Hamburg (ots) - Die Axel Springer AG hat nach Informationen der Hamburger Zeitschrift stern die Finanzlage der Pin Group offenbar nur lückenhaft geprüft, bevor sie Mitte des Jahres für mehr als eine halbe Milliarde Euro die Mehrheit an dem privaten Briefdienstleister erworben hat.
Wie der stern in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat das Medienunternehmen Springer-Kreisen zufolge zwar die Pin-Bücher der Luxemburger Zentrale geprüft, nicht jedoch durchgehend jedes der über 100 lokalen Einzelunternehmen, aus denen die Pin Group besteht. Viele dieser einzelnen Zustellfirmen gelten unter Branchenexperten als Verlustbringer.
Eine Springer-Sprecherin erklärte auf Anfrage des stern, man habe vor der Investitionsentscheidung neben der Muttergesellschaft "die wesentlichen Tochterfirmen der Pin Group" sorgfältig geprüft.