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ACHTUNG SENDESPERRFRIST: Weitergabe und Freigabe erst ab Freitag, 14.12.2007, 08:00 Uhr / Verbraucherpreise November 2007: + 3,1% zum Vorjahr

Geschrieben am 14.12.2007 - [Nächster Artikel]


ACHTUNG SENDESPERRFRIST: Weitergabe und Freigabe erst ab , 14.12.2007, 08:00 Uhr

Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der
Verbraucherpreisindex für Deutschland von November 2006 bis November
2007 um 3,1% gestiegen. Die jährliche Teuerung hat damit erstmalig
seit Januar 1994 wieder die Drei-Prozent-Marke überschritten. In den
Monaten September und Oktober 2007 hatte die Jahresveränderungsrate
deutlich niedriger, und zwar jeweils bei + 2,4% gelegen. Im Vergleich
zum Vormonat Oktober 2007 erhöhte sich der Indexstand um 0,5%. Die
Schätzung für November 2007 auf Grund der Ergebnisse aus sechs
Bundesländern wurde damit leicht nach oben korrigiert.

Die hohe Jahresteuerungsrate im November 2007 ist von deutlich
gestiegenen Preisen für Energie und Nahrungsmittel geprägt. Diese
beiden Bereiche erklären über die Hälfte der gesamten Preissteigerung
gegenüber November 2006.

Im Jahresvergleich stiegen bei den Energieprodukten vor allem die
Preise für leichtes Heizöl (+ 23,7%) und für Kraftstoffe (+ 18,6%;
davon Dieselkraftstoff: + 21,6%; Normalbenzin: + 18,8% und
Superbenzin: + 17,6%). Das Ergebnis wird zusätzlich durch den
Preisrückgang bei Mineralölerzeugnissen im November 2006 bestimmt
(statistischer Basiseffekt). Auch Strom verteuerte sich
überdurchschnittlich um 8,3% gegenüber dem Vorjahr, dagegen sanken
die Gaspreise um 2,6%. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung der
Energieprodukte (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) hätte die
Teuerungsrate nur bei 2,2% gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im November 2007 gegenüber
November 2006 im Schnitt um 5,8%. Erheblich teurer wurden vor allem
Speisefette und -öle (+ 26,2%; darunter Butter: + 46,1%) sowie
Milchprodukte und Eier (+ 16,5%; darunter Speisequark: + 37,2%;
Vollmilch: + 27,9% und H-Milch: + 22,9%). Auch die Preise für Brot-
und Getreideerzeugnisse lagen deutlich über denen des Vorjahres (+
5,0%; darunter Brötchen: + 7,6% und Hefegebäck: + 7,1%).

Weiterhin wirkt sich der Preisanstieg für das Bildungswesen (+
29,2%) auf die Teuerungsrate aus, vor allem wegen der Einführung der
Studiengebühren in einigen Bundesländern bereits seit April des
Jahres. Dagegen stiegen unter anderem die Preise bei Bekleidung und
Schuhen sowie bei der Nachrichtenübermittlung (jeweils + 0,9%) in
geringerem Umfang als die Verbraucherpreise insgesamt.

Der Preisanstieg von 0,5% gegenüber Oktober 2007 ist im
Wesentlichen auf Preiserhöhungen bei Mineralölerzeugnissen (+ 7,8%;
davon leichtes Heizöl: + 11,1% und Kraftstoffe: + 7,0%)
zurückzuführen. Auffällig war im November 2007 auch der Preisauftrieb
für Nahrungsmittel (+ 1,2%): Saisonbedingt kosteten einige
Gemüsesorten erheblich mehr als im Vormonat (darunter Kopfsalat: +
72,7% und Salatgurken: + 17,6%), bei Molkereiprodukten gab es erneut
Preiserhöhungen (+ 2,6%; darunter Käse: + 3,6% und Sahne: + 2,7%).
Dagegen waren saisonbedingte Preisrückgänge bei Pauschalreisen (-
6,4%) und Beherbergungsleistungen (- 0,4%) zu beobachten.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte
Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im November 2007
gegenüber November 2006 um 3,3% erhöht, dies ist die höchste
Teuerungsrate seit Beginn der Berechnung. Im Vormonatsvergleich stieg
der Index um 0,5%. Die Schätzung vom 27. November 2007 wurde damit
bestätigt.

Detaillierte Informationen zur Verbraucherpreisstatistik bietet
die Fachserie 17, Reihe 7, die im Publikationsservice des
Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen,
Suchwort "Verbraucherpreisindex" kostenlos erhältlich ist. Eine
methodische Kurzbeschreibung bietet die Online-Fassung dieser
Pressemitteilung unter www.destatis.de.


Verbraucherpreisindex für Deutschland


Veränderung Veränderung
Gesamtindex/ 2000 gegenüber gegenüber
Gütergruppen = Vorjahres- Vormonat
-------- 100 zeitraum
Jahr/Monat in %


Gesamtindex
im November 2007 113,6 3,1 0,5


Nahrungsmittel und
alkoholfreie
Getränke 113,3 5,4 1,1
Alkoholische Ge-
tränke, Tabakwaren 138,5 0,8 0,4
Bekleidung und Schuhe 99,8 0,9 0,1
Wohnung, Wasser,
Strom, Gas u.s.w. 115,7 2,3 0,4
Einrichtungsgegen-
stände, Haushalts-
geräte u.ä. 103,6 1,5 0,3
Gesundheitspflege 127,5 1,3 0,0
Verkehr 123,8 7,1 2,0
Nachrichtenüber-
mittlung 91,5 0,9 0,0
Freizeit, Unterhal-
tung u.ä. 99,3 0,8 - 1,2
Bildungswesen 150,6 29,2 0,0
Beherbergungs- und
Gaststättendienst-
leistungen 112,1 2,7 0,2
Andere Waren und
Dienstleistungen 113,1 2,2 0,3


Gesamtindex


2005 JD 108,3 2,0 -
2006 JD 110,1 1,7 -


2006 November 110,2 1,5 - 0,1
Dezember 111,1 1,4 0,8


2007 Januar 110,9 1,6 - 0,2
Februar 111,3 1,6 0,4
März 111,6 1,9 0,3
April 112,0 1,9 0,4
Mai 112,2 1,9 0,2
Juni 112,3 1,8 0,1
Juli 112,8 1,9 0,4
August 112,7 1,9 - 0,1
September 112,8 2,4 0,1
Oktober 113,0 2,4 0,2
November 113,6 3,1 0,5


JD = Jahresdurchschnitt


Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Service-Nummer,
Telefon: (0611) 75-4777,
E-Mail: verbraucherpreisindex@destatis.de

ots-Originaltext
Statistisches Bundesamt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: (0611) 75-3444
Email: presse@destatis.de
 
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