Software Factory und Electronic-Banking-Produkte. Im E-Banking liegt
der Schwerpunkt auf sicheren und wirtschaftlichen Standardprodukten
für die Kommunikation zwischen Firmenkunden beziehungsweise
Privatkunden und ihrer Bank. In der Software-Entwicklung stellt PPI
durch professionelle und verlässliche Vorgehensweise eine hohe
Qualität der Ergebnisse und absolute Budgettreue sicher. Das
Consulting-Angebot erstreckt sich von der strategischen über die
bankfachliche bis zur IT-Beratung.

Originaltext: PPI AG Informationstechnologie
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65143
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65143.rss2

Pressekontakt:
Andreas Gutjahr
Faktenkontor GmbH
Tel: +49 (0)40 22703-5470
Fax: +49 (0)40 22703-1470
E -Mail: andreas.gutjahr@faktenkontor.de
 
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