Dortmund (ots) - Dortmund. Zehntausende Benutzer von elektrischen Heizungen müssen seit Januar mehr für ihren Strom zahlen. Die Preise stiegen um 15 Prozent und mehr - und die Kunden haben keine Möglichkeit zum Wechsel. Das berichtet die Westfälische Rundschau (Mittwochsausgabe).
Viele der fast 17 000 Nachtstrom-Kunden der Südwestfalen Energie AG (Sewag) in Hagen sind aufgebracht. Die Sewag, in der die Regionalversorger Mark-E und Stadtwerke Lüdenscheid zusammengefasst sind, hat ihren Grundpreis bei Nachtstrom zum Jahreswechsel um 121 Prozent erhöht - mehr als das doppelte. Auch die Arbeitspreise pro Kilowattstunde wurden leicht erhöht. Für einen Durchschnittshaushalt steigt die Gesamtbelastung um 15,4 Prozent.
Auf diesem Niveau hat auch RWE die Arbeitspreise für Nachtstrom angehoben. Die RWE-Töchter Westfalen-Weser-Ems und Rhein-Ruhr verlangen seit Januar zwischen 15 und 17 Prozent mehr pro Kilowattstunde. Bei der Dortmunder DEW21 kostet der Nachtstrom 14,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Steigerungen liegen weit über dem Anstieg der normalen Stromtarife. "Aus unserer Sicht sind diese Verteuerungen nicht nachvollziehbar", sagt Peter Blenkers, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW. Die Stromfirmen verweisen auf gestiegene Beschaffungs- und Netzkosten sowie auf einen entfallenen Steuervorteil für den Nachstrom. Zudem seien diese Kunden früher eher von Kostensteigerungen verschont worden.