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Accenture-Studie: Deutsche Unternehmen schöpfen das Geschäftspotenzial ihrer Informationstechnologie nicht aus

Geschrieben am 29.01.2008 - [Nächster Artikel]

Kronberg im Taunus (ots) -

IT-Verantwortliche sitzen in der Kostenfalle. Dabei müssten sie in
neue Technologien und Anwendungen investieren

Deutsche Unternehmen arbeiten mit zum Teil deutlich älteren
IT-Anwendungen als ihre europäischen Nachbarn. Ihre Kundenservice-,
Buchhaltungs- und anderen Programme sind durchschnittlich sieben, die
ihrer europäischen Nachbarn im Durchschnitt dagegen fünfeinhalb Jahre
alt. Trotz des höheren Alters der Applikationen erzielen
IT-Verantwortliche hierzulande damit verhältnismäßig gute Leistungen,
bleiben aber hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das zeigt die
aktuelle "High Performance IT"-Studie des Managementberatungs-,
Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.

Zum Beispiel bearbeiten deutsche Firmen bereits vergleichsweise
viele Interaktionen mit Kunden wie Buchungs- und Zahlungsvorgänge
automatisiert und online (23 Prozent). Es könnten jedoch fast doppelt
so viele sein (45 Prozent), sagen die IT-Verantwortlichen. Die
hinsichtlich Wachstum und Gewinn weltweit erfolgreichsten
Unternehmen, so genannte "High Performer", haben bereits 53 Prozent
ihrer Kundeninteraktionen automatisiert. In Italien sind es 16
Prozent, in Spanien 20 Prozent, in Frankreich 22 Prozent. Ein Grund
für das ungenutzte Potenzial in deutschen Unternehmen: Noch immer
betrachten viele Firmen ihre IT in erster Linie als Kostenfaktor und
beurteilen auch IT-Investitionen danach.

"Viele Unternehmen messen ihre IT-Verantwortlichen noch immer
nicht an deren Beitrag zur Produktivität und Innovationskraft. Damit
bleiben sie hinter den Möglichkeiten zurück, die IT ihnen bietet, um
ihr Geschäft erfolgreicher zu machen", beschreibt Toennies von Donop,
Leiter System Integration & Technology bei Accenture, das Dilemma der
Chief IT Executives (CIOs).

Deutsche CIOs: Eher Kostenverwalter als strategische Investoren

Weitere Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass viele
Unternehmen ihre IT-Verantwortlichen noch nicht als Geschäftspartner
akzeptieren. In nur 23 Prozent der deutschen Unternehmen setzt der
CIO selbst sein jährliches IT-Budget fest, jedoch bei 62 Prozent der
"High Performance"-Unternehmen. Vier von fünf deutschen
IT-Verantwortlichen (81 Prozent) bleibt es dann überlassen, über die
Finanzierung von IT-Vorhaben auf Projektebene zu entscheiden, in
erster Linie unter budgetären und weniger unter
Geschäftsgesichtspunkten. In Deutschland fällen nur sieben Prozent
der betroffenen Geschäftsbereiche Entscheidungen über IT-Projekte
selbst. Bei den weltweit erfolgreichsten Unternehmen beträgt der
Anteil dagegen 31 Prozent.

Neue Messgrößen für IT-Leistung erforderlich

"Damit die IT die Geschäftsziele unterstützen und vorantreiben
kann, müssen neue Kriterien her, um ihren Beitrag zum Erfolg zu
messen", so Toennies von Donop. "Heute werden IT-Verantwortliche
häufig danach bewertet, ob sie Betriebskosten eingespart haben und
wie verfügbar die Server waren. Eine viel wichtigere Größe wäre zum
Beispiel, wie viele Kunden mehr pro Stunde eine Transaktion
durchführen konnten oder ob der Service ein Kundenproblem schneller
als vorher löst."

Konsequenzen für die IT-Agenda

Ein besonderes Augenmerk sollten Unternehmen auf Anwender von IT
richten. "Den Takt in Sachen Technologie-Erlebnis geben
Internetunternehmen, Unterhaltungselektronik- und auf den
Endverbraucher fokussierte Computer-Hersteller vor", kommentiert
Toennies von Donop. "Viele Unternehmen hinken der Entwicklung
hinterher. Mitarbeiter sind zunehmend frustriert von der Technologie,
die sie am Arbeitsplatz erleben, weil sie zuhause auf einem deutlich
neuern Stand sind. Kunden drohen sich abzuwenden, wenn ihnen ein
Unternehmen nicht die Funktionalität wie zum Beispiel
Echtzeitbearbeitung bietet, die sie von anderer Stelle gewohnt sind."

Die Studie zeigt außerdem, dass IT kundenorientierter werden muss,
wenn sie messbar zur Leistung des Unternehmens beitragen soll.
Während bei "High Performern" ein Viertel der Schnittstellen von
Informationssystemen auf den Kunden ausgerichtet sind, sind es in
Deutschland 21 Prozent (Europa: 17 Prozent). Deutsche CIOs haben den
Handlungsbedarf erkannt, jeder zweite will dem Einrichten von
Echtzeitschnittstellen zum Kunden höhere Priorität einräumen (55
Prozent). Außerdem investieren mit 33 Prozent hierzulande
überdurchschnittlich viele Firmen in IT-Anwendungen, die sich auf die
Kunden konzentrieren (Europa: 28 Prozent).

Beim Einsatz neuer Technologien haben die deutschen Unternehmen
noch ein Stück Arbeit vor sich. Nur 32 Prozent setzen bislang mobile
Applikationen in wichtigen Geschäftsbereichen ein, dagegen 85 Prozent
der "High Performer". Auf Rich Media Internet setzen nur sieben
Prozent (High Performer: 42 Prozent), auf Business Intelligence 30
Prozent (High Performer: 69 Prozent), auf Software-as-a-Service drei
Prozent (High Performer: sechs Prozent), auf Wikis sieben Prozent
(High Performer: 25 Prozent). Dabei sind die neuen Technologien
günstiger und passen oft besser zu den Anforderungen des Geschäfts.

Beim Thema serviceorientierte Architekturen (SOA) stehen deutsche
Unternehmen an vorderster Front. 43 Prozent ihrer Anwendungen nutzen
bereits SOA (Europa: 28 Prozent, High Performer: 38 Prozent). 56
Prozent der Unternehmen planen, 2008 eine SOA einzuführen (Europa: 49
Prozent, High Performer: 60 Prozent).

Über die Studie

Für die Studie "High Performance IT" befragte Accenture
branchenübergreifend 260 IT-Verantwortliche von Unternehmen in
Nordamerika (25 Prozent), Europa (53 Prozent) und Asien-Pazifik (22
Prozent).

Über Accenture

Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-,
Technologie- und Outsourcing-Dienstleister. Mit dem Ziel,
Innovationen umzusetzen, hilft das Unternehmen seinen Kunden durch
die gemeinsame Arbeit leistungsfähiger zu werden. Umfangreiches
Branchenwissen, Geschäftsprozess-Know-how, internationale Teams und
hohe Umsetzungskompetenz versetzen Accenture in die Lage, die
richtigen Mitarbeiter, Fähigkeiten und Technologien bereit zu
stellen, um so die Leistung seiner Kunden zu verbessern. Mit rund
175.000 Mitarbeitern in 49 Ländern erwirtschaftete das Unternehmen im
vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2007) einen Nettoumsatz von
19,7 Milliarden US-Dollar. Die Internet-Adresse lautet
www.accenture.de.

Originaltext: Accenture GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/39565
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_39565.rss2

Pressekontakt:
Accenture
Campus Kronberg 1
61476 Kronberg im Taunus
Jens Derksen
Tel.: (06173) 94 61 393
E-Mail: jens.derksen@accenture.com
 
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