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Beschäftigung steigt - 2008 leichtes Wachstum bei Pkw-Neuzulassungen Autojahr 2007 mit neuem Produktions- und Exportrekord

Geschrieben am 06.12.2007 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) - "Die deutsche Automobilindustrie ist im
Jahr 2007 mit neuen Rekordwerten bei der Pkw-Produktion und beim
Export klar auf Wachstumskurs geblieben. Der Erfolg auf den
internationalen Märkten hat die schwache Inlandsnachfrage mehr als
ausgeglichen und dazu beigetragen, dass wir seit Jahresbeginn 8.000
neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen haben", betonte Matthias
Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf
der VDA-Jahres-Pressekonferenz in Frankfurt am Main. Der Umsatz stieg
um 7 Prozent auf knapp 290 Mrd. Euro. Für das kommende Jahr erwartet
der VDA-Präsident ein leichtes Anziehen des Inlandsmarktes auf
mindestens 3,2 Mio. Pkw, nachdem im laufenden Jahr vor allem aufgrund
der Mehrwertsteuererhöhung mit einem Rückgang der Neuzulassungen um
knapp 9 Prozent auf 3,16 bis 3,17 Mio. Pkw gerechnet wird. Bei den
Nutzfahrzeugen halte der Boom weiter an.

Wissmann legte eine "blendende Export- und Produktionsbilanz" vor:
Mit 5,7 Mio. Pkw - ein Plus von 6 Prozent - erzielt die deutsche
Automobilindustrie 2007 ein neues Allzeithoch bei der
Inlandsproduktion, die Auslandsproduktion überschreitet erstmals die
5-Millionen-Marke. Mit etwa 4,3 Mio. Pkw - ein Plus von 10 Prozent -
kann der fünfte Exportrekord in Folge verzeichnet werden. Wissmann:
"Wir haben in einem insgesamt expansiven Marktumfeld
überdurchschnittlich zulegen und unsere Marktanteile in den
allermeisten Märkten weiter erhöhen können." So legten die deutschen
Marken in Großbritannien auf 48 Prozent und in Frankreich auf über 28
Prozent zu. Der Export nach Russland wurde nahezu verdoppelt, der
Absatz in China um mehr als ein Drittel gesteigert. "Mit nahezu einer
Mio. Pkw ist China inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt für unsere
Hersteller", so Wissmann. Auch in den USA sind die deutschen Marken
in einem schwierigen Marktumfeld gegen den Trend um 4 Prozent
gewachsen - trotz heftigen Gegenwinds von der Währungsfront. Wissmann
betonte: "Ohne die Automobilindustrie wäre Deutschland nicht
Exportweltmeister, und ohne diese Schlüsselbranche hätten wir auch
nicht die deutliche Erholung am Arbeitsmarkt. Das
gesamtwirtschaftliche Wachstum würde wesentlich geringer ausfallen."
Für das kommende Jahr erwartet der VDA-Präsident einen Export auf
weiterhin hohem Niveau, bei der Produktion wird mit einem Volumen auf
Vorjahreshöhe gerechnet.

Klar sei aber auch, dass es dem Pkw-Inlandsmarkt des Jahres 2007
an Robustheit gefehlt habe. Neben der Erhöhung der Mehrwertsteuer,
die zu einem deutlichen Rückgang der Neuzulassungen geführt hat, sind
es vor allem die kräftig gestiegenen Kraftstoffpreise, die die
Nachfrage bremsen. Hinzu komme die anhaltende Verunsicherung der
privaten Haushalte, die in hohem Maße die Folge der lebhaften
Klimadiskussion sei. Bereits in den Jahren 2005 und 2006 haben die
gestiegenen Kraftstoffpreise zu einem Kaufkraftentzug von insgesamt
über 10 Mrd. Euro geführt und in diesem Jahr kommen noch einmal 4
Mrd. Euro hinzu, "ohne dass ein Ende dieser Entwicklung in Sicht
ist".

Der Kunde habe auf die milliardenschweren Zusatzlasten mit einer
erhöhten Nachfrage nach Clean Diesel-Pkw geantwortet. So erreichte
der Dieselanteil im November 2007 erstmals knapp die
50-Prozent-Marke. Im Jahresdurchschnitt werden 48 Prozent erwartet, 4
Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Wissmann betonte: "Jedes Prozent
mehr Diesel im Bestand spart 90 Millionen Liter Kraftstoff ein." Der
Marktanteil der deutschen Marken bei Diesel-Pkw liegt inzwischen bei
fast 80 Prozent, wobei nahezu jedes deutsche Fahrzeug mit
Partikelfilter ausgerüstet ist.

"Die Achillesferse des Inlandsabsatzes von Pkw bildet vor allem
das Privatkundengeschäft", sagte Wissmann. Hier ist der Absatz
bislang um rund ein Viertel geschrumpft, während bei den gewerblichen
Haltern ein Plus von 7 Prozent zu verzeichnen ist. Damit sank der
Anteil der privaten Halter an den Gesamtzulassungen innerhalb von
zwölf Monaten von 47 auf 39 Prozent. Bei steigenden Nutzungskosten
bleibe weniger für die Anschaffung eines Neuwagens übrig - mit der
Folge, dass der Kauf eines Neufahrzeugs immer häufiger
hinausgeschoben werde. Das Durchschnittsalter des Bestandes sei
inzwischen auf über 8 Jahre gestiegen.

Der VDA-Präsident betonte: "Die Verunsicherung der Verbraucher
wird nur dann ein Ende haben, wenn von der Politik klare und positive
Signale kommen." Dazu gehöre, dass die Politik die schon lange
angekündigte Reform der Kraftfahrzeugsteuer endlich auf den Weg
bringe: "Die Menschen wollen Klarheit, wohin die Reise geht. Diese
Reform kann wesentlich dazu beitragen, wieder Vertrauen bei den
Bürgern aufzubauen, wenn sie einfach und nachvollziehbar in der
Ausgestaltung ist. Bund und Länder sind aufgefordert, umgehend eine
tragfähige Lösung zu erarbeiten, die sich am CO2-Ausstoß ausrichtet
und besonders sparsame Neuwagen von der Kfz-Steuer befreit." Auch die
Streichung der Entfernungspauschale für die ersten 20 Kilometer
sollte umgehend rückgängig gemacht werden. Die Politik sollte mit
diesem Schritt nicht erst auf das Urteil des
Bundesverfassungsgerichts warten. "Wer Flexibilität von den Bürgern
erwartet, der darf ihnen nicht im Nachgang Knüppel zwischen die Beine
werfen!" Von der Entlastung wären 15 Mio. Pendler betroffen, von
denen mehr als zwei Drittel dringend auf das Auto angewiesen seien.
Bei einer Entfernung von 25 Kilometern betrage die Mehrbelastung
eines ledigen Pendlers knapp 400 Euro. "Damit könnte man den Sprit
für über 4.000 Kilometer bezahlen", erläuterte Wissmann.

Angesichts der politischen Fragezeichen, eines anhaltend hohen
Ölpreises und eines sich wieder verlangsamenden Wirtschaftswachstums
sei für 2008 Vorsicht bei der Prognose geboten. Andererseits dürfte
sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit auch im kommenden Jahr
fortsetzen und zusammen mit wieder steigenden Haushaltseinkommen das
Vertrauen der privaten Verbraucher stärken. Und die Vielzahl neuer
und kraftstoffeffizienter Modelle werde ihre Wirkung nicht verfehlen.
Wissmann: "Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren erwarten wir
für das kommende Jahr bei den Pkw-Neuzulassungen ein leichtes Plus
auf mindestens 3,2 Mio. Einheiten, mit Potenzial für mehr, wenn es
gelingt, den Knoten stetig steigender Mobilitätskosten endlich zu
durchschlagen, die Politik mit der Setzung klarer Rahmenbedingungen
das Vertrauen der Bürger wieder stärkt und damit dem Autofahrer
wieder eine verlässliche und berechenbare Perspektive bietet."

"Die deutsche Automobilindustrie ist in der Klimaschutzdebatte
sowohl produktseitig als auch kommunikativ in die Offensive
gegangen", unterstrich der VDA-Präsident. So wurde im laufenden Jahr
bereits der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen
Fahrzeuge um 2 Prozent gesenkt, das entspricht einer jährlichen
Einsparung von 120.000 Tonnen CO2. Im November fiel der CO2-Ausstoß
sogar um 4 Prozent niedriger aus. Dabei schnitten die deutschen
Marken deutlich besser ab als die Importeure. Dies lässt sich nicht
zuletzt daran ablesen, dass gerade bei besonders sparsamen Pkw mit
einem CO2-Wert von weniger als 130 g/km die deutschen Marken ihren
Inlandsabsatz um 35 Prozent steigern konnten, während die Importeure
einen Rückgang um 10 Prozent hinnehmen mussten. Wissmann: "Das zeigt:
Wir kündigen nicht nur an, wir liefern auch." Mit der nun
vorliegenden "Roadmap Biokraftstoffe", die eine schrittweise Erhöhung
der Beimischungsquote von 5 über 10 bis zu 20 Prozent vorsieht, werde
ein weiterer entscheidender Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen im
Straßenverkehr geleistet.

Personenkraftwagen *)
November 2007
Anzahl ±% Vorjahr
Neuzulassungen 284.000 -13
davon
dt. Marken inkl. Konzernmarken 201.000 -14
ausl. Marken 83.000 -10

Export 397.700 11
Produktion 552.800 7

Januar - November 2007
Anzahl ±% Vorjahr
Neuzulassungen 2.906.300 -8
davon
dt. Marken inkl. Konzernmarken 2.022.200 -8
ausl. Marken 884.100 -9
Export 4.013.100 11
Produktion 5.355.700 6
*) z.T. vorläufig

Nutzfahrzeuge *)
November 2007
Anzahl ±% Vorjahr
Neuzulassungen 33.250 15
Nfz bis 6 t 23.980 17
Nfz bis 2 t 2.120 12
Nfz über 2 bis 3,5 t 21.130 18
Nfz über 3,5 bis 6 t 730 6

Nfz über 6 t 8.700 7
Nfz über 6 bis 16 t 2.750 7
Nfz über 16 t 5.950 8

Busse 580 29

Export 33.140 19
Nfz bis 6 t 20.630 22
Nfz über 6 t 11.840 14

Busse 670 13
Produktion 48.350 14
Nfz bis 6 t 29.680 17
Nfz über 6 t 17.700 11
Busse 970 3


Januar - November 2007
Anzahl ±% Vorjahr
Neuzulassungen 308.800 12
Nfz bis 6 t 210.300 15
Nfz bis 2 t 19.400 5
Nfz über 2 bis 3,5 t 184.200 17
Nfz über 3,5 bis 6 t 6.700 6

Nfz über 6 t 93.700 6
Nfz über 6 bis 16 t 29.300 -1
Nfz über 16 t 64.400 10

Busse 4.800 -6

Export 317.000 19
Nfz bis 6 t 189.000 24
Nfz über 6 t 121.400 12
Busse 6.600 6

Produktion 455.600 16
Nfz bis 6 t 265.000 21
Nfz über 6 t 182.700 11
Busse 8.000 -4

Originaltext: VDA Verband der Automobilindustrie e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32847
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32847.rss2

Pressekontakt:
Eckehart Rotter
VDA
Leiter Abteilung Presse
Tel. (0 69) 9 75 07-2 66
E-Mail: rotter@vda.de
 
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Sonstiges April 2006 So, Mai 2006 So, Juni 2006 So, Juli 2006 So, August 2006 So, September 2006 So, Oktober 2006 So, November 2006 So, Dezember 2006 So, Januar 2007 So, Februar 2007 So, März 2007 So, April 2007 So, Mai 2007 So, Juni 2007 So,
Fortsetzung Juli 2007 So, August 2007 So, September 2007 So, Oktober 2007 So, November 2007 So, Dezember 2007 So, Januar 2008 So, Februar 2008 So, März 2008 So, April 2008 So, Mai 2008 So, Juni 2008 So, Juli 2008 So, August 2008 So
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