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Südwest Presse: Kommentar zur Börse
Geschrieben am 21.01.2008 - [Nächster Artikel] |
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Ulm (ots) - Über den massiven Kursrutsch an den Weltbörsen gestern und in den vergangenen Tagen sollte sich niemand ernsthaft wundern. Er hatte sich angekündigt, weil die Angst vor einer Rezession in den USA schon seit einigen Wochen gehandelt und befürchtet wird. Und eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung ist nun einmal Gift für die Unternehmen, deren Geschäfte, ihre Gewinne und schließlich für ihre Börsenkurse. Der starke Einbruch der Aktienmärkte wurde vor allem auch provoziert durch die Halbwahrheiten, die Banken und Versicherungen in Zusammenhang mit der Immobilienkrise in den USA von sich geben. Deren Ausmaß ist ganz offensichtlich größer und weit dramatischer als bislang zugegeben wurde. Wenn Geldhäuser zunächst gebetsmühlenartig verbreiten, dass sie nicht betroffen sind, um dann kleinlaut einzugestehen, dass sie Hunderte von Millionen oder gar Milliardenbeträge versenkt haben, dann ist das Vertrauen der Anleger massiv erschüttert. Wer soll wem noch was glauben? Angesichts dieser Informationspolitik wird die Krise an den Finanzmärkten noch so lange anhalten, bis alle Bilanzen auf dem Tisch liegen und sich nicht mehr leugnen lässt, was vermutet, aber doch abgestritten wird. Kleinanleger sollten sich von dieser Hektik nicht anstecken lassen und Nerven bewahren. Denn wer jetzt noch die Flucht ergreifen will, ist ohnehin zu spät dran.
Originaltext: Südwest Presse Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59110 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59110.rss2
Pressekontakt: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218
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