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Neue DIHK-Umfrage: Engpässe auf dem Bauarbeitsmarkt

Geschrieben am 10.01.2008 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Jedes vierte Bauunternehmen klagt über Probleme bei
der Besetzung offener Stellen - Insbesondere Großunternehmen
betroffen - Unternehmen wollen mit verstärkter Aus- und Weiterbildung
reagieren

"Jedes vierte Bauunternehmen hat inzwischen Schwierigkeiten,
geeignetes Personal zu finden." Mit diesen Worten kommentierte heute
in Berlin der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie
Prof. Dr. Hans-Peter Keitel im Rahmen seiner
Jahresauftaktpressekonferenz die Situation auf dem deutschen
Bauarbeitmarkt. Im Zuge der baukonjunkturellen Belebung fehle es vor
allem größeren Unternehmen an Bauingenieuren, aber auch an
qualifizierten Baufacharbeitern. Keitel: "Der Mangel an
qualifiziertem Personal droht auch in der deutschen Bauwirtschaft zur
Wachstumsbremse zu werden. Aufträge können nun einmal nicht
ausgeführt werden, wenn es am Wichtigsten fehlt: Dem Humankapital. "

Die Einschätzung des Hauptverbandspräsidenten wird von einer
Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)
gestützt. Danach gaben 27 % der im Herbst des letzten Jahres
befragten Bauunternehmen an, offene Stellen nicht besetzen zu können.
In der Vorumfrage vom Herbst 2005 hatten nur 14 % der Befragten einen
Fachkräftemangel gemeldet. Keitel: "Am stärksten betroffen sind die
Bauunternehmen im Süden Deutschlands. Aufgrund der
überdurchschnittlich guten Baukonjunktur ist der Bauarbeitsmarkt in
dieser Region fast leergefegt." Entsprechend hoch ist im Süden der
Anteil der betroffenen Unternehmen: 32 % klagen über
Arbeitskräftemangel.

"Bei der Beseitigung des Fachkräftemangels setzen die Unternehmen
vor allem auf Aus- und Weiterbildung", berichtet der
Verbandspräsident unter Verweis auf die Umfrageergebnisse. Drei von
fünf Unternehmen gaben an, in Zukunft noch mehr ausbilden zu wollen.
Erste Erfolge zeigen sich bereits in der Ausbildungsbilanz: Ende
Dezember 2007 verzeichnete die Baubranche über 12.700 neue
Ausbildungsverträge, knapp 800 mehr als im Dezember 2006. Insgesamt
werden derzeit 39.250 junge Leute in einem Bauberuf ausgebildet. Aber
auch die Weiterbildung steht bei den Bauunternehmen auf der Agenda:
46 % der Befragten wollen, auf diese Weise auf den
Arbeitskräftemangel reagieren. Zudem soll das Potential älterer
Arbeitnehmer in Zukunft wieder verstärkt genutzt werden: Jedes vierte
Bauunternehmen sieht darin eine Möglichkeit, den Fachkräftemangel zu
beseitigen.

Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

Originaltext: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/24058
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_24058.rss2

Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Stellv. Hauptgeschäftsführer und
Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft,
Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de
 
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