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Höchstes Niveau an politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit seit zehn Jahren

Geschrieben am 23.01.2008 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) -

- Weltwirtschaftsforum veröffentlicht Risikobericht Global Risks
2008 anlässlich des Jahrestreffens in Davos

- Risikoberater Marsh unterstützt den Bericht durch seine
Expertise in der Identifikation und Bewältigung von Risiken

Der jährlich erscheinende Bericht Global Risks ist in
Zusammenarbeit mit der Citigroup, Marsh & McLennan Companies (MMC),
Swiss Re, dem Wharton School Risk Center und Zurich Financial
Services entstanden. Er hebt wichtige Risikobereiche hervor, auf die
sich Verantwortliche aus Wirtschaft und Politik beim Jahrestreffen
des Weltwirtschaftsforums, das Ende Januar in Davos stattfindet, in
ihren Gesprächen konzentrieren werden.

"Als weltweit führendes Unternehmen im Bereich des Risiko- und
Versiche-rungsmanagements ist MMC mit seiner Risikoexpertise ein
langjähriger Partner des Weltwirtschaftsforums. Unsere Tochterfirmen
Marsh und Oliver Wyman identifizieren zusammen mit ihren Kunden
frühzeitig strategische und operative Risiken, um diesen
entgegenzuwirken oder sie durch strate-gische Überlegungen in
Wachstum umzusetzen", sagt Sven A. Kado, Chairman von MMC
Deutschland, beim Jahrestreffen in Davos.

Der Bericht Global Risks 2008 konzentriert sich auf vier Themen,
die sich in den nächsten zehn Jahren auf Weltwirtschaft und
Gesellschaft auswirken werden:

- Finanzrisiko

Das Ausmaß und die Natur der Finanzkrise von 2007/2008 hat
grund-legende Fragen bezüglich der verwundbaren Punkte der
Finanzmärkte aufgeworfen. 2008 ist eine US-Rezession möglich, und
Wissenschaftler sind uneins in der Frage, ob ein konsumgesteuertes
Wachstum in Asien die globale Weltwirtschaft ausreichend
stabilisieren kann. In Europa ist der Finanzsektor Großbritanniens
aufgrund seiner prominenten Stellung verwundbar, und große
Leistungsbilanzdefizite in einigen Ländern Mittel- und Osteuropas
können sich 2008 als zunehmend unhaltbar erweisen.

Die Veränderungen auf den Finanzmärkten in den vergangenen 20
Jahren führten zu einer Dezentralisierung der Risikoverantwortung und
zu größeren Möglichkeiten für die Übertragung von Risiken zwischen
einzelnen Firmen und Märkten - und dies wiederum macht effektives
Risikomanagement umso unerlässlicher. Unter normalen Marktbedingungen
hat das Finanzsystem seine Fähigkeit zur Risikoübernahme und
-verteilung verbessert und ist stabiler geworden. Aber zur Minderung
der Auswirkungen der Finanzkrise, die wir 2007 beobachtet haben,
fordert der Bericht verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem
öffentlichen und privaten Sektor.

- Lebensmittelsicherheit

2007 erreichten die Preise für viele Hauptnahrungsmittel
Rekordhöhen, und die weltweiten Lebensmittelreserven befinden sich
auf einem 25-Jahrestief. Somit ist das weltweite Lebensmittelangebot
anfällig für eine internationale Krise oder eine Naturkatastrophe -
in einigen Fällen führte dies 2007 zu politischer Instabilität und
Unruhen. Mit Blick auf die Zukunft geht Global Risks 2008 davon aus,
dass sich die Antriebskräfte der globalen Lebensmittelunsicherheit -
Bevölkerungswachstum, Ver-änderungen des Lebensstils, Einsatz von
Feldfrüchten zur Herstellung von Biotreibstoffen, Klimawandel - in
den kommenden zehn Jahren noch verschärfen werden. Die Welt muss sich
auf eine potenzielle langfristige Trendumkehr der Lebensmittelpreise
einstellen und sich komplexen Herausforderungen für eine globale
Gerechtigkeit stellen.

- Anfälligkeit der Lieferkette

Verbesserungen bei Technologie und globaler Logistik sowie
niedrigere Handelsbarrieren haben in den vergangenen 20 Jahren zu
einer historischen Ausweitung des internationalen Handels geführt.
Diese Verbesserungen haben im Allgemeinen ein Mehr an Effizienz und
globalem Wohlstand mit sich gebracht. Allerdings kann eine
Optimierung der Lieferketten auch Störungsanfälligkeiten und
Risikokonzentrationen zur Folge haben. Darüber hinaus werden diese
oft nicht in vollem Umfang verstanden. Zwar können Lieferketten das
Risiko auf viele Parteien aufteilen, aber sie können die Risiken auch
vergrößern.

Alle Unternehmen und Regierungen, die von externen Zulieferern
abhängen, sind von Störungen ihrer Lieferkette bedroht, und die
Schaffung einer neuen Risikokultur in diesem Bereich sowie ein
internationales Herangehen an das Management von Lieferkettenrisiken
im privaten und öffentlichen Sektor sind die ersten wichtigen
Schritte hin zu einer allgemeinen Risikominderung.

- Energie

Die Verfügbarkeit von Energieressourcen ist der entscheidende
Schlüsselfaktor für die Weltwirtschaft, aber es wird zunehmend
schwieriger, ein sicheres und nachhaltiges Angebot zu garantieren,
das dabei auch noch im Einklang mit den globalen Verpflichtungen
einer Senkung der Emission von Treibhausgasen steht. Da
prognostiziert wird, dass die Nachfrage nach Öl bis 2030 um 37
Prozent gegenüber dem heutigen Stand steigen wird, sieht der Bericht
kaum Spielraum für sinkende Energiepreise in den nächsten zehn
Jahren. Dies mögen gute Nachrichten für Öl- und Gaserzeuger sein, es
schafft aber auch ein Ungleichgewicht zwischen denjenigen, die das
Risiko tragen, und denen, die den Nutzen daraus ziehen. Diesem
Ungleichgewicht sollte durch einen besseren Dialog auf allen Ebenen
begegnet werden.

Der Bericht Global Risks 2008 legt einen Grundsatzkatalog für das
Management von Länderrisiken fest. Ein internationales Forum von
Länderrisikobeauftragten (Country Risk Officers) könnte unter
Umständen deutlich besser in der Lage sein, Informationen über
naturgemäß grenzüberschreitende globale Risiken auszutauschen, aber
auch zu einer besseren Sensibilisierung für und Reaktion auf Risiken
führen.

Originaltext: Marsh GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/16703
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_16703.rss2

Pressekontakt:
Katja Kamphans, Leiterin Marketing & Unternehmenskommunikation
Marsh GmbH, Lyoner Straße 36, 60528 Frankfurt
Telefon: (0 69) 66 76-624, Telefax: (0 69) 66 76-625
katja.kamphans@marsh.com, www.marsh.de

Pamela Rüdiger, Pressereferentin
Marsh GmbH, Lyoner Straße 36, 60528 Frankfurt
Telefon: (0 69) 66 76-620, Telefax: (0 69) 66 76-625
pamela.ruediger@marsh.com, www.marsh.de
 
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