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Glitzerndes Eis birgt oft tödliche Einbruchgefahren / Tipps zum sicheren Verhalten / Sofortiger Notruf 112 bringt schnelle Hilfe

Geschrieben am 07.01.2008 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Mehrere tragische, teils gerade noch glimpflich
ausgegangene Unfälle auf Eisflächen in den vergangenen Tagen bringen
die Feuerwehren dazu, die Bevölkerung vor den Gefahren der oft dünnen
Eisflächen zu warnen. Innerhalb von drei bis vier Minuten in kaltem
Wasser (drei bis vier Grad) erschlaffen die Muskeln, der Körper
erlahmt, die eingebrochene Person geht unter. Besonders Kinder lassen
sich von den glitzernden Eisflächen zu unvorsichtigem Verhalten
verleiten. Auch wenn das Eis nach teils knackigem Frost tragfähig
sein kann, sollte man für den sicheren Ausflug einige Tipps der
Feuerwehren beachten:

- Nehmen Sie örtliche Warnhinweise ernst. Auch Kindern muss man
die Gefahren klar machen.
- Vermeiden Sie einsame Ausflüge auf dem Eis - bei einem Unfall kann
es sonst sein, dass niemand Hilfe holen kann.
- Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise
Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten. Wenn Sie bereits auf
dem Eis sind: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche
zu verteilen, zum Ufer robben (möglichst wenig ruckartige
Bewegungen).
- Rufen Sie im Unglücksfall sofort über den Notruf 112 Hilfe bzw.
organisieren Sie, dass jemand einen Notruf absetzt!
- Vorsicht ist nicht nur bei verschneiter Oberfläche und bewachsenem
Ufer geboten; auch an Ein- und Ausflüssen kann die Eisdicke plötzlich
abnehmen. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein -
hier droht Einbruchgefahr. Prinzipiell sollten Sie nur Gewässer
betreten, die Sie kennen.

Verhalten im Unglücksfall

- Wer einbricht, sollte versuchen, sich am Eis festzuhalten oder
darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit
Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.
- Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen: Eigensicherung
beachten (Leinen/Schwimmweste/Rettungsring), nicht zu weit hinaus
wagen.
- Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine
Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun, Hockeyschläger) verwenden, um das
Gewicht zu verteilen. Die Hilfsmittel kann man der eingebrochenen
Person zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte
Unterlage macht die Rettung leichter. Hilfreich können auch an
Gewässern aufgehängte Rettungsringe sein.
- Gerettete in warme Decken oder Jacken hüllen, vorsichtig erwärmen,
nicht als "Hausmittel" mit Schnee abreiben.
- Unterkühlten Personen keinen Alkohol geben, stattdessen möglichst
warmen Tee reichen.

Originaltext: Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/50093
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_50093.rss2

Pressekontakt:
Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Silvia Darmstädter
Telefon: 030-28 88 48 823
Fax: 030-28 88 48 809
darmstaedter@dfv.org
 
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