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Pfandbrief in Subprime-Krise bewährt / Normalisierung des Market Making und erhöhte Transparenz am Jumbo-Sekundärmarkt gefordert / Überlegungen zur Novelle des Pfandbriefgesetzes

Geschrieben am 14.12.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - "Der Pfandbrief hat seine Krisenfestigkeit einmal
mehr unter Beweis stellen können." Dieses Zwischenfazit zog Henning
Rasche, Präsident des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken,
anlässlich des vdp-Jahresempfangs vor Gästen aus Finanzwirtschaft und
Politik. Während der Markt für Verbriefungsprodukte nach dem Ausbruch
der Subprime-Krise austrocknete und ungesicherte
Bankschuldverschreibungen nur mit hohen Aufschlägen abzusetzen waren,
garantierte der Pfandbrief den Emittenten weiterhin Zugang zum
Kapitalmarkt. Am Covered Bond Markt differenzieren professionelle
Anleger seither stärker zwischen gesetzlich fundierten und
vertraglich strukturierten, so genannten Structured Covered Bonds:
"Wenn Pfandbriefe wenige Basispunkte über der Referenzmarke handeln,
Structured Covered Bonds jedoch zwischen 80 und 100 Basispunkte, ist
dies ein klarer Vertrauensbeweis der Anleger für den Pfandbrief", so
Rasche weiter.

"Das Market Making ist ein unverzichtbares Ausstattungsmerkmal des
Jumbo Pfandbriefmarkets", bekräftigt Rasche mit Blick auf die
aktuellen Entwicklungen am Jumbo Pfandbriefmarkt. Deshalb setzen sich
die Pfandbriefbanken dafür ein, das Market Making sobald wie möglich
wieder zu normalisieren. Die jüngsten Entwicklungen haben - so Rasche
- auch gezeigt, dass der Sekundärmarkt für Jumbo Pfandbriefe mehr
Transparenz benötige.

Knapp zweieinhalb Jahre nach Inkrafttreten des Pfandbriefgesetzes
haben die Pfandbriefbanken ihre Überlegungen zur Novellierung des
Pfandbriefgesetzes abgeschlossen. Sie zielen auf die weitere
Verbesserung der hohen Sicherheitsstandards von Pfandbriefen ab und
wollen die Nutzungseffizienz erhöhen. Außerdem sollen
verwaltungstechnische Erleichterungen ein effizienteres Handling der
Emission von Pfandbriefen erlauben, erläuterte Rasche.

Die Pfandbriefbanken sprechen sich gegen die in anderen Ländern
gestattete Deckungsfähigkeit von Mortgage Backed Securities (MBS) für
Pfandbriefe aus. Die sachlich begründeten Anliegen einer Erhöhung der
Beleihungsgrenze für deutsche Wohnimmobilien sowie der regionalen
Ausweitung des Deckungsgeschäfts auf ausgewählte OECD-Länder in der
Immobilien- und Staatsfinanzierung wurde mit Rücksicht auf die
aktuelle Lage und die hohe Sensibilität der Investoren verworfen.
Befürwortet wird dagegen die Einführung von Flugzeugpfandbriefen.
"Das Potenzial der deutschen Kreditwirtschaft in der weltweiten
Flugzeugfinanzierung wird durch die Zulassung von
Flugzeugpfandbriefen nachhaltig gestärkt und damit auch der
Finanzplatz Deutschland", so der vdp-Präsident. Ausstehende
Pfandbriefe werden von der Einführung nicht berührt.

Die Anstöße für eine Novelle des Pfandbriefgesetzes möchten die
Pfandbriefbanken noch vor Jahresende den Ressorts der Ministerien
unterbreiten und diese detailliert mit ihnen und anderen
Marktteilnehmern abstimmen.

Erläuterungen

Im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) sind derzeit 33
Pfandbriefbanken organisiert. Die vdp-Mitglieder repräsentieren knapp
90 % des Pfandbriefumlaufs von 920 Mrd. Euro. Einschließlich ihrer
Tochtergesellschaften, die nicht im Verband vertreten sind, liegt
dieser Wert bei 96%. Gemessen am Absatz von Jumbo Pfandbriefen
erreicht der Marktanteil im laufenden Jahr 100 %.

Originaltext: Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e. V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/29608
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_29608.rss2

Pressekontakt:
Dr. Helga Bender, Tel.: 030 20915-330
E-Mail: bender@pfandbrief.de
Christian Walburg, Tel.: 030 20915-340
E-Mail: walburg@pfandbrief.de
 
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