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RECS - Ein glaubwürdiges System zum Nachweis der Stromerzeugung / RECS Deutschland e.V. weist Vorwurf des Etikettenschwindels zurück

Geschrieben am 09.01.2008 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Das in zahlreichen europäischen Länder eingeführte
"Renewable Energy Certificate System" (RECS System) ermöglicht einen
europaweiten grenzüberschreitenden Handel mit Erneuerbaren Energien.
Möglich wird dieses durch ein international anerkanntes und
harmonisiertes Europäisches Handelssystem. Mit für alle Teilnehmern
gleichermaßen gültigem hohen Standards und Regularien. "Das RECS
System gilt als zuverlässiges Verfahren mit dem nachgewiesen werden
kann, in welchen Erneuerbaren Anlagen sauberer Strom erzeugt wird",
so Stefan Zisler, Vorstand von RECS-Deutschland e.V. Wer ein
RECS-Zertifikat erwirbt und entwertet, kann sich die darin verbriefte
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zurechnen. Durch die
Kombination von Strombezug und Zertifikat entsteht somit Ökostrom,
dessen Herkunft eindeutig zugeordnet werden kann.

Der Vorwurf, dass mit RECS Zertifikaten Strom umetikettiert würde,
wird von RECS-Deutschland e.V. zurückgewiesen. Im Sinne der Deutschen
Stromkennzeichnung ist das, was Anbieter von Ökostrom in Deutschland
unter Verwendung von RECS Zertifikaten anbieten, ohne Zweifel Strom
aus erneuerbaren Energien. Verbraucher können anhand der
Stromkennzeichnung und Ökostrom-Labeln nachvollziehen, aus welchen
Quellen ihr Stromanbieter den Strom liefert. Bei Ökostromprodukten
ist der Strom als "100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien"
gekennzeichnet. "RECS Zertifikate können im Rahmen renommierter
Ökostrom-Label wie zum Beispiel dem TÜV- oder dem ok-power-Label
eingesetzt werden. Erst durch die Herkunftsnachweise der RECS Systems
kann nachgewiesen werden, aus welchen Quellen der Strom in Netz
eingespeist wurde", so Zisler, "sie gelten nicht als Gütesiegel per
se, sondern weisen lückenlos nach, aus welchen Quellen der Strom
stammt." Und dieses wird europaweit von unabhängigen Institutionen
überprüft. Dies umfasst nicht nur die Betreiber der
Produktionsanlagen, sondern auch den Handel mit RECS Zertifikaten und
deren Entwertung. "RECS-Zertifikate stellen zuverlässige Nachweise
für die Herkunft von Strom aus Erneuerbaren Energien dar und tragen
wesentlich dazu bei, eine Doppelvermarktung von Ökostrom zu
verhindern," sagt Christof Timpe, der beim Öko-Institut die Regeln
für das deutsche RECS-System überwacht.

"Als Folge der steigenden Kundennachfrage nach Ökostrom kann das
RECS System mit dazu beitragen, Investitionen in Erneuerbare Energien
attraktiver zu machen", so Stefan Zisler. Eine Folge der
Marktentwicklung ist es, dass die Preise für Ökostrom und die RECS
Zertifikate steigen und Investitionen in diese Art der
Energiegewinnung mit auslösen. Insofern ist es auch Absicht eines
erfolgreichen Handelssystems, erneuerbare Energien zu fördern.

Eine physische Stromversorgung mit "grünem" Strom ist aus
physikalischen Gründen kaum möglich. Stark vereinfacht lässt sich der
Strommarkt als ein großer See mit unterschiedlichen Zuflüssen
("Erzeugern") und Abflüssen ("Verbrauchern") darstellen. Die Erzeuger
speisen in diesen Stromsee ein, die Abnehmer entnehmen aus diesem.
Übertragen auf die Stromverteilung bedeutet dieses, dass Strom den
kürzesten Weg nimmt und sich nicht gezielt an einzelne Abnehmer
liefern lässt - dieses ist physikalisch nicht möglich. Ein
Verbraucher, der neben einem Kohlekraftwerk liegt, hat kaum die
Möglichkeit, physikalisch umweltfreundlich erzeugten Strom zu
beziehen, auch wenn er gerne dafür bezahlen würde. Das
Zertifikatesystem ermöglicht dem umweltbewussten Verbraucher neben
dem Kohlekraftwerk den Bezug des grünen Mehrwerts aus dem weit
entfernten Wasserkraftwerk.

Die Einhaltung weiterer Nachweispflichten eines angebotenen
Grünstromprodukts muss in der Regel zusätzlich durch unabhängige
Gutachter erfolgen. RECS empfiehlt daher dem Verbraucher von
Grünstrom darauf zu achten, welche Qualitätskriterien das Angebot
eines Grünstromlieferanten garantiert. Qualitätskriterien sind z. B.
die Art der Erzeugungsanlagen (Wind, Wasser, Biomasse,...), das Alter
der Anlagen (z.B. ein bestimmter Anteil Neuanlagen) und Investition
in weitere erneuerbare Anlagen. RECS übernimmt dabei nicht die
Aufgaben des Gutachters: RECS stellt sicher, dass die Produktions-
und Anlagendaten transparent, einheitlich und überprüfbar ermittelt
werden. Erst die Kombination von RECS-Zertifikaten und unabhängigem
Gutachten gibt dem Kunden Sicherheit über sein Stromprodukt.

Informationen zum RECS System und zu RECS Deutschland e.V. Ziel
des Renewable Energy Certificate System (RECS) ist die europaweite
Förderung regenerativer Energien. Als größte europäische Vereinigung
im Energiesektor ermöglicht das RECS System anhand national
harmonisierter und international kompatibler Kriterien die Produktion
von und den Handel mit Grünstromzertifikaten (RECS Zertifikaten).
RECS Zertifikate dienen dabei als Nachweis über eine
umweltfreundliche Stromproduktion. RECS International hat derzeit
rund 200 Mitglieder in über 24 europäischen Ländern.

Weiter Hinweise und Erläuterungen zum RECS System und zum RECS
Deutschland e.V. finden Sie unter: www.recs-deutschland.de.
Informationen zu RECS International unter www.recs.org.

Originaltext: RECS Deutschland e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/69536
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_69536.rss2

Pressekontakt:
RECS Deutschland e.V.
Stefan Zisler (Vorsitzender)
c/o Vattenfall Europe Hamburg AG
Innovative Energiesysteme
Überseering 12
22297 Hamburg

Tel.: 040 - 6396 3068
Fax: 040 - 6396 19 3068

www.recs-deutschland.de
E-Mail stefan.zisler recs-deutschland.de
 
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