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CeMAT 2008 (27. bis 31. Mai): Vernetzte Lagerwelten

Geschrieben am 02.01.2008 - [Nächster Artikel]

Hannover (ots) -

- Zusammenspiel verschiedener Technologien im Lager notwendig
- Logistikprozesse müssen noch transparenter werden
- Systeme werden zu Integrationsplattformen
- Trend geht zu Hybridsystemen
- SOA als moderne Intralogistik-Lösung

Optimierte Logistikprozesse sind heute ohne eine auf die konkreten
Anforderungen im Lager angepasste Softwarelösung kaum mehr
vorstellbar. Nur wer seine internen Prozessabläufe bestmöglich
steuert, stellt einen reibungslosen Betriebsablauf in seiner
Lagerumgebung sicher und sorgt so für eine nachhaltige Erhöhung der
Gesamteffizienz seiner Logistikprozesse. Und nur wenn Lieferfähigkeit
und Termintreue stimmen und Informationen über den jeweiligen
Lagerbestand überall schnell und aktuell abgerufen werden können,
sind Unternehmen aus Handel und Industrie im Zeitalter des E-Business
in der Lage, Wettbewerbsvorteile zu generieren. Softwarelösungen, die
über die benötigten Schnittstellen zu anderen Systemen verfügen,
können dabei den Unterschied ausmachen. Einzig das reibungslose
Zusammenspiel von Lager, Materialfluss und Informationssystem
garantiert wirtschaftliche Arbeitsabläufe und damit auch eine
entsprechend hohe Produktivität.

Intensiv diskutiert wird in der Intralogistik derzeit das Thema
WLAN. Die drahtlose Kommunikation wird in der Logistik vor allem dazu
genutzt, die relevanten Informationen zum mobilen Arbeitsplatz im
Lager zu bringen. Durch die Erfassung vor Ort lassen sich
beispielsweise Daten über Lagerbestände und Lagerorte per WLAN
korrekt weitergeben, die im Einsatz befindlichen Flurförderzeuge
können drahtlos angefunkt und in die Prozessabläufe eingebunden
werden. Und ein weiterer Aspekt darf in Zeiten politischer
Klimaschutzdiskussionen nicht unterschätzt werden: Eine intelligente
Vernetzung zwischen einzelnen Unternehmensstandorten oder
Partnerunternehmen im Sinne eines ganzheitlichen Supply Chain
Management hilft, Kundenaufträge nicht nur schneller und preiswerter,
sondern zudem deutlich ressourcenschonender zu erfüllen, und damit
einen positiven Beitrag im Sinne der Umwelt zu leisten.

Hybrid-Systeme im Fokus von Vanderlande

"In den letzten beiden Jahrzehnten konnte eine stete Reduktion der
Bestände verzeichnet werden, obwohl die Fertigungstiefe deutlich
abgenommen hat und als unmittelbare Folge der Globalisierung die
Entfernungen zwischen den einzelnen Prozessschritten stark zugenommen
haben", sagt Karl-Heinz Dullinger, Geschäftsführer der Vanderlande
Industries GmbH, Mönchengladbach. Dies wird sich auch im
CeMAT-Auftritt von Vanderlande wiederfinden. "Insbesondere sind es
die immer schnelleren physischen Transportverbindungen bei allen
Verkehrsträgern und vor allem die datentechnische Integration der
Prozesse, die dies ermöglicht haben." Denn einerseits seien
ausreichende Bestände Voraussetzung für einen hohen Servicegrad
beziehungsweise für eine hohe Lieferbereitschaft. Auf der anderen
Seite hingegen, und dies sei ebenfalls evident, verteuern hohe
Bestände die Produkte sowie Prozesskosten und zugleich nehme auch das
Risiko zu, dass "veraltete" Bestände verschrottet respektive
abgeschrieben werden müssten.

Der Lagerkomplex eines Distributionszentrums besteht in der Regel
aus mehreren Bereichen mit unterschiedlichen Technologien und
unterschiedlichem Automatisierungsgrad. "In den meisten Fällen werden
auch unterschiedliche Kommissionierkonzepte realisiert", erklärt
Dullinger. "Für diese Struktur hat sich der Begriff Hybridsysteme
entwickelt." Reine Nachschubsysteme für mittelgroße und mittelschwere
Ware sind hochautomatisiert (HRL mit Gitterboxen beziehungsweise
Paletten als Ladungsträger). Im Bereich Kleinteile ist der Anteil an
hochautomatisierten Lösungen sehr hoch, insbesondere wenn es sich um
Langsam- und Mitteldreher handelt: Bedingt durch die kleinen Maße und
Gewichte ist der Mechanisierungsaufwand nicht so groß wie bei den
größeren und schwereren Artikeln, sodass sich eine
Automatisierungslösung auch bei geringeren Systemleistungen rechnet.
Zudem ist die Standardisierung im AKL weit fortgeschritten. Auch für
die Kommissionierung gilt dieses Automatisierungsgefälle von
Kleinteilen zu Groß- und Sperrigteilen: Einstufige
Kommissionierprozesse, wie Zonen-Pick-System, Pick-Pack-Lösungen,
haben den größten Anteil; erfolgt die Kommissionierung auf
Kartonebene, ist auch eine Vollautomatisierung wirtschaftlich.

PSI bildet logistische Geschäftsprozesse durchgängig ab Unter dem
Motto "Intralogistik global vernetzt" präsentiert die PSI Logistics
auf der CeMAT erstmalig die durchgängige Abbildung von logistischen
Geschäftsprozessen - systemseitig wie standortübergreifend in einer
Systemplattform. Dabei werden die Geschäftsprozesse in der
Distributions-, Produktions- und Transportlogistik durchgängig in
einer Systemplattform medienbruchfrei und standortübergreifend durch
PSIwms und PSItms abgebildet. Diese enge Verzahnung trägt zur Senkung
von Kosten und zur Steigerung der Effizienz bei. Beide Systeme sind
multisitefähig und können deshalb standortübergreifende
Synergieeffekte erschließen. Die Prozessverbesserungen ergeben sich
unter anderem durch die Packschemenoptimerung der CaseCalculation,
die Laderaum- und Tourenoptimierung, die sich am systemseitig
bestimmten Verladezeitpunkt orientierende Rückwärtsterminierung der
Aufträge und die bedarfsgerechte Planung von Personal und
Betriebsmitteln im integrierten Ressourcenmanagement.

Mit dem Produkt PSIglobal können Prozesse in einem gesamten
Logistiknetzwerk simuliert und disponiert werden. Ziel dabei sind die
optimale Planung und Steuerung von Logistiknetzen, um auch hier
Kostenreduktionen in der Distributions-, Beschaffungs- und
Transportlogistik zu erzielen. Um die Funktionen und den
Datenaustausch möglichst bruchlos und mit wenigen Schnittstellen zu
integrieren, hat PSI Logistics ihre Systeme zu
Integrationsplattformen ausgebaut. Die Basis für diesen
bereichsübergreifenden Integrationsansatz bildet die so genannte
Service Orientierte Architektur (SOA) mit Technologien wie Java
Plattform Enterprise Edition (Java EE) und open Enterprise Service
Bus (ESB).

Automatische Lager- und Kommissioniersysteme bei SSI Schäfer "Mit
der CeMAT konnte für den Wirtschafts- und Wachstumsfaktor
Intralogistik eine wichtige Plattform innerhalb Deutschlands und über
die Grenzen hinaus geschaffen werden", sagt Klaus Tersteegen,
Mitglied der Geschäftsleitung bei SSI Schäfer in Neunkirchen. "Die
erste eigenständige CeMAT war für SSI Schäfer ein voller Erfolg, die
Messe übertraf all unsere Erwartungen." Durch die Herauslösung aus
der HANNOVER MESSE seien fast ausschließlich Logistikentscheider vor
Ort gewesen, und zur Qualität der Kontakte addierte sich 2005 die
Internationalität der Besucher. "Die CeMAT nimmt auch 2008 einen
hohen Stellenwert in unserer Vertriebs- und Marketingstrategie ein",
so Tersteegen. "Wir denken, dass sie ihren Anspruch der
,internationalen Leitmesse der Intralogistik' noch ausbauen wird und
blicken mit großen Erwartungen Richtung Mai 2008."

Für den Messeauftritt hat sich SSI Schäfer ehrgeizige Ziele
gesteckt. Auf dem über 2 300 Quadratmeter großen Messestand gibt der
Lagerspezialist einen umfassenden Überblick über Kompetenz,
Leistungspotenzial und Innovationen der Unternehmensgruppe SSI
Schäfer. Mehrere Materialfluss-Simulationen geben einen Einblick in
das umfangreiche Produktspektrum des Intralogistik-Komplettanbieters
SSI Schäfer. "Den Besuchern werden sowohl manuelle als auch
automatische Lagersysteme, Fördertechnik, dynamische
Kommissionieranlagen sowie Handlingautomaten live vorgeführt",
erklärt Tersteegen. "Highlight der Messepräsentation werden die
Neuentwicklungen und Innovationen bei automatischen Lagersystemen und
in der Kommissioniertechnik sein." Darüber hinaus wird das
Unternehmen mit Vorträgen in verschiedenen Fachforen inhaltlich
Akzente setzen, sodass sich auch in 2008 die CeMAT für die
Fachbesucher lohnen wird.

Salomon mit neuen Ansätzen für die Distributionslogistik Die
österreichische Salomon Automation GmbH mit Sitz in Friesach bei Graz
wird auf der CeMAT innovative Logistiksoftware- und
Lagertechniklösungen für voll-, teilautomatisierte und manuelle Lager
sowie das neue Hochleistungskommissioniersystem Mercury präsentieren,
das in diesem Bereich neue Maßstäbe setzen soll: Manuelle und
vollautomatische Kommissionierung im Parallelbetrieb,
Null-Fehler-Kommissionierung, höchste Flexibilität im
Artikelsortiment sowie eine Reduktion der Prozesskosten zeichnen das
Mercury-System aus.

Salomon Automation bietet auf der Messe eine Übersicht über das
gesamte Produkt- und Leistungsportfolio: optimierte und transparente
Logistikprozesse vom Wareneingang über den innerbetrieblichen
Transport, die Kommissionierung, den Versand bis hin zum Endkunden
durch mobile Waren- und Leergutverfolgung oder Steigerung der
Effizienz und Wirtschaftlichkeit durch Anlagenmodernisierung.

Ausgehend von manuellen Kommissionierlösungen wie Funk, Pick by
Voice oder Pick by Light geht der Trend zu Hybridsystemen, in denen
sowohl automatische wie auch manuelle Kommissioniertechniken je nach
Sortiment und Artikelstruktur parallel eingesetzt werden können.

CIM setzt auf SOA-Unterstützung

Für das Fürstenfeldbrucker Softwarehaus CIM GmbH zeichnen sich auf
dem Warehouse-Management-Markt 2008 zwei Trends deutlich ab: zum
einen die Nachfrage nach Lösungen, welche auf Serviceorientierter
Architektur (SOA) basieren, sowie zum anderen umfangreiche Funktionen
im Bereich des Ressourcenmanagement. SOA ist die moderne Lösung für
die Intralogistik. Dort wo sich Geschäftsprozesse ad hoc ändern
können, benötigt man eine zukunftssichere und flexible
Softwarelösung, die wandelnde Kundenanforderungen und
Logistikprozesse schnell und zügig abbilden kann.

Doch was ist das SOA-Geheimnis? "Die Lösung liegt im Detail",
erklärt CIM-Geschäftsführer Fritz Mayr. "Zu den wesentlichen
Elementen in 'PROLAG World' zählen fest definierte Schnittstellen
aller Module zu den Kernmodulen. Vererbungsklassen bilden die Basis
für Kundenklassen. Damit werden komplette oder partielle
Releasewechsel erheblich erleichtert", so Mayr.

Durch den speziellen Kernaufbau des WMS - welches sich in die
sechs Teilbereiche Lagerverwaltung, Controlling, Monitoring,
Abrechnung, Versandsystem und Zoll aufteilt - ist es dem Kunden
möglich, jeweils nur einen Releasewechsel für einen einzelnen
Teilbereich zu realisieren. Damit entfällt das Risiko eines
Gesamtreleasewechsels. Das Ressourcenmanagement berechnet für den
Auftrag eine Auslastungsprognose. Angezeigt werden die Anzahl der
benötigten Mitarbeiter und die voraussichtliche Kommissionierdauer.
Grundlage für die Ressourcenplanung bildet die Ermittlung der
Gesamtbearbeitungszeit unter Berücksichtigung der Faktoren
Vergangenheitswerte sowie definierter Normzeiten auf Basis der
Gesamtbearbeitungszeit. Die Ressourcenplanung unterteilt sich in eine
Mitarbeiter- und eine Transportmittelplanung. Der Logistikleiter
erhält mit dem Tool die Möglichkeit, verschiedene "What-if"-Szenarien
zu simulieren.

Neue Lösungen von viastore und Swisslog

Und eine Reihe weiterer bedeutender Intralogistik-Anbieter wird in
Hannover präsent sein. So zeigt die Stuttgarter viastore systems GmbH
auf der CeMAT Intralogistiklösungen für jeden Bedarf. Zum Beispiel
hoch integrierte Hochleistungskommissionieranlagen, die durch den
Einsatz modernster Technik, höchster Automatisierung und
ausgeklügelter Strategien hohe Kommissionierraten ermöglichen. Ein
anderes Beispiel sind die standardisierten, schnell zu
implementierenden und kostengünstigen Lösungen, die aus einem
Baukasten von Regaltechnik, Regalbediengeräten, Fördersystemen und
WMS erzeugt werden. Wesentlich ist in jedem Fall die Durchgängigkeit
der Informationstechnologie - vom WWW bis in die Steuerung und
Sensorik. Die hohe Integration der IT erhöht auch die Transparenz der
Bestände sowie die Datensicherheit bei deutlich reduzierten
Durchlaufzeiten.

Die Schweizer Swisslog AG schließlich stellt auf der CeMAT das
Kommissioniersystem CaddyPick aus sowie eine moderne
Palettenförderanlage mit Regalbediengerät, ebenso wie die für den
Transport von Kleingütern entwickelten schienengebundenen fahrerlosen
Transportsysteme Multicar beziehungsweise Transcar. Auch hier spielen
Flexibilität und Kosteneffizienz eine entscheidende Rolle.

Originaltext: Deutsche Messe AG Hannover
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/13314
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_13314.rss2

Pressekontakt:
Ansprechpartnerin für die Redaktion:
Brigitte Mahnken
Tel. +49 511 89-31024
E-Mail: brigitte.mahnken@messe.de

Weitere Pressetexte und Fotos finden Sie unter:
www.cemat.de/presseservice
 
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