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Private Radios treiben Radiodigitalisierung voran / VPRT fordert zeitnah Endgerätegipfel und Bedarfsanmeldung der digitalen Radiofrequenzen

Geschrieben am 29.01.2008 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Damit der knappe Zeitplan für den geplanten Start
des digitalen Radios in 2009 gehalten werden kann, hat der
VPRT-Vizepräsident und Vorsitzende des Fachbereiches Radio und
Audiodienste im VPRT, Hans-Dieter Hillmoth, im Rahmen eines
Gespräches mit dem Verband der deutschen Automobilindustrie auf einen
zeitnahen 'Endgerätegipfel' gedrängt. "Es wäre fatal", so Hillmoth'
"wenn wir in 2009 bundesweit mit drei Multiplexen und einer Vielzahl
digitaler Radioangebote starten, und es gäbe keine technisch und
preislich passenden Endgeräte. Es ist wichtig, mit der
Endgeräteindustrie gemeinsam die Anforderungen an die Geräte zu
klären." Genauso wichtig sei, dass die Länder bald den Frequenzbedarf
bei der Bundesnetzagentur anmelden und die Bedarfsanmeldung hierzu
unter allen Beteiligten abstimmen.

Der Start des digitalen Radios in einem sog. 'Big Bang' und in
einem modernen Standard (MPEG-4-AAC+) war mit der ARD, den
Landesmedienanstalten und den Ländern schon im Frühherbst 2007
vereinbart worden. Strittig blieb, ob der neue Standard DAB+ oder
DMB-Radio (die audiovisuelle Weiterentwicklung von DAB+) sein soll
und vor allem blieb offen, wann die Ausstrahlung des 'alten' DAB
(MPEG-1 Audio Layer II) eingestellt werden sollte. Der VPRT setzt
sich für eine schnellstmögliche Einstellung des alten DAB ein, da die
derzeit über den Handel vertriebenen DAB-Geräte nicht in der Lage
sein werden, den weiterentwickelten DAB+ oder DMB-Radio-Standard zu
empfangen. "Es wird die betroffenen Verbraucher sehr verärgern, wenn
sie in nur ca.1 1/2 Jahren erfahren, dass ihr schickes digitales
Gerät für die Radiozukunft gar nicht geeignet ist", so Hillmoth, "und
Geräte, die über die Software an die neuen Standards angepasst
werden, gibt es derzeit nicht."

In dem Zusammenhang stellte der VPRT-Vizepräsident klar, dass die
Vorwürfe, der VPRT blockiere durch Nichtunterzeichnung der sog.
'Mainzer Erklärung' die Radiodigitalisierung, unhaltbar und absurd
seien. Die 'Mainzer Erklärung' habe vornehmlich das Ziel gehabt, bei
der KEF mehr Gelder für die digitalen ARD-Hörfunkprogramme
herauszuschlagen und dafür sei der VPRT nun wirklich nicht zuständig.
Im Gegenteil: der VPRT fordere, dass zunächst konkret festgelegt
werde, welche Art und wie viele Programme die ARD digital anbieten
darf, bevor 'ins Blaue' zusätzliche Gebührengelder oder pauschal
Frequenzen zugestanden würden. Zudem verfügten die Anstalten im
Gegensatz zu den privaten Radiounternehmen - insbesondere nach der
aktuell zu erwartenden Gebührenerhöhung - über mehr als ausreichende
finanzielle Mittel, um den Start des digitalen Radios zu finanzieren.
'Es verwundert sehr,' so Hillmoth abschließend, 'dass sich gerade die
von der Übermacht der ARD besonders betroffenen kleineren privaten
Hörfunksender der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) so
aktiv für die ARD-Gebührenerhöhung aussprechen, anstatt sich um die
eigene Überlebensfähigkeit in der digitalen Welt zu sorgen.'

Originaltext: Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6895
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6895.rss2

Pressekontakt:
Pressesprecher
Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH,
Tel.: 030/39880-101,
Email: schultz@schultz-kommunikation.de
 
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